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Beamte der Bundespolizei am Flughafen kontrollieren Reisende aus Sankt Petersburg (Russland), einem Virusvariantengebiet. Wegen der starken Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus sind Portugal und Russland seit Dienstag um Mitternacht als Virusvariantengebiete eingestuft, was strikte Quarantäneregeln für Einreisende zur Folge hat. (Archivbild vom 2. Juli 2021)
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Beamte der Bundespolizei am Flughafen kontrollieren Reisende aus Sankt Petersburg (Russland), einem Virusvariantengebiet. Wegen der starken Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus sind Portugal und Russland seit Dienstag um Mitternacht als Virusvariantengebiete eingestuft, was strikte Quarantäneregeln für Einreisende zur Folge hat. (Archivbild vom 2. Juli 2021)

Höhere Sterblichkeit?

Delta in Deutschland: Ohne Impfung verdoppelt sich das Risiko schwerer Corona-Verläufe

Die Delta-Variante des Coronavirus verbreitet sich aktuell weltweit. Wie gut die Impfungen gegen die Virusvariante wirken, erfahren Sie hier.

In Großbritannien stecken sich die meisten neu mit Corona Infizierten mit der Delta-Variante an. Auch in anderen Ländern greift die Mutation um sich, die erstmals im Oktober 2020 in Indien nachgewiesen wurde. Wie die Deutsche Welle als Auslandsrundfunk Deutschlands informiert, sind im Juni 2021 rund 91 Prozent der Neuinfektionen in Großbritannien auf die Delta-Variante zurückzuführen, auch B.1.617.2 genannt. In Österreich waren es 37 Prozent, in Deutschland 12,4 Prozent – Tendenz steigend. Ursache dafür ist, dass Delta zu den hochansteckenden Virusvarianten zählt. Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde sie im Mai als „variant of concern“, also als besorgniserregende Variante eingestuft. Doch was bedeutet das in Hinblick auf die Tödlichkeit, die von Delta ausgeht?

Bisher gibt es der Deutschen Welle zufolge zwar nur wenige wissenschaftliche Daten darüber, ob die Delta-Variante mehr Todesfälle hervorruft als andere Corona-Varianten. Informationen der britischen Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) zufolge würde die Datenlage aktuell allerdings darauf hindeuten, dass eine Ansteckung mit der Delta-Variante häufiger einen Klinikaufenthalt nach sich zieht. Das Risiko sei sogar doppelt so hoch wie nach einer Infektion mit der „britischen“ Corona-Mutation B.1.1.7, so die Ergebnisse, die im Fachmagazin The Lancet veröffentlicht wurden.

Die Delta-Variante breitet sich in vielen Ländern Europas aus. Infolge kommt es zu Reise-Einschränkungen. So zählen aktuell neben Indien und Großbritannien auch Portugal und Russland zu den sogenannten Virusvariantengebieten. (Stand 30. Juni)

Vollständige Impfung schützt vor der Corona-Delta-Variante

Insgesamt kam es allerdings zu verhältnismäßig wenig Toten durch Delta, wie das PHE weiter informiert: Bis zum 21. Juni 2021 waren 117 von 92.056 mit Delta infizierten Corona-Patienten verstorben. Das entspreche einer Fallsterblichkeit von 0,1 Prozent, so Public Health England. Zum Vergleich: Die Fallsterblichkeit bei B.1.1.7 liegt bei 1,9 Prozent. Die geringe Delta-Sterblichkeitsrate wird vor allem darauf zurückgeführt, dass in Großbritannien ein Großteil der Bevölkerung bereits vollständig gegen Covid geimpft ist.

Egal ob mRNA- oder Vektorimpfstoffe: Beide schützen vor schweren Corona-Verläufen, auch in Hinblick auf die Delta-Variante. Allerdings sei der Deutschen Welle zufolge die Schutzwirkung hier geringer. Ergebnisse einer PHE-Studie hätten gezeigt, dass der Biontech-Impfstoff nach der Zweitimpfung bis zu 96 Prozent vor schweren Delta-Verläufen schützt. Das Astrazeneca-Präparat entfalte dagegen nach der ersten Spritze eine 71-prozentige Schutzwirkung, die nach der zweiten Impfung auf 92 Prozent ansteigt. (jg)

Mehr Quellen: https://www.dw.com/de/faktencheck

Weiterlesen: Biontech testet mRNA-Krebsimpfstoff an Patienten mit fortgeschrittenem Krebs: Erste Studie zeigt Erfolg

Der lebensrettende Pieks: Diese Risikogruppen sollten sich gegen Grippe impfen lassen

Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin gibt Empfehlungen ab, welche Menschen sich impfen lassen sollten. Gehören Sie auch zur Risikogruppe? (Stand: Juli 2013) © dpa
Das Immunsystem älterer Menschen reagiert zwar weniger stark auf die Impfung, dennoch empfehlen die Experten das Serum. Im Falle einer Erkrankung fallen die Symptome schwächer aus. Da für Menschen über 60 Jahre ein erhöhtes Risiko für schwere oder gar tödliche Komplikationen besteht, ist die Impfung dringend angebracht. © dpa
Wie bei älteren Menschen besteht auch bei Schwangeren ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Daher raten die Gesundheitsexperten auch werdenden Müttern ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel zur Impfung. Schwangere, die bereits an einer Grunderkrankung leiden, können sich nach Absprache mit dem Arzt auch schon früher pieksen lassen. © dpa
Erwachsene und Kinder, die an einer chronischen Erkrankung wie beispielsweise Asthma leiden, gehören ebenfalls zu den Risikogruppen. © fkn, Mundipharma
Auch Menschen mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Bluthochdruck wird die Grippe-Impfung nahe gelegt. © dpa
Kinder dürfen frühestens ab einem Alter von sechs Monaten gegen die Grippe geimpft werden. © dpa
Wer an chronischen Stoffwechsel-Erkrankungen wie Zucker (Diabetes Mellitus), an chronischen Nierenerkrankungen, Blutarmut (Anämie), an angeborenen oder erworbenen Immunstörungen wie Abwehrschwäche nach Organtransplantationen, bei Chemotherapien oder HIV-Infektionen leidet, sollte sich die Grippe-Impfung nicht entgehen lassen. © dpa
Ebenso Menschen mit chronisch neurologischen Krankheiten wie beispielsweise Multipler Sklerose gehören zu den Risikogruppen. © dpa
Mitarbeiter in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Arztpraxen oder Angestellte in Einrichtungen mit erhöhtem Publikumsverkehr laufen Gefahr, durch ihre Arbeit sich selbst oder andere anzustecken - die Grippe-Impfung ist daher eigentlich Pflicht. © dpa
Die Bewohner von Pflege- und Altenheimen sind ebenfalls besonders gefährdet. © dpa
Urlauber ab 60 Jahren oder chronisch Kranke, die verreisen wollen, sollten sich spätestens zwei Wochen vor der Abreise pieksen lassen. © dpa
Menschen, die häufig mit Geflügel, auch mit Wildvögeln in Berührung kommen, zählen auch als Risikogruppe. © dpa
NICHT impfen lassen dürfen sich Menschen, die allergisch reagieren auf Hühnereiweiß. Der Impfstoff wird in Hühnereiern gezüchtet. Wer aktuell unter Fieber leidet, sollte mit der Imfpung warten, bis die Erkrankung abgeklungen ist.
Die meisten Krankenkassen in Deutschland übernehmen freiwillig die Kosten für die saisonale Grippeimpfung. Über-60-Jährige und chronisch Kranke müssen in der Regel nichts bezahlen. © dpa

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