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Ausdauersport wie Wandern stärkt Herz und Muskeln. Wie sich geistiges Training auf den Körper auswirkt, erfahren Sie im Text.
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Ausdauersport wie Wandern stärkt Herz und Muskeln. Wie sich geistiges Training auf den Körper auswirkt, erfahren Sie im Text.

Finger- und Armmuskeln gestärkt

Verblüffender Effekt von geistigem Training auf die Fitness: Personal Trainer erklärt, was Sie denken müssen

  • Juliane Gutmann
    VonJuliane Gutmann
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Denksport ist auch Sport: Stimmt diese Annahme und können Gedanken wirklich so ähnliche Effekte erzielen wie Sport? Ein Personal Trainer gibt Antworten.

Sie treiben jeden Tag Denksport in der Arbeit, lösen gerne schwierige Kreuzworträtsel oder lernen ein neues Instrument? Nach einer Unterrichtsstunde, einem besonders schweren Rätsel oder einem harten Arbeitstag raucht der Kopf. Doch kann es sein, dass dank Denksport auch die Pfunde purzeln? „Jein“, so die Antwort von Personal Trainer und Diplom-Sportwissenschaftler Jörn Giersberg.

Gegenüber dem Portal Fitbook mit der Krankenkasse DAK als Gesundheitspartner erklärt er, dass Denksport seinen Namen in Hinblick auf die Kalorienbilanz nicht verdient. Das Gehirn verbrauche zwar einen Großteil der Energie im Körper (etwa zwanzig Prozent der Gesamt-Energie), das tue es aber auch in der Entspannung. Eine schwierige Denkaufgabe habe zwar einen höheren Energieverbrauch im Hirn zur Folge, dieser sei aber minimal höher als im entspannten Zustand. Der Mehrverbrauch liege irgendwo zwischen einer und 100 Kalorien pro Stunde, wie Fitbook informiert.

Fitness steigern mit den richtigen Denkaufgaben

Was passiert aber im Körper, wenn ich mir Übungen nur vorstelle und nicht körperlich ausführe? Kleinere Studien würden Giersberg zufolge zeigen, dass es hier tatsächlich einen Effekt gibt. Dass man allein durch Gedankenkraft Muskelgruppen stärken kann, ist eine nicht neue Erkenntnis. Bereits im Jahr 2001 haben Forscher/innen um Guang Yue von der Cleveland Clinic Foundation in Ohio gezeigt, dass durch Mentaltraining auch Armmuskeln zum Wachsen gebracht werden können, wie der Spiegel damals berichtete. Zusammen mit seinen Kollegen/Kolleginnen hatte der Forscher bereits herausgefunden, dass allein die Gedanken an ein entsprechendes Training einen Muskel im kleinen Finger aufbauen, heißt es weiter im Bericht.

Muskelzuwachs von fast 14 Prozent allein durch Gedanken an Sport

Doch nicht nur die Fingermuskeln, auch größere Muskeln profitieren vom Mentaltraining. So hatten die Forscher/innen um Yue in ihrer Studie herausgefunden, dass die Studienteilnehmer/innen bereits nach 14 Tagen mehr Stärke im Bizeps entwickelten. Die Probanden/Probandinnen hatten fünfmal wöchentlich eine mentale Gymnastik durchgeführt. Dabei wurde von den Forschenden überwacht, ob die Studienteilnehmer/innen ihre Armmuskeln nicht versehentlich anspannten. Nach 14 Tagen stellten die Forscher/innen einen durchschnittlichen Muskelzuwachs von 13,5 Prozent fest. In der Kontrollgruppe mit Personen, die kein geistiges Training absolvierten, wurde kein Muskelzuwachs festgestellt.

Auch kurzes Anspannen der Muskulatur nützt schon etwas, so Sportwissenschaftler Jörn Giersberg: „Im Bodybuilding werden in Trainingspausen beispielsweise auch Muskeln einfach so angespannt, um die Gehirn-Muskel-Verbindung weiter zu sensibilisieren. Wenn man einen Muskel anspricht, wird er sensibler und reagiert dann auch besser im Training“. Dies könnten sich auch Freizeitsportler/Freizeitsportlerinnen zunutze machen, indem sie so oft wie möglich an ihre Muskeln denken und/oder diese des Öfteren anspannen. (jg)

Weiterlesen: Besser sporteln: Mit diesen sechs Tipps trainieren Sie noch effektiver.

So funktioniert der Fitness-Trend HIIT

Die Trainingsform HIIT lässt sich mit vielen Sportarten kombinieren - selbst Exoten wie dem Battle Rope Training. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Die Trainingsform HIIT lässt sich mit vielen Sportarten kombinieren - selbst Exoten wie dem Battle Rope Training. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose
Gewichte stemmen: HIIT stammt aus dem Ausdauersport, das Grundprinzip gibt es aber auch im Kraftsport - hier aber unter dem Namen HIT. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Gewichte stemmen: HIIT stammt aus dem Ausdauersport, das Grundprinzip gibt es aber auch im Kraftsport - hier aber unter dem Namen HIT. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose
Kurzes Training unter Volllast: Spätestens seit 2018 ist HIIT einer der großen Fitness-Trends in Deutschland. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Kurzes Training unter Volllast: Spätestens seit 2018 ist HIIT einer der großen Fitness-Trends in Deutschland. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn © Franziska Gabbert
Prof. Christoph Eifler ist Sportwissenschaftler und Fachbereichsleiter Trainings- und Bewegungswissenschaft an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Foto: DHfPG/BSA/dpa-tmn
Prof. Christoph Eifler ist Sportwissenschaftler und Fachbereichsleiter Trainings- und Bewegungswissenschaft an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Foto: DHfPG/BSA/dpa-tmn © DHfPG
Alexander Wulf ist Pressesprecher beim Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen DSSV. Foto: DSSV e.V./dpa-tmn
Alexander Wulf ist Pressesprecher beim Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen DSSV. Foto: DSSV e.V./dpa-tmn © DSSV e.V.

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