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Akute Darmentzündung: Bei diesen Symptomen sollten Sie reagieren

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Von: Nail Akkoyun

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Eine Divertikulitis kann heftige Bauchbeschwerden und eine Darmentzündung auslösen.
Eine Divertikulitis kann heftige Bauchbeschwerden und eine Darmentzündung auslösen. (Symbolfoto) © Jochen Tack/Imago

Oft sind sie harmlos, doch neben Schmerzen und weiteren Beschwerden können sie auch gefährliche Darmentzündungen hervorrufen: Divertikel.

Frankfurt – Menschen, die regelmäßig mit Verdauungsproblemen und Magen-Darm-Schmerzen zu kämpfen haben, sehen sich einer Vielzahl möglicher Ursachen ausgesetzt. Eine Möglichkeit: Divertikulitis. Beschrieben wird die Darmkrankheit von dem Medizinhandbuch MSD Manual als „eine Entzündung von einer oder mehreren ballonartigen Ausstülpungen“.

Den Fachleuten zufolge treten Divertikel meist im Dickdarm auf, wenn die „dicke muskulöse Mittelschicht des Darms“ beschädigt ist. Ist dies der Fall, stülpen sich die dünnen, inneren Schichten des Darms über die beschädigten Stellen und bilden einen kleinen „Ballon“. Häufig sind Divertikel harmlos, können aber dennoch zu Darmbeschwerden und Schmerzen führen. Eine mögliche Divertikulitis sollte daher schnell abgeklärt und gegebenenfalls entsprechend behandelt werden – denn breitet sich die Entzündung erst einmal aus, drohen ernste Folgen.

FormBeschreibung
DivertikelDivertikel vorhanden, bilden aber keine Beschwerden
DivertikelkrankheitDivertikel führen zu Schmerzen und Komplikationen
DivertikulitisDivertikel bereiten Schmerzen und sind entzündet

Divertikel können zur Darmentzündung führen: Das sind die Symptome

Eine Divertikulitis äußert sich zumeist durch Schmerzen im linken Unterbauch, seltener auch im rechten, wie gesundheitsinformation.de berichtet. Darüber hinaus können Patientinnen und Patienten unter Blähungen, Verstopfung sowie Durchfall leiden. Da die Divertikel manchmal auch bluten, kann die Darmentzündung ebenso Sorgen vor einer Krebs-Erkrankung hervorrufen. Größtenteils unterscheiden sich die Symptome einer Divertikulitis und einer Darmkrebs-Erkrankung jedoch.

Im Falle einer Divertikelentzündung treten laut dem Gesundheitsportal neben dumpfen Schmerzen im Unterbauch auch leichte Fieberschübe auf. Während Übelkeit in einigen Fällen auftreten könne, sei das Erbrechen eher selten. Ein Warnsignal sei, dass sich die Bauchmuskulatur reflexartig anspannt, sobald auf den Bauch gedrückt wird. Zudem werde der Schmerz oft stärker, wenn die Hand rasch vom Bauch genommen wird.

Das Universitätsspital Zürich nennt folgende Symptome als Warnzeichen für eine Darmentzündung beziehungsweise Divertikulitis:

Folgen einer Darmentzündung: Divertikel können schlimmstenfalls zu Darmdurchbruch führen

Wenn sich aus den Divertikeln eine Divertikulitis entwickelt, entzünden sich die Ausstülpungen im Darm, was die Ansiedlung von Bakterien begünstigt. Weiter kann sich Eiter in der Darmwand ansammeln. Dem Bericht des Universitätsspitals zufolge kann sich die Entzündung auf benachbartes Gewebe sowie weitere Organe ausbreiten, insbesondere auf den Dünndarm oder auch die Harnblase.

„Am meisten gefürchtet ist der Durchbruch der Divertikel. Dann ergießt sich deren Inhalt samt Bakterien und Eiter in die Bauchhöhle, was lebensgefährlich ist“, heißt es weiter. Außerdem kann es im Falle von Vernarbungen zu einem Darmverschluss kommen.

Gesunder Darm: Divertikel lassen sich nicht komplett vorbeugen

Was genau für die Entstehung von Divertikeln und eine damit verbundene Darmentzündung sorgt, ist noch nicht vollständig geklärt. Forschende gehen allerdings davon aus, dass die Entstehung von Divertikeln auch erblich bedingt ist. Das Universitätsspital Zürich listet folgende Risikofaktoren auf:

Darmentzündung anhand der Symptome erkennen: Kann die Ernährung vorbeugend wirken?

Fachleute empfehlen eine ballaststoffreiche Ernährung sowie körperliche Bewegung. Darüber hinaus wird in manchen Ernährungsempfehlungen von bestimmten Nahrungsmitteln, wie etwa von Nüssen, Körnern und Mais, abgeraten – ob dies wirklich die Entstehung von Divertikeln beeinflusst, gilt als umstritten. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, Sport und ein Rauchstopp sich positiv auf die Verdauung und den Darm auswirken. (nak)

Hinweis der Redaktion

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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