1. Startseite
  2. Ratgeber
  3. Gesundheit

Man darf nach der Corona-Impfung kein Blut spenden: Humbug-Meldung oder die Wahrheit?

Erstellt:

Von: Juliane Gutmann

Kommentare

Ein Schild mit der Aufschrift „Blutspende - Anmeldung“ steht vor dem Eingang der Oberschule Emstek.
Wer Blut spendet, unterstützt das Gesundheitssystem. © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Gerüchten zufolge ist die Blutspende nach einer Corona-Impfung nicht möglich. Der DRK-Blutspendedienst erklärt, was zu beachten ist.

Wer regelmäßig Blut spendet, stellt sicher, dass im Notfall ausreichend Blutkonserven zur Verfügung stehen. Wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) informiert, braucht jeder dritte Mensch im Leben einmal Blut, sei es aufgrund eines Verkehrsunfalls oder aufgrund einer Krebserkrankung. Außerdem könne das Blutspenden auch für den Spender gesund sein: So soll regelmäßiges Spenden den Blutdruck von Hypertonie-Patienten senken können. Auch ein Blutdruck-Check-Up gehört bei jedem Termin mit dazu.

Doch wie verhält es sich, wenn ich „frisch“ gegen Corona geimpft bin? In den USA kam es im letzten Jahr zu falscher Berichterstattung in Hinblick auf die Möglichkeit der Blutspende nach einer Covid-Impfung. In Facebook- und Telegram-Beiträgen war im Sommer 2021 berichtet worden, dass das US-amerikanische Rote Kreuz Blutspenden von Menschen, die gegen Covid-19 geimpft sind, verboten hat. Der vermeintliche Grund: Die Impfung habe natürliche Antikörper zerstört.

Lesen Sie auch: Corona übersehen: Vor allem in einer Gruppe besteht die Gefahr, dass die Krankheit erst spät erkannt wird

„Nach einer Corona-Schutzimpfung ist eine Blutspende bereits am nächsten Tag möglich“

Diese Behauptung entspricht allerdings nicht der Wahrheit. So informiert etwa das Deutsche Rote Kreuz, dass „nach einer Impfung mit den zugelassenen SARS-CoV-2-Impfstoffen keine Spenderrückstellung erforderlich (ist). Bei Wohlbefinden können Sie am Folgetag der Impfung Blut spenden“. Auch das Universitätsklinikum Bonn gibt Entwarnung: „Nach einer Corona-Schutzimpfung ist eine Blutspende bereits am nächsten Tag (24 Stunden nach der Impfung) wieder möglich, sofern keine Impfreaktionen aufgetreten sind“. Das Paul-Ehrlich-Institut als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel bestätigt: „Auf der Basis des aktuellen Wissensstandes ist nach einer Impfung mit den bisher zugelassenen SARS-CoV-2-Impfstoffen, die inaktivierte Viren oder nicht-infektiöse Virusbestandteile enthalten, wie z. B. mRNA Impfstoffe oder Vektor-basierte Impfstoffe (....), keine Spenderrückstellung erforderlich“. (jg) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare