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Zwei pflegebedürftige Damen sitzen im Garten des beschützenden Bereichs der Münchenstift GmbH. Auch eine typische Alterskrankheit erhöht das Risiko für schwere Corona-Verläufe enorm.
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Zwei pflegebedürftige Damen sitzen im Garten des beschützenden Bereichs der Münchenstift GmbH. Auch eine typische Alterskrankheit erhöht das Risiko für schwere Corona-Verläufe enorm.

Auch altersunabhängige Risikofaktoren

Vor allem drei Krankheiten steigern Forschern zufolge die Gefahr, schwer an Corona zu erkranken – unabhängig vom Alter

Drei Krankheiten wirken sich besonders ungünstig auf die Corona-Prognose aus, wie eine Analyse zeigt. Vor allem eine Blutkrankheit gilt als Hauptrisikofaktor.

Je mehr Vorerkrankungen und je schlechter das Immunsystem, desto höher das Risiko von schweren Krankheitsverläufen. Diese Erkenntnis ist nicht neu und konnte auch in Hinblick auf Covid-19 bestätigt werden. Eine Datenanalyse, die das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht hat, zeigt jetzt, welche Patienten:innen besonders häufig von schweren Corona-Verläufen betroffen sind. Die Veröffentlichung mit dem Titel „Hierarchisierung von Risikofaktoren für schwere Covid-19-Erkrankungsverläufe im Kontext der Covid-19-Schutzimpfungen“ basiert auf den Gesundheitsdaten von 30 Millionen gesetzlich versicherten Bürgern:innen.

Rund 94.000 der 30 Millionen Menschen hatten sich mit Covid-19 angesteckt. Davon erlitten besonders Patienten:innen mit folgenden Vorerkrankungen schwere Krankheitsverläufe, wie aus der Auswertung hervorgeht:

  • Krebserkrankungen, vor allem Leukämie
  • Demenz
  • Herzinsuffizienz
Nicht nur das Alter, auch diverse Krankheiten erhöhen das Risiko für schwere Covid-Verläufe immens. Eine RKI-Untersuchung sieht vor allem für einen Risikogruppe eine Impfung als dringend empfehlenswert an.

Krebs erhöht Risiko für schwere Corona-Verläufe: RKI-Empfehlung zur Impfpriorisierung

„Mit einem Anteil schwerer Covid-19-Verläufe von 31,5 Prozent bildeten aktuell in Behandlung befindliche Personen mit hämatoonkologischen Erkrankungen die bedeutendste Risikogruppe“, heißt es in der RKI-Veröffentlichung. Diese Risikogruppe würde am meisten von einer Corona-Schutzimpfung profitieren, heißt es weiter. Zu den hämatoonkologischen Erkrankungen zählen etwa Blutkrebs (Leukämie), aber auch bösartige Tumoren wie Brustkrebs oder Lungenkrebs. Allgemein spricht man bei dem Begriff Hämatoonkologie von einen Teilbereich der Medizin, der sich mit gut- und bösartigen Erkrankungen des Blutes, bösartigen Erkrankungen der Lymphknoten und des lymphatischen Systems sowie bösartigen Tumoren befasst, wie das Portal Internisten im Netz informiert. Krebs gilt als eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. So starben im Jahr 2019 rund 231.000 Menschen an den Folgen einer Krebserkrankung, wie das Statistische Bundesamt informiert. Damit war Krebs die Ursache für ein Viertel aller Todesfälle.

Auch Menschen mit Demenz wie Alzheimer und Herzinsuffizienz-Patienten:innen zählen der RKI-Erhebung zufolge zu den am meisten von Corona bedrohten Personengruppen.

Des weiteren führen die Studienleiter folgende Risikofaktoren auf, die einen schweren Corona-Verlauf begünstigen:

  • Alter zwischen 75 und 79 Jahre
  • Dialyse-Behandlung
  • chronische Lebererkrankungen mit Zirrhose
  • Down-Syndrom
  • chronische Nierenerkrankungen

Zur Analyse

Weiterlesen: Corona-Impfung beim Hausarzt: So einfach melden Sie sich an.

Wenn Kinderkrankheiten Erwachsene erwischen

Steckt sich ein Erwachsener mit einer Kinderkrankheit wie Keuchhusten an, leidet er darunter meist viel stärker als betroffene Kinder. Foto: Christin Klose
Steckt sich ein Erwachsener mit einer Kinderkrankheit wie Keuchhusten an, leidet er darunter meist viel stärker als betroffene Kinder. Foto: Christin Klose © Christin Klose
Gegen viele Kinderkrankheiten kann man sich impfen lassen. Das ist auch im Erwachsenenalter noch sinnvoll. Foto: Tim Brakemeier
Gegen viele Kinderkrankheiten kann man sich impfen lassen. Das ist auch im Erwachsenenalter noch sinnvoll. Foto: Tim Brakemeier © Tim Brakemeier
Prof. Dr. Erika Baum ist Präsidentin der Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Foto: Philipps-Universität Marburg
Prof. Dr. Erika Baum ist Präsidentin der Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Foto: Philipps-Universität Marburg © Philipps-Universität Marburg
Dr. Jana Husemann ist Vorstandsmitglied im Hausärzteverband Hamburg. Foto: Lopata/axentis.de
Dr. Jana Husemann ist Vorstandsmitglied im Hausärzteverband Hamburg. Foto: Lopata/axentis.de © Lopata
Prof. Dr. Bernd Salzberger ist Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie sowie Leiter der Infektiologie am Universitätsklinikum Regensburg. Foto: Universitätsklinikum Regensburg
Prof. Dr. Bernd Salzberger ist Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie sowie Leiter der Infektiologie am Universitätsklinikum Regensburg. Foto: Universitätsklinikum Regensburg © Universitätsklinikum Regensburg

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