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Neue Omikron-Variante BQ.1 breitet sich aus – Was man wissen sollte

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Von: Alina Schröder

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Omikron ist weiterhin die dominierende Corona-Variante auf der Welt. Nun breitet sich die Sublinie BQ.1 rasant aus – was hat es damit auf sich?

Frankfurt – Eine neue Omikron-Sublinie ist derzeit weltweit auf dem Vormarsch: BQ.1 hat laut Robert Koch-Institut (RKI) inzwischen auch Deutschland erreicht und sorgt mit Blick auf den kommenden Winter für Beunruhigung bei Forschenden. Modellierungen zufolge könnte sie Anfang 2023 schon 80 Prozent der Covid-19-Fälle ausmachen, heißt es in einer Mitteilung des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle (ECDC). Doch wie gefährlich ist die neue Variante wirklich?

Omikron ist seit Ende 2021 der dominante Corona-Subtyp in der Pandemie und wird es wohl auch erstmal bleiben. Dieser mutiert schließlich immer weiter, was neue Sublinien zum Vorschein bringt. Neben BQ.1 gibt es daher auch inzwischen dessen Abkömmling BQ.1.1. „BQ.1 und BQ.1.1 leiten sich von der BA.5-Linie BE.1.1 ab und zeichnen sich durch zusätzliche Aminosäureaustausche im Spike-Protein aus“, schreibt das RKI in seinem Wochenbericht vom 20. Oktober.

Omikron-SublinieBQ.1 und BQ.1.1
abgeleitet vonBA.5 und BA.1.1
BesonderheitMutationen im Spike-Protein
FolgeSchnellere Übertragung

Corona-Pandemie: Omikron-Sublinie BQ.1 verbreitet sich rasant

BQ.1 wird daher besonders scharf beobachtet, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) informiert. Zwar würden noch konkrete Studien fehlen, die etwas über den Schweregrad und die Immunflucht aussagen, „doch zeigt BQ.1 in vielen Bereichen, darunter auch in Europa und den USA, einen deutlichen Wachstumsvorteil gegenüber anderen zirkulierenden Omikron-Sublinien“, heißt es in einer offiziellen Mitteilung.

Daher sei es wahrscheinlich, dass diese das Risiko sich mit Corona zu reinfizieren nochmals erhöht. Impfungen seien aus diesem Grund nach wie vor immens wichtig: „Nach derzeitigem Kenntnisstand könnte der Schutz vor einer Infektion durch Impfstoffe verringert werden, doch sind keine größeren Auswirkungen auf den Schutz vor schweren Erkrankungen zu erwarten“, informiert die WHO.

Neue Corona-Sublinie: „Mehr Menschen könnten sich infizieren“ – So gefährlich ist BQ.1

Eine Studie der Universität Peking beschäftigte sich damit, wie die aktuellen Impfstoffe gegen BQ.1 wirken. Die Ergebnisse wurden auf der Plattform Biorxiv veröffentlicht. Das Team um Dr. Yunlong Cao untersuchte dreifach geimpfte Personen, die bereits einen Omikron-Impfdurchbruch mit BA.1, BA.2 oder BA.5 durchgemacht hatten. In Tests erkannten sie, dass BQ.1 gegen Antikörper resistenter ist, als vorherige Omikron-Varianten. Somit sei es möglich, dass die Sublinie die Immunreaktion herabsetzt.

Die Omikron-Sublinie ist auf dem Vormarsch – doch wie gefährlich ist sie wirklich?
Die Omikron-Sublinie ist auf dem Vormarsch – doch wie gefährlich ist sie wirklich? © Imago

Ein Experte sieht aber noch keinen Grund zur Sorge. „Mehr Menschen könnten sich wieder infizieren, aber wie bei den früheren Omikron-Wellen sollte es nicht zu einer erhöhten Krankheitsschwere kommen“, sagte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Auch wenn BQ.1.1 eine gewisse Immunflucht hat, es kann der Immunität nie ganz entkommen.“ Eine Corona-Studie zeigt derweil, wie lange Omikron-Infizierte überhaupt ansteckend sind.

Corona-Lage: WHO will Omikron-Sublinie BQ.1 streng beobachten

Auf Twitter und in zahlreichen Medienberichten kursiert derweil ein inoffizieller Name für BQ.1: Cerberus – ein Höllenhund in der griechischen Mythologie. Da die Datenlage noch zu gering ist, hält Watzl solche Bezeichnungen für ungeeignet. Man solle besser bei den offiziellen Namen bleiben.

Aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen mit der Omikron-Sublinie, soll BQ.1 und sein Abkömmling BQ.1.1 weiter im Auge behalten werden. Die WHO fordert zudem die einzelnen Länder dazu auf, wachsam zu sein sowie das Infektionsgeschehen genau zu überwachen und zu melden. (asc/dpa)

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