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Coronavirus
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Mit einem bestimmten Trick wollen Hersteller den Corona-Impfschutz erhöhen. (Archivfoto)

Corona

Impfung gegen Mutationen – Hersteller wollen Schutzwirkung mit Trick erhöhen

Neue Formen des Coronavirus bilden sich weltweit aus. Erfahren Sie hier, welche Impfstrategien gegen die neuen Virusvarianten Erfolg versprechen.

Zählt man die bisher nachgewiesenen Mutationen des Coronavirus auf, wird klar: Die Pandemie ist noch längst nicht zu Ende. So wurden Infektionen mit neuen Virusvarianten rund um den Globus diagnostiziert. Da wäre etwa B.1.1.7, eine Coronavirus-Variante, die sich seit Ende 2020 in Großbritannien ausbreitet. Oder die Südafrika-Variante B.1.351, die wie B.1.1.7 auch in Deutschland nachgewiesen wurde. In den USA bereitet Medizinern indes die kalifornische Coronavirus-Mutante CAL.20C oder auch B.1.429 Sorge, da sie sich wie andere neuartige Virusvarianten schneller ausbreitet als das nicht-mutierte Virus.

Für die weltweite Ausbreitung von Virusmutationen ist auch der Tourismus verantwortlich.

Die Gefahr eines nicht ausreichenden Impfschutzes bei einer Infektion mit Virusmutationen sei aktuell noch überschaubar, so Wissenschaftsjournalist Volkart Wildermuth in einem Deutschlandfunk-Bericht. In Deutschland sei es vor allem die britische Variante B.1.1.7, die sich ausbreitet. Die Impfungen würden gegen diese gut wirken. Doch bei den Mutationen B.1.351 aus Südafrika und P1 aus Brasilien beeinträchtigt offenbar eine Mutation im Coronavirus-Spikeprotein die Bindung von Antikörpern, was bisher entwickelte Impfungen nicht mehr so gut anschlagen lässt wie im Fall einer herkömmlichen Sars-CoV-2-Infektion, heißt es auf deutschlandfunk.de.

Lesen Sie auch: Britische Corona-Mutation B.1.1.7: Neue Studie zeigt deutliche Unterschiede bei Covid-Symptomen.

„Mix and Match“ oder Booster-Impfung: Zugelassene Impfstoffe im Kampf gegen Virusmutationen

Wenn sich das Virus verändert, müssen Impfstoffe angepasst werden, um die Schutzwirkung für die Geimpften zu erhöhen. Hier kommt die sogenannte Booster-Impfung ins Spiel. Dabei handelt sich schlichtweg um das Verimpfen von mehr Impfstoff: Statt zwei Impfstoffdosen bekommt man drei verabreicht. Dadurch soll der Körper angeregt werden, noch mehr Antikörper gegen Coronaviren zu bilden. Der Ansatz ist vielversprechend, so konnte etwa Marylyln Addo vom Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg im Rahmen von Impfstoff-Forschungen gegen das Coronavirus MERS zeigen, dass eine dritte Impfung die Immunantwort noch einmal erheblich verstärkt, so Deutschlandfunk.

Ebenfalls ein Ansatz, der bereits zugelassene Impfstoffe umfasst: Die „Mix and Match“-Impfung. Wissenschaftsjournalist Volkart Wildermuth zufolge laufen bereits erste klinische Studien, die die Effekte von Impfungen mit zwei verschiedenen Vakzinen erproben. So wird etwa erforscht, wie sich eine Impfung mit dem Astrazeneca- und dem Biontech-Präparat auswirkt. Die Hoffnung der Forscher: Dadurch, dass jeder Impfstoff den Körper zu einer etwas anderen Immunantwort anregt, könnte eine Kombinations-Impfung einen noch besseren Schutz vor Covid-19 entfalten.

Falls die bisher entwickelten Impfstoffe auch im Mix-and-Match-Verfahren oder durch eine dritte Impfung nicht mehr ausreichend gegen neue Virusmutationen wirken würden, besteht einerseits die Möglichkeit, neue Präparate herzustellen. Aber auch die Anpassung von bereits bestehenden Vakzinen ist möglich. Dies könne Herstellern zufolge innerhalb von nur rund sechs Wochen geschehen. Bis die angepassten Impfstoffe allerdings in Produktion gehen und somit verfügbar wären, könnte ein halbes Jahr ins Land gehen, so Deutschlandfunk. (jg)

Weiterlesen: Wirkt Corona-Impfung gegen britische Virus-Mutation? Studie stimmt optimistisch – auch in puncto Afrika-Virus.

Der lebensrettende Pieks: Diese Risikogruppen sollten sich gegen Grippe impfen lassen

Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin gibt Empfehlungen ab, welche Menschen sich impfen lassen sollten. Gehören Sie auch zur Risikogruppe? (Stand: Juli 2013) © dpa
Das Immunsystem älterer Menschen reagiert zwar weniger stark auf die Impfung, dennoch empfehlen die Experten das Serum. Im Falle einer Erkrankung fallen die Symptome schwächer aus. Da für Menschen über 60 Jahre ein erhöhtes Risiko für schwere oder gar tödliche Komplikationen besteht, ist die Impfung dringend angebracht. © dpa
Wie bei älteren Menschen besteht auch bei Schwangeren ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Daher raten die Gesundheitsexperten auch werdenden Müttern ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel zur Impfung. Schwangere, die bereits an einer Grunderkrankung leiden, können sich nach Absprache mit dem Arzt auch schon früher pieksen lassen. © dpa
Erwachsene und Kinder, die an einer chronischen Erkrankung wie beispielsweise Asthma leiden, gehören ebenfalls zu den Risikogruppen. © fkn, Mundipharma
Auch Menschen mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Bluthochdruck wird die Grippe-Impfung nahe gelegt. © dpa
Kinder dürfen frühestens ab einem Alter von sechs Monaten gegen die Grippe geimpft werden. © dpa
Wer an chronischen Stoffwechsel-Erkrankungen wie Zucker (Diabetes Mellitus), an chronischen Nierenerkrankungen, Blutarmut (Anämie), an angeborenen oder erworbenen Immunstörungen wie Abwehrschwäche nach Organtransplantationen, bei Chemotherapien oder HIV-Infektionen leidet, sollte sich die Grippe-Impfung nicht entgehen lassen. © dpa
Ebenso Menschen mit chronisch neurologischen Krankheiten wie beispielsweise Multipler Sklerose gehören zu den Risikogruppen. © dpa
Mitarbeiter in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Arztpraxen oder Angestellte in Einrichtungen mit erhöhtem Publikumsverkehr laufen Gefahr, durch ihre Arbeit sich selbst oder andere anzustecken - die Grippe-Impfung ist daher eigentlich Pflicht. © dpa
Die Bewohner von Pflege- und Altenheimen sind ebenfalls besonders gefährdet. © dpa
Urlauber ab 60 Jahren oder chronisch Kranke, die verreisen wollen, sollten sich spätestens zwei Wochen vor der Abreise pieksen lassen. © dpa
Menschen, die häufig mit Geflügel, auch mit Wildvögeln in Berührung kommen, zählen auch als Risikogruppe. © dpa
NICHT impfen lassen dürfen sich Menschen, die allergisch reagieren auf Hühnereiweiß. Der Impfstoff wird in Hühnereiern gezüchtet. Wer aktuell unter Fieber leidet, sollte mit der Imfpung warten, bis die Erkrankung abgeklungen ist.
Die meisten Krankenkassen in Deutschland übernehmen freiwillig die Kosten für die saisonale Grippeimpfung. Über-60-Jährige und chronisch Kranke müssen in der Regel nichts bezahlen. © dpa

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