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Coronavirus: Ein Viertel hat Folgeschäden – Höheres Risiko für Atemprobleme und Lungenembolie

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Von: Tanja Koch

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Unter langfristigen Atemwegsproblemen leiden auch viele jüngere Menschen, die zuvor am Coronavirus erkrankt waren (Symbolbild).
Unter langfristigen Atemwegsproblemen leiden auch viele jüngere Menschen, die zuvor am Coronavirus erkrankt waren (Symbolbild). © Ute Grabowsky/Imago

Eine neue Corona-Studie hat die Wahrscheinlichkeit für Long-Covid-Erkrankungen berechnet. Gewisse Symptome treten in allen Altersgruppen häufiger auf.

Washington – Von den 18- bis 64-Jährigen, die sich mit Covid-19 angesteckt haben, litt jeder Fünfte auch nach der Erkrankungen an langfristigen medizinischen Beschwerden. Bei älteren Patient:innen war es sogar jeder Vierte. Das ergab eine am Dienstag (24. Mai) veröffentlichte Studie der US-Gesundheitsbehörde CDC. Demnach haben Menschen nach einer Corona-Infektion ein doppelt so hohes Risiko für eine Lungenembolie oder Atemprobleme.

Die Angaben entsprechen den Anteilen, die bereits frühere Studien zu Long Covid errechnet hatten. Meist wurde das Risiko für Langzeitsymptome auf etwa 20 bis 30 Prozent geschätzt. Zudem ist bereits bekannt, dass eine Corona-Impfung langfristige Beschwerden nicht ausschließen kann.

Für die neue Studie hatten die CDC-Forscher eine Datenbank mit Krankenakten auf insgesamt 26 Beschwerden untersucht, die zwar nach Abklingen der eigentlichen Corona-Symptome auftraten, aber dennoch im Zusammenhang mit Covid stehen könnten. Im Untersuchungszeitraum von März 2020 bis November 2021 verglichen die Forscher die Daten von insgesamt 350.000 Corona-Patienten mit einer Kontrollgruppe, die sich nicht angesteckt hatte.

Coronavirus erhöht in allen Altersgruppen das Risiko für Lungenembolien

„Die ehemaligen Covid-19-Patienten hatten ein signifikant höheres Risiko als die Kontrollgruppe, Erkrankungen zu entwickeln, die auf eine vorherige Infektion zurückgeführt werden können“, schrieben die Forscher. Häufigste Beschwerden waren demnach Atemwegsprobleme sowie Muskel- und Skelettschmerzen. Bei den Über-65-Jährigen war das Risiko für alle 26 untersuchten Symptome erhöht, bei den jüngeren Erwachsenen blieb beispielsweise das Risiko für psychische Erkrankungen oder Probleme mit Blutgefäßen im Gehirn gleich.

In beiden Gruppen war das Risiko für Atemwegssymptome und Lungenembolien – Blutgerinnsel, die eine Lungenarterie blockieren und tödlich sein können – am stärksten erhöht. Die Forscher wiesen darauf hin, dass ihre Daten die jüngste Omikron-Variante des Coronavirus noch nicht berücksichtigen. Auch ältere Studien wiesen darauf hin, dass ein hohes Alter das Risiko für Long Covid erhöht. Geschlecht und Vorerkrankungen beeinflussen jedoch ebenfalls, ob Folgeerkrankungen auftreten. (afp/tk)

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