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Ebola-Ausbruch: Seltene Variante breitet sich in Uganda aus – 23 Menschen sterben

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Von: Kilian Bäuml

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Kürzlich kam es zu einem Ebola-Ausbruch in Uganda, wie die WHO mitteilte. Bisher sind 23 Menschen an der Krankheit gestorben.

Frankfurt – Seit den ersten größeren Ebola-Ausbrüchen in den 70er Jahren, gibt es in afrikanischen Ländern immer wieder Fälle der lebensbedrohlichen Infektionskrankheit. Nun breitet sich in Uganda eine Ebola-Virusvariante aus, die seit langem nicht mehr nachgewiesen wurde.

Das Gesundheitsministerium im Kongo berichtete vor rund sechs Wochen das erste Mal von einem neuen Ebola-Ausbruch, berichtet die WHO. Am 20. September wurde bekannt, dass es auch in Uganda mittlerweile 18 bestätigte Fälle, sowie 18 Verdachtsfälle auf das Ebola-Virus gibt. Erstmals seit zehn Jahren wurde dabei die Sudan-Variante festgestellt wurde. Bis zum 25. September sind 23 Personen infolge einer Erkrankung gestorben, heißt es vonseiten der WHO weiter.

medizinischer Mitarbeiter eines Ebola-Zentrums
Laut der WHO ist die Lage im Kongo unter Kontrolle. (Symbolbild) © IMAGO/Nicholas Kajoba

Ebola-Ausbruch in Uganda - seltene Sudan-Variante festgestellt

Dr. Matshidiso Moeti, Regionaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Afrika sagt dazu: „Die Demokratische Republik Kongo hat ein beeindruckendes Know-how bei der Bekämpfung des Virus aufgebaut und wir können die gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um den Ebola-Ausbruch in Uganda einzudämmen“. In ihrem Statement sagt sie weiter: „Während es noch keinen wirksamen Impfstoff gegen das Sudan-Ebolavirus gibt, ist dies nur ein Mittel. Wir können und haben Ebola mit robuster Kontaktverfolgung, Erkennung, Isolierung von Fällen und guter unterstützender Pflege in den Griff bekommen.“

Für einige Ebola-Viren konnten inzwischen Impfstoffe entwickelt werden, nicht jedoch für die Sudan-Variante. Die Chefin der WHO-Abteilung für Forschung und Entwicklung, Ana Maria Restrepo, erklärt aber, dass derzeit an einem Impfstoff gearbeitet werde. Gleich sechs aussichtsreiche mögliche Impfstoffe befinden sich in verschiedenen Entwicklungsstadien, schreibt der evangelische Pressedienst (epd).

Laut der WHO wurden in Uganda an die 400 Kontaktpersonen identifiziert, die überwacht werden. Nach weiteren Kontaktpersonen wird derzeit gesucht. Hilfe kommt auch von internationalen Experten, die den Einsatz gegen die Verbreitung des Ebola-Virus in Uganda unterstützen.

Das Ebola-Virus ist sehr gefährlich - die Sterberate liegt zwischen 30 und 90 Prozent

Erstmals kam es 1976 im Sudan und dem Kongo zu größeren Ausbrüchen. Da die ersten Fälle in der Nähe des Flusses Ebola auftraten, wurde das Virus nach ihm benannt. Das vom Ebola-Virus ausgelöste Ebola-Fieber ist äußert gefährlich. Die Sterberate liegt zwischen 30 und 90 Prozent, berichtet das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege. Folgende Symptome gehen mit einer Ebola Infektion einher:

Zum bisher größten Ausbruch von Ebola kam es von 2013 bis 2015 in Westafrika. 11.000 Menschen starben laut Angaben des RKI. Bisher kam es zu Ausbrüchen von Ebola nur in Afrika. In Deutschland gibt es noch keinen bekannten aufgetretenen Krankheitsfall, schreibt das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege. (Kilian Bäuml)

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