Die Art der Ernährung kann Depressionen beeinflussen.
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Die Art der Ernährung kann Depressionen beeinflussen.

Entzündungshemmende

Depression: Diese Lebensmittel sollte man vermeiden

  • Ares Abasi
    VonAres Abasi
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Depressionen sind tückisch. Betroffene haben Schwierigkeiten, ihren Alltag zu bewältigen. Die richtige Ernährung kann jedoch die Symptome lindern.

Frankfurt – Bei Depressionen fällt es immer schwerer, den Alltag wie früher zu bewältigen. Dadurch geraten auch Essen und Trinken oft aus dem Takt. Mit Depression verändert sich somit auch der Appetit: Manche Betroffene essen kaum noch etwas und nehmen ab – andere versuchen, durch Essen Trost zu erfahren, oft mit Süßigkeiten, was eine zuckerbedingte Heißhunger-Spirale bewirken kann. Depressive Menschen haben oft gemeinsam, dass ihnen der Antrieb und die Kraft fehlen, regelmäßig ihre Mahlzeiten einzunehmen und sich ausgewogen zu ernähren. Infolgedessen fehlen dem Körper wichtige Nährstoffe, das berichtet Ndr.

Da eine zugrunde liegende Entzündung häufig eine Rolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Depressionen spielt, hat eine entzündungshemmende, zuckerarme Ernährung eine unterstützende Wirkung auf die Erkrankung. Gewisse Lebensmittel sollten Betroffene hingegen unbedingt vermeiden.

Depressionen: Ernährung ist ein zusätzlicher Behandlungsansatz

Laut den Scientific Reports aus dem Jahr 2017 fanden Londoner Forschende heraus, dass Menschen, die verarbeitete Lebensmittel wie gesüßte Desserts, frittierte Speisen und verarbeitetes Fleisch zu sich nahmen, eher zu Depressionen neigen als Menschen, die sich überwiegend von unverarbeiteten, vollwertigen Lebensmitteln ernährten.

Forschende gehen davon aus, dass es einen Zusammenhang zwischen Depressionen und Entzündungen im Körper gibt. Die Entzündungen werden durch Inhaltsstoffe, die häufig in großen Mengen in Fast-Food-Gerichten enthalten sind, wie künstliche Transfette, raffinierte Kohlenhydrate, Natrium und Zucker, noch verstärkt, berichtet die Seite Psych Central.

Diese Lebensmittel bei Depressionen unbedingt vermeiden

Auch Alkohol kann Depressionen fördern: Viele Menschen genießen ein oder zwei Gläser Wein, um ihre Stimmung zu heben, und das ist auch nicht verwunderlich, denn Alkohol fördert die Ausschüttung von Dopamin und Endorphin in unserem Gehirn. Bei Menschen mit Depressionen könnte der Alkoholkonsum jedoch den gegenteiligen Effekt haben, denn Fachleuten zufolge kann ein höherer Alkoholkonsum zu einer Verstärkung der Symptome führen. Andreas Hagemann, Ärztlicher Direktor der Röher Parkklinik in Eschweiler erklärt hierzu gegenüber dem Portal Aponet: „Der Speicher positiver Botenstoffe (beispielsweise Dopamin und Endorphin) im Gehirn muss sich, vereinfacht ausgedrückt, erst einmal wieder auffüllen“.

Außerdem senke Alkohol die Schlafqualität, erklärt der Experte. „Statt ausgeruht und fit starte ich mit einem Defizit in den Tag und leiste einer psychischen Erkrankung Vorschub“, erklärt der Facharzt.

Depressionen: Raffinierten Weizen und Zucker vermeiden

Entgegen dem, was manche Diätpläne suggerieren, ist gegen den Verzehr von Körnern wie Reis und Weizen im Allgemeinen nichts einzuwenden. Wie Psych Central mitteilt, seien jedoch raffinierte Weizenprodukte die Übeltäter: Bei der Verarbeitung zu raffiniertem Getreide (z. B. wenn aus braunem Reis weißer Reis wird) geht ein Großteil der nützlichen Nährstoffe verloren. Diese seien für eine gesunde Psyche essenziell. Auch warnen Wissenschaftler:innen seit langem vor den Gefahren eines zu hohen Salzkonsums, insbesondere vor den negativen Auswirkungen auf den Blutdruck und die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Aber Herzkrankheiten sind nicht nur physischer Natur. Sie werden auch mit einem größeren Risiko für psychische Probleme in Verbindung gebracht, so Psych Central.

Raffinierter Zucker wirkt sich ebenfalls negativ auf eine Reihe von körperlichen Erkrankungen aus, von Diabetes und Herzkrankheiten bis hin zu Fettleibigkeit und einigen Krebsarten. Ein hoher Zuckerkonsum kann aber auch das psychische Wohlbefinden beeinträchtigen. Gleiches gilt für künstliche Süßstoffe: Wenn Sie versuchen, raffinierten Zucker einzusparen, sind künstliche Süßstoffe vielleicht die bessere Wahl. Wie Psych Central berichtet, können diese jedoch auch zu einer Reihe von Gesundheitsproblemen beitragen, einschließlich Depressionen.

Depressionen: Vorsicht bei Energy-Drinks und verarbeitetem Fleisch

Energy-Drinks sind ein weiterer schneller und einfacher Muntermacher, den viele Menschen nach einem schlechten Schlaf oder einer anstrengenden Trainingseinheit zu sich nehmen. Allerdings haben Energy-Drinks aufgrund ihres Koffein- und Zuckergehalts erhebliche Auswirkungen auf unsere körperliche Gesundheit, die sich auch auf unsere geistige Verfassung auswirken können. Zudem kann der hohe Koffein-Gehalt wiederum den Schlaf beeinträchtigen.

Diese Lebensmittel sollten bei Depression gemieden werden
Fast Food
Alkohol
Raffinierter Weizen (weißer Reis, Toastbrot)
Zucker (Süßgetränke, Eiscreme, Schokoriegel)
Süßstoffe
Energy-Drinks
Salz
Verarbeitetes Fleisch (Wurst, Aufschnitte)

Auch bei verarbeitetem Fleisch ist Vorsicht geboten: Viele Grundnahrungsmittel für Grillpartys, Picknicks und schnelle Mahlzeiten wie Würstchen, Schinkenscheiben, Corned Beef und Dörrfleisch gehören zu diesen Fleischsorten. Sie lassen sich zwar leicht zubereiten und in die Mahlzeiten integrieren, wenn man keine Lust zum Kochen hat, aber diese Zutaten können Depressionen fördern, so Psych Central. (Ares Abasi)

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