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Verkalkte Gefäße erhöhen die Gefahr für Schlaganfall und Herzinfarkt – Achten Sie auf diese Warnzeichen

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Von: Natascha Terjung

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Bei einer Arteriosklerose verkalken die Gefäße. Das kann zu einem Schlaganfall oder Herzinfarkt führen. Wie lässt sich Arteriosklerose erkennen?

Frankfurt – Arteriosklerose bezeichnet Gefäßkrankheiten, bei denen sich die Wand eines Blutgefäßes verdickt und weniger elastisch ist. Die Ursachen für Arteriosklerose können vielfältig sein, hängen aber meistens mit einem ungesunden Lebensstil zusammen. Der Vorteil: Mit einer Veränderung der alltäglichen Gewohnheiten kann das Risiko, Arteriosklerose und damit auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bekommen, reduziert werden.

Es gibt drei Formen der Arteriosklerose:

Atherosklerose:Die häufigste Form der Arteriosklerose. Die Verhärtung der Gefäßwand entsteht durch Plaques, also fettige Ablagerungen. Mittelgroße und große Arterien sind davon betroffen.
Arteriolosklerose:Bezeichnet die Verhärtung von kleinen Arterien, der Arteriolen. Die Gefäßwände verdicken sich und die Arteriolen sind verengt, so können einige Organe (zum Beispiel die Nieren) nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden. Häufig betroffen sind Menschen mit Bluthochdruck oder Diabetes.
Mönckeberg-Arteriosklerose:Die Adern verengen sich nicht, die Gefäßwände werden aber durch Kalziumablagerungen steif. Die Erkrankung ist meist harmlos und betrifft Menschen die älter als 50 Jahre sind.
(Quelle: msdmanuals.com)

Schädigung der Gefäßwände: Wie die Arteriosklerose entsteht

Laut Angaben des Gesundheits-Portals MSD Manual ist Atherosklerose in den USA und vielen anderen westlichen Ländern die häufigste Krankheits- und Todesursache. Die großen und mittelgroßen Arterien von Herz, Nieren, Gehirn und anderen Organen sowie den Beinen können von dieser Gefäßkrankheit betroffen sein. Schreitet die Gefäßkrankheit weiter fort, können Schlaganfälle oder Herzinfarkte die Folge sein. Vor allem Herzinfarkte werden oft zu spät erkannt. Atherosklerose entsteht häufig dadurch, dass die innere Auskleidung einer Arterie, auch Endothel genannt, immer wieder verletzt wird.

Die Darstellung zeigt Fettablagerungen in einer Arterie, wodurch der Blutfluss behindert wird.
Die Darstellung zeigt Fettablagerungen in einer Arterie, wodurch der Blutfluss behindert wird. © Spectral/Imago

Arteriosklerose erkennen: Faktoren wie Rauchen beeinflussen das Erkrankungsrisiko enorm

An die verletzte Stelle in der Gefäßinnenwand dringen weiße Blutkörperchen ein, die dort in Schaumzellen verwandelt werden und fettige Stoffe wie Cholesterin sowie Gewebe und Kalzium ansammeln. Wachsen diese Fettablagerungen, kann es zu einer Verengung oder einem Verschluss der Arterie kommen, wodurch der Blutfluss eingeschränkt oder komplett unterbrochen wird. Im schlimmsten Fall entsteht ein Blutgerinnsel und die Arterie wird schlagartig blockiert, heißt es bei MSD Manual.

Wer sich davor schützen will, an Arteriosklerose zu erkranken, kann einiges tun. Die meisten Risikofaktoren für die Gefäßkrankheit können beeinflusst werden:

Sich gesund ernähren, ausreichend Sport treiben, den Blutdruck und den Cholesterinspiegel senken sowie nicht mehr rauchen können das Risiko einer Gefäß- und Herzerkrankung deutlich senken. Es gibt auch Lebensmittel, die besonders gut für die Herzgesundheit sein sollen. Vor allem Rauchen beeinflusst Arteriosklerose laut Angaben von MSD Manual sehr stark. Wer mit dem Rauchen aufhört, hat nur noch ein halb so hohes Risiko, daran zu erkranken. Menschen, die an Bluthochdruck leiden, sollten ihre Lebensweise dementsprechend anpassen und Medikamente einnehmen, um den Blutdruck zu senken. Diabetiker sollten zudem genauestens auf ihren Blutzuckerspiegel achten.

Warnzeichen für Arteriosklerose: Symptome machen sich oft erst spät bemerkbar

Arteriosklerose entwickelt sich meist eher langsam. Symptome treten in der Regel erst in Erscheinung, wenn das Innere des Gefäßes um mehr als 70 Prozent verengt ist.

Ob Arteriosklerose die Ursache für diese Symptome ist, muss jedoch bei einem Arzt festgestellt werden. Dafür können verschiedene Tests durchgeführt werden. Wird ein Verschluss der Arterien im Gefäß vermutet, können in der Regel ein EKG und Bluttests Aufschluss über das Ausmaß der Gefäßverengung geben. Je nach Vorerkrankung oder Art der Arteriosklerose werden noch weitere Tests durchgeführt. Wer zwar keine Symptome für Arteriosklerose aufweist, dafür aber einige Risikofaktoren, kann mit einem Bluttest die Glukose-, Cholesterin- und Triglyzeridspiegel feststellen. Meist werden diese Werte bei einer jährlichen Routineuntersuchung für Erwachsene überprüft. (Natascha Terjung)

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Ernährungsempfehlungen sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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