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Demenz-Risiko verringern: Diese sieben Lebensmittel sollten Sie essen

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Von: Karolin Schäfer

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Ein gesunder Lebensstil kann die Lebenserwartungen erhöhen und Demenz vorbeugen.
Ein gesunder Lebensstil kann die Lebenserwartungen erhöhen und Demenz vorbeugen. © Jens Kalaene/dpa

Immer mehr Menschen erkranken an Demenz. Dabei kann eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil einer Erkrankung vorbeugen.

Frankfurt – Wenn Erinnerungen verblassen und alltägliche Dinge schwerfallen, können das erste Anzeichen für eine Demenz-Erkrankung sein. Bis Ende des vergangenen Jahres 2021 lebten in Deutschland etwa 1,8 Millionen mit Demenz, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Dabei ist Vorbeugung der beste Schutz. Dies lässt sich beispielsweise durch eine gesunde, ausgewogene Lebensweise und Ernährung erzielen. Eine Studie von US-amerikanischen Forschenden zeigte nun den Einflusses von Lebensstilfaktoren auf die Lebenserwartung mit und ohne Alzheimer-Demenz.

Demenz-Erkrankung: Risikofaktoren geben Aufschluss über Risiko

Für die Untersuchung wurden 2449 Männer und Frauen ab 65 Jahren zwischen 1993 und 2012 beobachtet. Im Untersuchungszeitraum konnte bei 2110 Probanden eine Demenz-Erkrankung ausgeschlossen werden, 339 Personen erkrankten an Alzheimer. Für die US-Studie wurden fünf Lebensstilfaktoren entwickelt, anhand dessen man Risikofaktoren für einzelne Personengruppen erkennen konnte:

Demenz-Risiko: Frauen mit gesundem Lebensstil haben längere Lebenserwartung

Für jede Kategorie konnten die Teilnehmenden einen Punkt erhalten. Bei einem gesunden Lebensstil erhielten die Probanden also fünf Punkte. Je ungesünder der Lebensstil war, desto weniger Punkte gab es. Der Punkte-Score wurde alle zehn Jahre neu bewertet. Auch Faktoren wie Geschlecht, Bildung und Vorerkrankungen wurden berücksichtigt. Mithilfe des Punktesystems wurde dann die Lebenserwartungen der Probanden mit und ohne Demenz ermittelt.

Das Ergebnis deutete an, dass Frauen im Alter von 65 Jahren mit vier oder fünf Punkten eine Lebenserwartung von rund 24 Jahren hatten. Frauen mit null oder einem Punkt lebten 3,1 Jahre weniger. Frauen mit einem gesunden Lebensstil, die eine Demenz-Erkrankung entwickelten, lebten durchschnittlich 2,6 Jahre mit der Krankheit, wobei Frauen mit einem ungesunden Lebensstil 4,1 Jahre mit Demenz lebten.

Demenz: Auch Männer mit gesundem Lebensstil leben länger

Bei Männern zeigten sich bei den unterschiedlichen Lebensstilen noch größere Unterschiede. Männer mit gesundem Lebensstil im Alter von 65 Jahren, mit vier oder fünf Punkten, hatten eine noch durchschnittliche Lebenserwartung von etwa 23 Jahren, das waren etwa 5,7 Jahre mehr als Männer mit einem ungesunden Lebensstil. Ungesund lebende Männer im selben Alter lebten im Schnitt 2,1 Jahre der verbleibenden Lebensjahre mit Demenz. Männer, die gesund lebten, verbrachten lediglich 1,4 Jahre mit der Erkrankung.

„Ein gesunder Lebensstil war bei Männern und Frauen mit einer längeren Lebenserwartung und einem größeren Anteil der verbleibenden Jahre ohne Alzheimer-Demenz verbunden“, schrieben die Forschenden in ihrem Bericht. Demnach kann also auch eine gesunde, ausgewogene Ernährung bei der Vorbeugung von Alzheimer helfen. Schon zuvor identifizierten Studien Risikofaktoren, die das Demenz-Risiko erhöhen können.

Demenz-Risiko: Gesunde Ernährung schützt vor Erkrankung

Einer Studie der American Academy of Neurology zufolge könnten Menschen ihr Risiko, an Demenz zu erkranken, durch eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse senken. Das könne durch eine hohe Konzentration dreier bestimmter Antioxidantien im Blut geschehen: Lutein, Zeaxanthin und Beta-Cryptoxanthin. Diese schützen die Zellen und Gefäße im Körper und damit auch im Gehirn. Während eines Forschungszeitraums von 16 Jahren beobachteten Wissenschaftler:innen 7283 Probanden, die zu Beginn der Studie mindestens 45 Jahre alt waren.

Die Forschenden prüften, wer von den Probanden an Demenz erkrankte und verglichen zugleich die Konzentration der Antioxidantien im Blut. Das Ergebnis der Untersuchung legte nahe, dass Menschen mit einem hohen Anteil der drei Antioxidantien seltener eine Demenz-Erkrankung entwickelten, als Menschen mit geringerer Menge.

Auch wenn der Körper einige Antioxidantien selbst produziert, ist es wichtig, bestimmte Nährstoffe über die Nahrung aufzunehmen. In diesen Lebensmitteln sind Lutein, Zeaxanthin und Beta-Cryptoxanthin enthalten:

(kas)

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