1. Startseite
  2. Ratgeber
  3. Gesundheit

„Optimaler Schutz gegen Omikron entsteht nach 3. Impfung“: Virenexperte erklärt neue Mutante

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christine Novotny, Juliane Gutmann

Kommentare

Die Omikron-Variante des Coronavirus verbreitet sich rasend schnell. Ist sie gefährlicher als die bisher bekannten Varianten? Virenexperte Professor Reichl gibt Antworten.

Was bislang über die neue Omikron-Corona-Variante bekannt ist, ist eher beunruhigend. Die Mutante verbreitet sich aktuell weltweit – und das rasend schnell. Nicht nur die hohe Infektiösität bereitet Medizinern Sorge. Auch die Meldung, dass Omikron die Schutzwirkung der vorhandenen Impfstoffe* zum Teil umgehen könne, lässt Forschende hellhörig werden. Jüngste Studien würden der Deutschen Welle (dw) als Auslandsrundfunk der Bundesrepublik Deutschland zeigen, dass eine Omikron-Infektion nach Impfung eine zirka 40-fach reduzierte neutralisierende Wirkung von Antikörpern zur Folge hat. Das heißt, die Antikörper können nicht so gut an die neue Virusvariante binden und es so auch nicht in allen Fällen unschädlich machen.

Eine gute Nachricht schiebt die dw allerdings hinterher: Von den T-Zellen würde Omikron nach aktuellem Wissensstand gut erkannt werden. Impfstoffe behalten also ihre Wirksamkeit gegen schwere Verläufe, vor allem wenn das Immunsystem durch eine Booster-Impfung noch einmal angeregt wird, so die Meldung der Deutschen Welle. Noch ist nicht abschließend geklärt, welche langfristigen Auswirkungen das Auftreten der Omikron-Variante auf den Menschen hat. Aber erste Beobachtungen zeigen, dass die Corona-Krankheitsverläufe bei der Omikron-Variante milder verlaufen. Darüber berichtet 24vita.de*.

Im Merkur-Interview geht Professor Reichl von der LMU München auf die neue Virusvariante Omikron ein.
Im Merkur-Interview geht Professor Reichl von der LMU München auf die neue Virusvariante Omikron ein. © IPPEN.MEDIA

Lesen Sie auch: Corona-Booster-Impfung nach sechs Monaten oder früher? Für wen die Auffrischimpfung besonders wichtig ist

Corona: So schnell wie möglich boostern, um schwere Krankheitsverläufe zu verhindern

Auch Prof. Franz-Xaver Reichl als Beauftragter für die biologische Sicherheit von Bakterien und Viren an der Ludwig-Maximilians-Universität München erklärt im Interview mit der Ippen-Zentralredaktion: „Der augenblickliche Stand ist der, dass es (Omikron) infektiöser ist, aber die ersten Berichte deuten darauf hin, dass der Verlauf nicht so schwer ist“. Allerdings ist das Risiko hoch, sich trotz einer vollständigen Impfung mit Omikron anzustecken, so Reichl.

Eine Boosterimpfung verbessert den Immunschutz dahingehend, dass dieser auch vor einer Ansteckung mit Omikron bewahren kann, so Mikrobiologe und Toxikologe Reichl. „Der optimale Schutz gegen Omikron entsteht erst nach der dritten Impfung. (...) Deswegen ist es jetzt sehr sehr wichtig, so schnell wie möglich zu boostern“. Das Non-Plus-Ultra ist aber auch die Booster-Impfung in Hinblick auf das Ansteckungsrisiko mit Omikron nicht: Etwas über 25 Prozent Schutzwirkung soll der Booster entfalten, so Reichl. Allerdings ist jede Impfdosis, auch wenn es die zweite ist, besser als keine, so der Virenexperte. Denn durch die Impfung kann schweren Verläufen mit Klinikaufenthalt* effektiv vorgebeugt werden. (jg) *Merkur.de und 24vita.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare