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Seltenste Blutgruppe der Welt: Wer besitzt das „goldene Blut“?

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Von: Juliane Gutmann

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Eine Ärztin untersucht im Blutlabor die gespendeten Blutkonserven.
Eine Ärztin untersucht im Blutlabor die gespendeten Blutkonserven. (Symbolfoto) © Imago Images

Sie kennen Ihre Blutgruppe nicht? Ein Schnelltest aus der Apotheke bringt Licht ins Dunkel. „Goldenes Blut“ haben nur 43 Menschen weltweit.

Die Blutgruppe wurde auch im Rahmen der Corona-Pandemie zum Thema. So hatten österreichische Forschende im Jahr 2020 darüber informiert, dass die Blutgruppe maßgeblich bestimmen soll, ob man sich mit Covid-19 ansteckt. Eva Maria Matzhold und Thomas Wagner von der Universitätsklinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin an der Medizinischen Universität Graz schlussfolgerten aus ihren Studienergebnissen: Menschen mit der Blutgruppe Null sollen seltener am Coronavirus Sars-CoV-2 erkranken als Menschen mit den Blutgruppen A, B oder AB.

Corona-Patienten und -Patientinnen mit Blutgruppe A hätten zudem häufiger Atemwegsprobleme als Betroffene mit Blutgruppe AB oder B, so die Siemens Betriebskrankenkasse SBK. Das liege der Krankenkasse zufolge allerdings wohl nicht an der Blutgruppe selbst, sondern an bestimmten Merkmalen, die Einfluss auf die Immunfunktion haben und gemeinsam mit der Blutgruppe vererbt werden.

Fakt ist allerdings: Bestimmte Blutgruppen sind häufiger als andere, was vor allem im Bereich der Blutspende relevant ist. In Deutschland tragen die meisten Menschen die Blutgruppe A (43 Prozent) und die Blutgruppe 0 (41 Prozent). Wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) weiter informiert, besteht für die Versorgung von Notfallpatienten und -patientinnen ein hoher Bedarf an der Blutgruppe 0, da Blutkonserven dieser Gruppe universell einsetzbar sind.

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Universell einsetzbar: seltenste Blutgruppe der Welt RhNull

Es gibt einige Blutgruppensysteme, zu den wichtigsten zählen das AB0- und das Rhesus-System. Beim Rhesus-System unterscheidet man zwischen Rhesusfaktor positiv (Rh+) und Rhesusfaktor negativ (Rh-). Das AB0-System unterteilt die vier Blutgruppen A, B, AB und 0, so der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes. „Bei der Transfusion von Blutkomponenten muss die Verträglichkeit von Spenderblut und Empfängerblut anhand dieser Merkmale gegeben sein“, so der DRK-Blutspendedienst.

Fehlen dem Blut alle 55 Antigene aus dem Rhesussystem, spricht man offiziell von RhNull. Diese gilt als seltenste Blutgruppe der Welt, weil derzeit nur von 43 Menschen weltweit bekannt ist, dass sie diese Blutgruppe tragen. Daher auch die an die seltene Ressource Gold angelehnte Bezeichnung „goldenes Blut“. Theoretisch wären diese Menschen die perfekten Spender, sofern die AB0-Gruppe stimmt, berichtet die SBK. Weil die Blutgruppe RhNull im Unterschied zu anderen Gruppen keine Rhesus-Antigene aufweist, komme es nicht zu lebensbedrohlichen Abwehrreaktionen mit Empfängerblut, informiert das Wissensportal geo. (jg) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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