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Ob eine Corona-Impfung die Fruchtbarkeit negativ beeinflusst, fragen sich aktuell nicht nur Paare mit Kinderwunsch. Auf dem Foto zu sehen: Schwangere Frau trägt eine Kaffeetasse und ein Smartphone.
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Ob eine Corona-Impfung die Fruchtbarkeit negativ beeinflusst, fragen sich aktuell nicht nur Paare mit Kinderwunsch.

„Alles Quatsch“

Macht die Corona-Impfung unfruchtbar? Fachausschuss gibt eindeutiges Urteil ab

Gerüchte über mögliche Unfruchtbarkeit nach einer Corona-Impfung sorgen aktuell für beunruhigte Bürger. Der Experte erklärt, was Menschen mit Kinderwunsch wissen sollten.

  • Die aktuell in der EU zugelassenen Corona-Impfungen von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca* gelten nach aktuellem Wissensstand als gut verträglich und sicher.
  • Wer sich impfen lässt, reduziert dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs, der mit gefährlichen Symptomen wie Luftnot und sogar Psychosen einhergehen kann.
  • Doch es gibt Bürger, die sich vor einer Impfung scheuen. Berichte über Nebenwirkungen bis hin zu möglicher Unfruchtbarkeit schrecken sie ab. Doch für Letzteres gibt es keine stichfesten Beweise.

Eine Merkur-Umfrage mit rund 31.000 Teilnehmern ergab: Fast 55 Prozent der Umfrage-Teilnehmer würden sich sofort gegen Corona impfen lassen. 31 Prozent sind noch unschlüssig und wollen erstmal abwarten. Ganze 14 Prozent lassen sich generell nicht impfen und möchten entsprechend auch nicht gegen Corona immunisiert werden. In die Debatte um die Vor- und Nachteile einer Corona-Impfung mischt sich aktuell auch immer wieder die Frage, ob eine Corona-Impfung unfruchtbar machen kann.

Dieses Thema zählt der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel) Klaus Cichutek zu einer ganzen Reihe von Fake News, die rund um Corona-Impfungen kursieren. Es gebe keinen Hinweis und keine Grundlage dafür, dass die Impfstoffe in irgendeiner Form den Menschen oder seine Körperzellen genetisch verändern könnten, betonte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland zufolge: „Es gibt auch keine Hinweis darauf, dass es Probleme mit der Fruchtbarkeit geben wird. Das ist alles Quatsch.

Lesen Sie auch: Schlechte Samenqualität bei Männern nach schwerer Corona-Infektion: Veröffentlichung „mit Vorsicht zu interpretieren“.

Corona-Impfung beeinflusst Schwangere nicht negativ

Auch die Deutsche Apotheker Zeitung (DAZ) berichtete, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass eine Corona-Impfung die Fortpflanzungsfähigkeit negativ beeinflusst. Die DAZ zitiert eine Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM), die diese mit mehreren Fachgesellschaften und Arbeitsgemeinschaften der Gynäkologie, der Pränatal- und Geburtsmedizin, der Geburtshilfe, der Reproduktionsmedizin und Endokrinologie sowie dem Berufsverband der Frauenärzte herausgegeben hat. Demnach handelt es sich um ein Gerücht, dass die Experten nicht bestätigen können.

In der Stellungnahme heißt es, dass Frauen, die nach der ersten Dosis des Impfstoffs schwanger werden, eine zweite Dosis erhalten sollten. Zum Hintergrund: Die bisher in Deutschland zugelassenen Corona-Impfungen umfassen zwei Impfdosen. Eine Impfung während einer noch unbekannten Schwangerschaft hat der DAZ zufolge ebenfalls keinen negativen Einfluss auf die Mutter und die Entwicklung des ungeborenen Lebens. (jg) *Merkur.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Umfrage zum Thema Corona-Impfung

Weiterlesen: Dürfen sich Schwangere gegen Corona impfen lassen?

Wenn Kinderkrankheiten Erwachsene erwischen

Steckt sich ein Erwachsener mit einer Kinderkrankheit wie Keuchhusten an, leidet er darunter meist viel stärker als betroffene Kinder. Foto: Christin Klose
Steckt sich ein Erwachsener mit einer Kinderkrankheit wie Keuchhusten an, leidet er darunter meist viel stärker als betroffene Kinder. Foto: Christin Klose © Christin Klose
Gegen viele Kinderkrankheiten kann man sich impfen lassen. Das ist auch im Erwachsenenalter noch sinnvoll. Foto: Tim Brakemeier
Gegen viele Kinderkrankheiten kann man sich impfen lassen. Das ist auch im Erwachsenenalter noch sinnvoll. Foto: Tim Brakemeier © Tim Brakemeier
Prof. Dr. Erika Baum ist Präsidentin der Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Foto: Philipps-Universität Marburg
Prof. Dr. Erika Baum ist Präsidentin der Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Foto: Philipps-Universität Marburg © Philipps-Universität Marburg
Dr. Jana Husemann ist Vorstandsmitglied im Hausärzteverband Hamburg. Foto: Lopata/axentis.de
Dr. Jana Husemann ist Vorstandsmitglied im Hausärzteverband Hamburg. Foto: Lopata/axentis.de © Lopata
Prof. Dr. Bernd Salzberger ist Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie sowie Leiter der Infektiologie am Universitätsklinikum Regensburg. Foto: Universitätsklinikum Regensburg
Prof. Dr. Bernd Salzberger ist Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie sowie Leiter der Infektiologie am Universitätsklinikum Regensburg. Foto: Universitätsklinikum Regensburg © Universitätsklinikum Regensburg

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