+
Ein Algerien-Fan streckt während eines Fußball-Spiels die Zunge heraus. Was er vielleicht nicht ahnt: Sie gibt Auskunft über so manche Beschwerden.

Zungendiagnostik

Belegte Zunge? Wann Sie sich deshalb Sorgen machen sollten

  • schließen

Die Zunge ist in erster Linie dafür da, dass wir Speisen schmecken können. Doch sie kann mehr - so etwa auch anzeigen, wie es um unsere Gesundheit steht.

In der traditionellen chinesischen Medizin (kurz TCM) spielt sie seit jeher eine wichtige Rolle: Die Zungendiagnostik. Dabei schauen sich TCM-Ärzte die Zunge genauer an und können unter anderem anhand des Zungenbelags feststellen, wie es um den Patienten steht. Auch Sie selbst können aus dem Zustand Ihrer Zunge viel schlussfolgern.

Gelber oder brauner Film: Was eine belegte Zunge bedeuten kann

Wer ein Eis schleckt oder Rotwein trinkt, wird danach eine verfärbte Zunge haben. Deshalb sollte man bereits vor der ersten Mahlzeit die Zunge auf Auffälligkeiten hin überprüfen. Schauen Sie sich Ihre Zunge am besten direkt nach dem Aufstehen im Tageslicht an: Eine gesunde Zunge hat eine blassrosa Färbung. Zeigen sich weiße Flecken, die auch nach dem Zähneputzen und Zunge-Abschaben nicht verschwinden? Dann könnte das ein Hinweis auf eine zugrunde liegende Krankheit sein. 

Ein gelblicher Film auf der Zunge etwa kann ein Hinweis auf Leber- oder Gallenprobleme sein. Auch eine rote Färbung kann ein Anzeichen dafür sein, dass die Leber nicht gesund ist. Brauner Zungenbelag dagegen weist auf Darmprobleme hin. Hinter einer weißen Schicht auf der Zunge können Magen-Darm-Erkrankungen oder Erkältungsbeschwerden stecken.

Das könnte Sie auch interessieren: Jede zweite Zahnpasta fällt durch: Diese Zahncreme schneidet am besten ab.

Einer kranken Zunge vorbeugen: So sieht die perfekte Mundhygiene aus

Die Zunge kann auch von Infektionen befallen werden, wie das Portal Praxisvita weiter berichtet. Besonders oft wird sie nach Antibiotika-Behandlungen von Pilzen befallen, was sich durch weiße Flecken bemerkbar macht. Irritiert Sie grauer Belag auf der Zunge, könnte es sich um die sogenannte Haarzunge handeln: In dem Fall haben Bakterien die Zunge befallen. Suchen Sie dann auf jeden Fall einen Arzt auf.

Damit es erst gar nicht soweit kommt, ist tägliche Mundpflege unerlässlich. Dazu zählt zum einen die richtige Zahnputztechnik, aber auch die Zunge will gesäubert werden. Dazu eignen sich spezielle Zungenschaber, die mit leichtem Druck auf der Zunge von hinten nach vorne gezogen werden.

Weiterlesen: Diesen Fehler machen Sie beim Zähneputzen garantiert auch.

jg

Diese Dinge sind schlecht für Ihre Zähne

Snacks: Knabbereien wie Chips und Flips oder auch Gummibärchen, Bonbons und andere Süßigkeiten enthalten viel Zucker und Stärke. Diese wird von Plaque-Bakterien in Säure umgewandelt, die wiederum den Zähnen, genauer gesagt dem Zahnschmelz, schadet. Ein weiterer Nachteil: Snacks sorgen für eine verminderte Produktion von Speichel, der im Mund eine wichtige Schutzfunktion übernimmt.
Snacks: Knabbereien wie Chips und Flips oder auch Gummibärchen, Bonbons und andere Süßigkeiten enthalten viel Zucker und Stärke. Diese wird von Plaque-Bakterien in Säure umgewandelt, die wiederum den Zähnen, genauer gesagt dem Zahnschmelz, schadet. Ein weiterer Nachteil: Snacks sorgen für eine verminderte Produktion von Speichel, der im Mund eine wichtige Schutzfunktion übernimmt. © Pixabay
Fruchtsäfte: Das Problem bei Fruchtsäften ist der teilweise hohe Zuckergehalt. Orangensäfte enthalten manchmal nur unwesentlich weniger Zucker als Limonaden.
Fruchtsäfte: Das Problem bei Fruchtsäften ist der teilweise hohe Zuckergehalt. Orangensäfte enthalten manchmal nur unwesentlich weniger Zucker als Limonaden. © Pixabay
Kaffee: Es ist kein Geheimnis. Kaffee sorgt für Verfärbungen der Zähne. Das gleiche gilt für das ...
Kaffee: Es ist kein Geheimnis. Kaffee sorgt für Verfärbungen der Zähne. Das gleiche gilt für das ... © Pixabay
Rauchen: Es erhöht zudem das Risiko für Entzündungen des Zahnfleisches und kann zu Zahnverlusten führen. Im schlimmsten Fall kann Rauchen auch Mund-, Lippen oder Zungenkrebs verursachen.
Rauchen: Es erhöht zudem das Risiko für Entzündungen des Zahnfleisches und kann zu Zahnverlusten führen. Im schlimmsten Fall kann Rauchen auch Mund-, Lippen oder Zungenkrebs verursachen. © Pixabay
Piercings: Metalle von Piercings im Mundbereich schaden nicht nur den Zähnen, sondern auch dem Zahnfleisch. Dies kann teilweise gravierende Folgen haben, Zähne können im schlimmsten Fall sogar ausfallen.
Piercings: Metalle von Piercings im Mundbereich schaden nicht nur den Zähnen, sondern auch dem Zahnfleisch. Dies kann teilweise gravierende Folgen haben, Zähne können im schlimmsten Fall sogar ausfallen. © Pixabay
Wein: Die in Rotwein enthaltenen chromogenen Moleküle und Tannine können zu einer Verfärbung der Zähne führen. Gleichzeitig schadet die Säure in Rot- und Weißwein dem Zahnschmelz.
Wein: Die in Rotwein enthaltenen chromogenen Moleküle und Tannine können zu einer Verfärbung der Zähne führen. Gleichzeitig schadet die Säure in Rot- und Weißwein dem Zahnschmelz. © Pixabay
Zähneknirschen: Speziell angefertigte Schienen können übermäßiges nächtliches Zähneknirschen und dadurch Schäden an der Zahnsubstanz vermeiden.
Zähneknirschen: Speziell angefertigte Schienen können übermäßiges nächtliches Zähneknirschen und dadurch Schäden an der Zahnsubstanz vermeiden. © picture alliance / dpa
Essstörungen: Auch auf die Zähne können Sie sich auswirken. Denn Menschen etwa, die unter der Binge-Eating-Störung leiden, bekommen periodische Heißhungerattacken und verlieren die Kontrolle über Ihr Essverhalten. Dieses exzessive Essverhalten kann schädlich für die Zähne sein.  
Essstörungen: Auch auf die Zähne können Sie sich auswirken. Denn Menschen etwa, die unter der Binge-Eating-Störung leiden, bekommen periodische Heißhungerattacken und verlieren die Kontrolle über Ihr Essverhalten. Dieses exzessive Essverhalten kann schädlich für die Zähne sein.    © picture alliance / dpa
Verpackungen oder Flaschen mit dem Mund öffnen: So wie im Bild sollte es eigentlich sein. Doch viele Menschen öffnen Bierflaschen oder andere Verpackungen mit den Zähnen. Das sollten Sie besser lassen, da die Materialien theoretisch splittern könnten. Auf alle Fälle ist das Öffnen von Verpackungen schädlich für die Zähne. Ähnlich ist es mit dem Stifte oder Fingernägel kauen.
Verpackungen oder Flaschen mit dem Mund öffnen: So wie im Bild sollte es eigentlich sein. Doch viele Menschen öffnen Bierflaschen oder andere Verpackungen mit den Zähnen. Das sollten Sie besser lassen, da die Materialien theoretisch splittern könnten. Auf alle Fälle ist das Öffnen von Verpackungen schädlich für die Zähne. Ähnlich ist es mit dem Stifte oder Fingernägel kauen. © Pixabay

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion