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Omikron-Sublinie BQ.1.1: Der „Höllenhund“ breitet sich aus

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Von: Vincent Büssow

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Das RKI warnt zum Herbst vor steigenden Corona-Fällen. Insbesondere die neue Omikron-Sublinie BQ.1.1 sorgt für Unsicherheit. Zurecht?

Berlin – Die neue Omikron-Sublinie BQ.1.1 ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Wie das Robert Koch Institut (RKI) in seinem Covid-19-Wochenbericht mitteilte, lag der Anteil dieses Erregers in einer Stichprobe von vorletzter Woche bei acht Prozent. Das entspreche einer Vervierfachung des Anteils in den Wochen zuvor. Gibt es Grund zur Sorge aufgrund der Omikron-Sublinie, die bereits den Spitznamen „Höllenhund“ bekommen hat?

Coronavirus - Teststation in Oldenburg
Das RKI rechnet im Herbst wieder mit steigenden Corona-Erkrankungen. Insbesondere die Omikron-Sublinie BQ.1.1 ist auf dem Vormarsch. © Hauke-Christian Dittrich/dpa

BQ.1.1 ist ein Abkömmling der Omikron-Variante BA.5, auf die aktuell die meisten Corona-Infektionen in Deutschland zurückzuführen sind. Modellierungen der europäischen Seuchenschutzbehörde ECDC zufolge dürfte der Erreger zusammen mit BQ.1 – ebenfalls aus BA.5 hervorgegangen – zu Beginn des kommenden Jahres 80 Prozent der Fälle ausmachen.

RKI gibt Corona-Update: Neue Omikron-Sublinie BQ.1.1 sorgt für Verunsicherung

Omikron-Varianten (inklusive jeweiliger Sublinien)Anteil in Kalenderwoche 44
BA.10 Prozent
BA.24,5 Prozent
BA.30 Prozent
BA.41,2 Prozent
BA.594,1 Prozent
Quelle: Robert-Koch-Institut

BQ.1.1 sorgt dabei insbesondere in den sozialen Medien für Verunsicherung, da mit der relativ neuen Sublinie eine erhöhte Krankheitslast in Verbindung gebracht wird. In anderen Ländern, in denen der Erreger schon länger verbreitet ist, wurde dies allerdings nicht festgestellt, schreibt das RKI. Das Institut meldet jedoch, dass beide Sublinien ersten Erkenntnissen zufolge der Immunantwort von Menschen, die geimpft oder genesen sind, besser entgehen als ihre Vorgänger.

Corona-Pandemie: RKI rechnet mit steigenden Omikron-Fällen

Weiterhin rechnet das RKI im Herbst mit einer hohen Zahl akuter Atemwegsinfektionen. Sowohl die Zahl der gemeldeten Corona-Fälle als auch die der Krankenhausbehandlungen wegen Covid-19 sei zwar leicht zurückgegangen. In der kalten Jahreshälfte halten sich Menschen allerdings häufiger und länger in Räumen auf. Die Gesundheitsbehörde empfiehlt deshalb weiterhin, bei Corona-Symptomen drei bis fünf Tage zu Hause zu bleiben – unabhängig vom Impf- und Genesungsstatus.

Nach wie vor gibt es regelmäßig neue Erkenntnisse über das Corona-Virus. Erst vor Kurzem entdeckten Forscher das häufigste Symptom bei Omikron-Infektionen. (vbu mit dpa)

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