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Extreme Müdigkeit ist ein Symptom, dass auf Long-Covid hindeutet.
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Extreme Müdigkeit ist ein Symptom, das auf Long-Covid hindeutet.

Langzeitfolgen

Long-Covid trifft 80 Prozent der Corona-Patienten – Fünf Symptome kommen am häufigsten vor

Wer unter Long-Covid leidet, fühlt sich nach überstandener Corona-Infektion noch lange Zeit nicht gesund. Neue Studie zeigt 55 Covid-Folgen im Detail.

Von Long-Covid sprechen Ärzte, wenn Patienten lange nach überstandener Corona-Infektion noch unter Beschwerden leiden. Diese können je nach Krankheitsverlauf, Alter des Patienten oder Vorerkrankungen allerdings stark variieren. Um ein einheitlicheres Bild von Long-Covid zeichnen zu können, hat ein internationales Forscherteam die Daten aus 16 Studien analysiert, die sich mit Covid-spezifischen Symptomen befassten. „Es gab neun Studien aus Großbritannien und Europa, drei aus den USA, jeweils eine aus Australien, China, Ägypten und Mexiko. Die Nachbeobachtungszeit des Patienten lag zwischen 14 Tagen und 110 Tagen“, heißt es in der Studie.

Nach der Analyse kamen die Forscher zu dem Schluss, dass insgesamt 55 typische Langzeiteffekte im Zusammenhang mit Covid-19 identifiziert werden können. „Die meisten Effekte entsprechen klinischen Symptomen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Anosmie (Anmerkung d. Red.: Riechstörung), Ageusie (Anmerkung d. Red.: Geschmacksstörung) usw. Auch Krankheiten wie Schlaganfall und Diabetes mellitus wurden beobachtet, informieren die Forscher um Sonia Villapol. 80 Prozent der Patienten mit Covid-19 leiden unter Langzeitsymptomen, so ihr Fazit.

Die fünf häufigsten Long-Covid-Symptome im Überblick:

  • Müdigkeit (58 Prozent)
  • Kopfschmerzen (44 Prozent)
  • Aufmerksamkeitsstörung (27 Prozent)
  • Haarausfall (25 Prozent)
  • Dyspnoe (Anmerkung d. Redaktion: Atemnot, Kurzatmigkeit) (24 Prozent)

Lesen Sie auch: Coronavirus-Symptome: Verwirrte und orientierungslose Patienten - „Covid-19-Brain“.

Haarausfall als eine typische Langzeitfolge nach überstandener Corona-Infektion.

Die Forscher berichten außerdem von weiteren Langzeitfolgen, die sie auf eine vergangene Coronavirus-Infektion zurückführen. Dazu zählen Auffälligkeiten in Zusammenhang mit der Lungenfunktion wie etwa Husten und Beschwerden in der Brust. Aber auch die Entwicklung einer Schlafapnoe, Herzrhythmusstörung oder neurologischen Beschwerden wie Depression, Angstzuständen oder Zwangsstörungen zählten die Wissenschaftler zu Long-Covid-Symptomen. Auch Tinnitus und Nachtschweiß wurden bei Long-Covid-Patienten beobachtet.

Je nach Ausmaß der Long-Covid-Beschwerden kann es für Betroffene bedeuten, dass sie ihren Alltag nicht mehr ohne fremde Hilfe bewältigen können. Kliniken bundesweit haben sich bereits auf die Rehabilitation von Long-Covid-Patienten spezialisiert und bieten verschiedene Reha-Möglichkeiten an, um die körperliche Belastbarkeit der Patienten zu verbessern und bei psychischen Problemen die mentale Gesundheit zu stärken.

Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Gedächtnisverlust: Diese Anzeichen können auf Long-Covid hinweisen

Mögliche Langzeitfolgen durch Covid-19

Zur Studie

Umfrage zum Thema Corona-Lockdown

Weiterlesen: Tinnitus durch Covid-19: Coronavirus-Infektion kann Hörvermögen schädigen.

Von Yoga bis Qigong: Stress abbauen und entspannen

Ob eher fitnessbetont oder auf Entspannung bedacht: Wer Lust auf Yoga hat, findet meist auch die Form, die ihm am meisten liegt. Foto: Christin Klose
Ob eher fitnessbetont oder auf Entspannung bedacht: Wer Lust auf Yoga hat, findet meist auch die Form, die ihm am meisten liegt. Foto: Christin Klose © Christin Klose
Tief durchatmen: Wer sich entspannen will, muss dafür nicht unbedingt auf dem Sofa liegen. Sportarten wie Yoga nehmen neben dem Körper auch den Geist in den Blick. Foto: Christin Klose
Tief durchatmen: Wer sich entspannen will, muss dafür nicht unbedingt auf dem Sofa liegen. Sportarten wie Yoga nehmen neben dem Körper auch den Geist in den Blick. Foto: Christin Klose © Christin Klose
Karin Sedlmeier beim Tai Chi. In ihrer Schule lehrt sie Tai Chi und Qigong. Foto: Andreas Eberl
Karin Sedlmeier beim Tai Chi. In ihrer Schule lehrt sie Tai Chi und Qigong. Foto: Andreas Eberl © Andreas Eberl
Entspannung durch vorherige Anspannung: Viele Sportarten, die sich dem Stressabbau verschrieben haben, wie die Progressive Muskelentspannung, funktionieren auf diese Weise. Foto: Andrea Warnecke
Entspannung durch vorherige Anspannung: Viele Sportarten, die sich dem Stressabbau verschrieben haben, wie die Progressive Muskelentspannung, funktionieren auf diese Weise. Foto: Andrea Warnecke © Andrea Warnecke
Karin Sedlmeier ist Besitzerin einer Qigong- und Tai-Chi-Schule sowie Tai-Chi- und Qigong- Lehrerin. Foto: Andreas Eberl
Karin Sedlmeier ist Besitzerin einer Qigong- und Tai-Chi-Schule sowie Tai-Chi- und Qigong- Lehrerin. Foto: Andreas Eberl © Andreas Eberl
Ulrika Eiworth arbeitet als Nia-, Yoga-, Pilates- und Aerobic-Lehrerin in Mosbach. Foto: Kai Köhler
Ulrika Eiworth arbeitet als Nia-, Yoga-, Pilates- und Aerobic-Lehrerin in Mosbach. Foto: Kai Köhler © Kai Köhler

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