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Depression und kein Therapieplatz in Sicht? Stiftung Warentest prüft Online-Selbsthilfe-Programme

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Von: Juliane Gutmann

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16 bis 20 von 100 Menschen erkranken irgendwann in ihrem Leben mindestens einmal an einer Depression, so das Bundesministerium für Gesundheit.
16 bis 20 von 100 Menschen erkranken irgendwann in ihrem Leben mindestens einmal an einer Depression, so das Bundesministerium für Gesundheit. © Rüdiger Wölk/www.imago-images.de

Die Depression zählt zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Verschiedene Online-Therapie-Programme versprechen Linderung, doch sinnvoll sind nicht alle Angebote.

Schätzungsweise 16 bis 20 von 100 Menschen erkranken irgendwann in ihrem Leben mindestens einmal an einer Depression oder einer chronisch depressiven Verstimmung (Dysthymie), informiert das Bundesministerium für Gesundheit. Eine Ursache gibt es der Deutschen Depressionshilfe zufolge nicht: Meist seien es mehrere Faktoren, die eine Depression zur Folge haben. Dazu zählen etwa erbliche Veranlagung, hormonelles Ungleichgewicht und frühere traumatische Ereignisse. Doch Depressionen können gut behandelt werden. Der/die behandelnde Arzt/Ärztin oder Psychotherapeut/in wird entscheiden, welche Therapie zum Einsatz kommt: Medikamente und/oder Verhaltens- oder Psychotherapie.

Jedoch übersteigt die Nachfrage das Angebot, was die Therapieplätze anbelangt. So haben Psychotherapeuten oftmals lange Wartelisten. Online-Therapie verspricht Hilfe im Akutfall. Zur Überbrückung kann diese auch Sinn ergeben, wie die Stiftung Warentest als größte deutsche Verbraucherorganisation informiert. Acht Online-Selbst­hilfe-Programme wurden von Fach­gutachtern/Fachgutachterinnen auf deren Tauglichkeit geprüft. Dabei stand Konzept, Studienlage zur Wirk­samkeit und Daten­schutz im Fokus. 24vita.de* gibt Hinweise, um erst gar nicht in eine Depression zu rutschen.

Online-Selbst­hilfe-Programme bei Depression: Vier „empfehlenswert“

Eines schickt Stiftung Warentest vorweg: Bei einer schweren Depression eignet sich die Online-Selbsthilfe nicht. Wenn eine Depression mit Selbstmordgedanken einhergeht, muss sofort die nächstgelegene psychiatrische Klinik oder der Notarzt kontaktiert werden, so die Deutsche Depressionshilfe. Auch eine genaue Diagnose könne nur durch ein persönliches Gespräch mit einem/r appro­bierten Psycho­therapeuten/Psychotherapeutin oder Psychiater/Psychiaterin vor Ort gestellt werden.

Geeignet sei die Online-Psychotherapie bei Depression vor allem dann, wenn die Zeit bis zum festen Therapieplatz überbrückt werden muss. Auch ergänzend zu einer regulären Therapie kann sie in Absprache mit dem/der behandelnden Fachmann/Fachfrau sinnvoll sein. Je nach Programm kann der Aufbau variieren. Schriftliche Fragebögen, Videos und Übungsanleitungen sind oftmals Bestandteil der Selbsthilfe-Programme, heißt es vonseiten Stiftung Warentest.

Online-Selbst­hilfe-Programme bei Depression: Die Testsieger im Überblick

Vor allem drei getestete Online-Selbsthilfe-Programme überzeugen im Test. Unter anderem, weil ihr therapeutisches Potenzial als „hoch“ eingestuft wird. Es handelt sich um folgende Angebote:

Mehrere Krankenkassen übernehmen die Kosten für oben genannte Programme. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse über die Möglichkeit einer Teil- oder Vollübernahme der Kosten. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA (jg)

Alle Testergebnisse

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