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Ein ungesunder Lebensstil ist die häufigste Ursache für Diabetes. Doch auch eine Corona-Infektion kann die Zuckerkrankheit auslösen, wie deutsche Forscher jetzt herausfanden.
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Ein ungesunder Lebensstil ist die häufigste Ursache für Diabetes. Doch auch eine Corona-Infektion kann die Zuckerkrankheit auslösen, wie deutsche Forscher jetzt herausfanden.

Zuckerkrank durch Covid-19

Befallen Coronaviren die Bauchspeicheldrüse, kann Diabetes die Folge sein

Covid kann nicht nur die Lunge schwer schädigen. Auch die Bauchspeicheldrüse kann betroffen sein, wie Forscher herausfanden. Mögliche Folge: Diabetes.

Je länger die Corona-Pandemie andauert, desto mehr wird über die möglichen Folgen von Covid-19 bekannt. Dass die Erreger Sars-CoV-2 Atemnot und andere die Lunge betreffende Symptome* auslösen kann, ist bereits seit langem klar. Auch die Auswirkungen auf andere Organe stehen im Fokus der Forschung. In einer aktuellen Veröffentlichung untersuchte ein deutsches Forscherteam, wie sich Covid-19 auf die Bauchspeicheldrüse (medizinisch Pankreas) auswirken kann. Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass Coronaviren bei gravierenden Krankheitsverläufen offenbar auch die Betazellen des Pankreas infizieren können, wie das Ärzteblatt berichtete.

Das könnte das Auftreten diabetesähnlicher Krankheitssymptome bei Corona-Patienten sowie die Verschlechterung des Zuckerstoffwechsels bei an Covid-19 erkrankten Diabetikern erklären, zitiert das Ärzteblatt die beteiligten Wissenschaftler. „Bei Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung gibt es immer wieder Verläufe, bei denen auch die Regula­tion des Blutzuckerspiegels gestört ist“, wird Martin Wagner, kommissarischer Sektionsleiter der Endo­krinologie an der Klinik für Innere Medizin I am Universitätsklinikum Ulm zitiert. Bei schweren Krankheitsverläufen würden häufiger Symptome wie Hyperglykämien oder Ketoazidosen auftreten, die durch stark erhöhte Blutzuckerwerte gekennzeichnet sind.

Lesen Sie auch: Lockdown senkt Corona-Zahlen aber begünstigt zwei lebensbedrohliche Krankheiten: Arzt mit eindringlichem Appell.

Neu aufgetretener Diabetes nach Covid-19: Warum Corona zuckerkrank machen kann

Dem deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) zufolge kann der durch eine Coronavirus-Infektion ausgelöste Schaden an der Bauchspeicheldrüse zu einem Typ-1-Diabetes führen. Das zeige der Fall eines 19-jährigen Mannes, den auch DZD-Forschende untersuchten, heißt es auf den Seiten der DZD. „Aktuelle Studien berichten dazu über Verschlechterungen bekannter Diabeteserkrankungen, aber auch über Fälle von neu aufgetretenem Diabetes nach durchgemachter Covid-19 Erkrankung“, sagt Studienautor Alexander Kleger vom Uniklinikum Ulm und bestätigt so die DZD-Information.

Die am Universitätsklinikum Ulm durchgeführte Studie hatte zudem gezeigt, dass Coronaviren auch im Pankreas-Gewebe bei vier verstorbenen Corona-Patienten nachweisbar waren. „Selbst nachdem in der Lunge keine Virusproteine mehr zu finden waren, konnten diese in der Bauchspei­chel­drüse noch nachgewiesen werden, und dies bei unterschiedlich langen Krankheits­verläufen“, zitiert das Ärzteblatt den Ulmer Pathologen Thomas Barth, der auch an der Studie beteiligt war. Dies deute möglicherweise darauf hin, dass Coronaviren nicht nur andere Organe als die Lunge infizieren können, sondern dass diese Infektionen auch häufiger und andauernder sind als bisher angenommen. (jg) *Fr.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

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Umfrage zum Thema Corona-Pandemie

Weiterlesen: Gegen Typ-2-Diabetes: Auszug aus dieser Frucht soll die Volkskrankheit verhindern können.

Wie man mit erblich bedingten Krankheiten umgeht

Besteht eine familiäre Vorbelastung, werden die Kosten für einen genetischen Test bei Erbkrankheiten von Krankenkassen übernommen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn
Besteht eine familiäre Vorbelastung, werden die Kosten für einen genetischen Test bei Erbkrankheiten von Krankenkassen übernommen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn © Klaus-Dietmar Gabbert
Oft spielen auch Umwelteinflüsse und die Lebensführung eine wichtige Rolle. Foto: Angelika Warmuth/dpa-tmn
Oft spielen auch Umwelteinflüsse und die Lebensführung eine wichtige Rolle. Foto: Angelika Warmuth/dpa-tmn © Angelika Warmuth
Tritt eine bestimmte Krebsform in zwei aufeinanderfolgenden Generationen auf, besteht ein hohes familiäres Risiko. Foto: Jan-Peter Kasper/dpa-Zentralbild
Tritt eine bestimmte Krebsform in zwei aufeinanderfolgenden Generationen auf, besteht ein hohes familiäres Risiko. Foto: Jan-Peter Kasper/dpa-Zentralbild © Jan-Peter Kasper
Prof. André Fischer arbeitet am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Göttingen. Foto: Frank Stefan Kimmel/UMG/dpa-tmn
Prof. André Fischer arbeitet am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Göttingen. Foto: Frank Stefan Kimmel/UMG/dpa-tmn © Frank Stefan Kimmel
Prof. Peter Lichter ist Leiter der Abteilung Molekulare Genetik am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Foto: Tobias Schwerdt/DKFZ/dpa-tmn
Prof. Peter Lichter ist Leiter der Abteilung Molekulare Genetik am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Foto: Tobias Schwerdt/DKFZ/dpa-tmn © Tobias Schwerdt

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