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Brustkrebs: Diese frühen Anzeichen sollten nicht ignoriert werden

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Von: Romina Kunze

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Jede achte Frau in Deutschland erkrankt an Brustkrebs. Eine Hiobsbotschaft, aber keine unheilbare Krankheit. Wichtig ist, mögliche Vorboten schon früh zu erkennen.

Frankfurt – Für viele Frauen – und auch einige Männer – kommt die Diagnose aus heiterem Himmel: Brustkrebs. Sie ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Rund 70.000 Patientinnen werden laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum jährlich damit diagnostiziert; also etwa jede Achte. Vorrangig erkranken Frauen über 60 daran. Es kann aber auch Jüngere treffen.

Eine Frau lässt sich ärztlich die Brust untersuchen
Wer auffällige Veränderungen an sich bemerkt, sollte das möglichst schnell ärztlich abklären und gegebenenfalls untersuchen lassen. Und natürlich auch unabhängig davon regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen gehen. © Ute Grabowsky/Imago

Zwar ist Brustkrebs heutzutage in der Regel gut heilbar, doch harmlos für die Gesundheit ist er deshalb noch lange nicht. Das zeigen auch die Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) aus 2021: Im vergangenen Jahr starben 18.636 Menschen infolge einer Brustkrebserkrankung; das macht etwa acht Prozent aller Krebstoten aus. Damit zählt sie noch immer zu den tödlichsten Krebsarten, hinter Lungenkrebs (44.601) und Bauchspeicheldrüsenkrebs (19.172).

Tückische Krankheit: Brustkrebs macht sich in der Frühphase kaum bemerkbar

Gefährlich wird es, wenn die bösartigen (invasiven) Krebszellen bereits metastasieren. Das heißt, wenn sie sich vom ursprünglichen Tumor gelöst haben und auf umliegende Organe, wie Lunge oder Leber sowie Knochen streuen.

Die Behandlungsmethoden wurden in den vergangenen Jahrzehnten immer besser, die Perspektive für Erkrankte damit immer vielversprechender. Wichtig dafür ist aber, mögliche Anzeichen der tückischen Krebsart früh zu erkennen. Die Crux ist nämlich: Brustkrebs verursacht in frühen Krankheitsstadium meist keine Beschwerden, doch genau dann sind die Chancen ihn zu heilen am besten.

Selten, aber nicht unmöglich: Auch Männer können Brustkrebs bekommen

Mit Brustkrebs werden in der Regel Frauen verbunden. Doch obgleich die meisten Erkrankungen bei Frauen vorkommen, können auch Männer davon betroffen sein. Das passiert aber vergleichsweise selten. Die Symptome einer Brustkrebserkrankung äußern sich bei Männern ähnlich wie bei Frauen: Es sind Knoten und Entzündungen zu ertasten, die über einen längeren Zeitraum nicht abheilen. Auch die Lymphknoten in den Achselhöhlen sollte man im Auge behalten. Weitere Warnsignale können abgesonderte Flüssigkeiten aus der Brustwarze und Veränderung der Brusthaut oder der Brustwarze sein.

Der Krebsinformationsdienst der Deutschen Krebsforschung bietet für betroffene Männer sowie deren Angehörigen einen kurzen Überblick über wissenswerte Informationen.

Quellen: Deutsches Krebsforschungszentrum/Deutsche Krebsgesellschaft

Die Warnsignale: Anzeichen für Brustkrebs lassen sich oft gut ertasten

Eine gesunde Lebensweise, mit der richtigen Ernährung und Sport, hilft dabei, den Krebs zu bekämpfen noch bevor er entstehen kann. So erhöhe Studien zufolge Alkohol etwa das Risiko zu erkranken deutlich. Die effektivste Maßnahme, um einer Brustkrebs-Erkrankung vorzubeugen, ist regelmäßig zur Kontrolluntersuchung beim Gynäkologen zu gehen (Mammografie). Hellhörig sollte aber auch werden, wer eine ungewöhnliche Verhärtung – auch Knoten genannt – in der Brust ertastet.

Auf folgende Symptome gilt es zu achten:

Spätestens wenn an der Brust offene Wunden entdeckt werden, die zudem partout nicht abheilen wollen, sollte schleunigst ein Facharzt oder eine Fachärztin aufgesucht werden. Denn das kann darauf hindeuten, dass sich nicht nur bösartige Krebszellen gebildet haben, sondern sie bereits fortschreiten, informiert das Deutsche Krebsforschungszentrum. Auch Knochenschmerzen, Husten, Atemnot, Gewichtsverlust, Oberbauchschmerzen, Gelbsucht oder eine Schwellung des Arms könnten demnach auftreten; und sollten nicht ignoriert werden.

Brustkrebs: Auf Nummer Sicher gehen und Veränderungen ärztlich abklären

Doch wer eine Auffälligkeit an sich entdeckt hat, sollte nicht gleich in Panik verfallen. Die beschriebenen Symptome müssen nicht zwangsläufig auf eine Brustkrebserkrankung hinweisen. Oft ist der Grund nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) harmloser Natur. Beispielsweise gehen temporäre Verhärtungen der Brust häufig mit der Monatsblutung einher. Auch können die Brüste dann spannen und sensibel auf Berührungen reagieren.

Es gilt, eine gesunde Vorsicht an den Tag zu legen; hellhörig für den eigenen Körper zu werden. Jede auffällige und vor allem längerfristige Veränderung sollte daher sicherheitshalber ärztlich abgeklärt werden. Ganz der Devise: Lieber einmal zu viel als zu wenig gefragt. (Romina Kunze)

Hinweis aus der Redaktion: Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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