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IgG-/IgM-Schnelltests zum Covid-19-Antikörper-Nachweis geben Aufschluss darüber, ob man nach einer Corona-Infektion Antikörper im Blut hat.
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IgG-/IgM-Schnelltests zum Covid-19-Antikörper-Nachweis geben Aufschluss darüber, ob man nach einer Corona-Infektion Antikörper im Blut hat.

Antikörper im Blut

Eigenschutz nur vier Monate nach Corona-Infektion? Antikörper nehmen vor allem bei einer Gruppe rasch ab

Wer Covid-19 überstanden hat, den schützen Antikörper vor einer erneuten Infektion. Doch nicht für lange Zeit, wie deutsche Forscher:innen schlussfolgern.

Nach der Corona-Impfung und während einer Infektion mit Coronaviren bilden sich Antikörper aus, die Coronaviren angreifen und unschädlich machen können. Doch Antikörper verbleiben nicht bis ans Lebensende in der Blutbahn, sondern verschwinden nach und nach wieder, wie aus der Rheinland Studie hervorgeht. In der vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE) durchgeführten Studie wird untersucht, welche Schutz- und Risikofaktoren die Gesundheit von Erwachsenen beeinflussen. Neben Risikofaktoren wie ungesundem Lebensstil gilt die Aufmerksamkeit der Studienleiter aktuell auch der Coronavirus-Pandemie.

Wie das deutsche Forscherteam um Erstautor N. Ahmad Aziz vom DZNE aus deren Studie schlussfolgert, lässt der Schutz durch Antikörper vor allem nach symptomfreien und leichten Corona-Infektionen schnell nach. Jeder fünfte Genesene hatte bereits nach einem halben Jahr keine Antikörper mehr, wie unter anderem der Auslandsrundfunk der Bundesrepublik Deutschland Deutsche Welle informiert.

Baldiger Antikörper-Rückgang im Blut vor allem nach leichten Corona-Verläufen

Der Studie, an der auch Virologe Christian Drosten von der Charité-Universitätsmedizin in Berlin beteiligt war, lagen die Daten von rund 5.100 Erwachsenen aus Bonn zugrunde. Fokus lag auf den Antikörpern gegen das Coronavirus, die die Probanden gebildet hatten. Bei 92 Probanden wurde im Zeitraum zwischen April und Juni 2020 ein erhöhter Corona-Antikörper-Wert gemessen, bei 22 Studienteilnehmenden konnten „neutralisierende“, also besonders wirksame Antikörper durch einen Bluttest nachgewiesen werden, wie aus der Studie hervorgeht.

120 Tage nach der ersten Blut­probe wurden alle positiv auf Coronavirus-Antikörper getesteten Studienteilnehmer:innen erneut untersucht, die zum Nachuntersuchungstermin erschienen sind (83 von insgesamt 92 Probanden). Bei den meisten Teilnehmenden war der Titer der neutralisierenden Antikörper deutlich zurückgegangen, wie die Deutsche Welle informiert. Das Fazit der Studienleiter nach Auswertung der Daten: Vor allem nach leichten oder asymptomatischen Coronavirus-Infektionen komme es zu einem schnellen Rückgang der Antikörper im Blut.

Forscher:innen weisen aber darauf hin, dass auch T-Zellen eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Coronaviren spielen. Diese gehören zu den weißen Blutkörperchen und spüren vom Virus befallene Zellen auf, um sie zu zerstören und so eine weitere Virusausbreitung im Körper zu verhindern, wie das Portal Lungenärzte im Netz informiert. Deutsche Forscher:innen konnten in einer Studie feststellen, dass wieder von Covid-19-Genesene zwar nicht mehr so viele Antikörper im Blut hatten wie akut Kranke. Allerdings war der Wert der T-Lymphozyten – auch T-Zellen oder T-Effektor-Gedächtniszellen genannt – im Blut hoch. (jg)

Weiterlesen: Impfung trotz überstandener Corona-Infektion? Vor allem eine Altersgruppe würde profitieren.

Der lebensrettende Pieks: Diese Risikogruppen sollten sich gegen Grippe impfen lassen

Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin gibt Empfehlungen ab, welche Menschen sich impfen lassen sollten. Gehören Sie auch zur Risikogruppe? (Stand: Juli 2013) © dpa
Das Immunsystem älterer Menschen reagiert zwar weniger stark auf die Impfung, dennoch empfehlen die Experten das Serum. Im Falle einer Erkrankung fallen die Symptome schwächer aus. Da für Menschen über 60 Jahre ein erhöhtes Risiko für schwere oder gar tödliche Komplikationen besteht, ist die Impfung dringend angebracht. © dpa
Wie bei älteren Menschen besteht auch bei Schwangeren ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Daher raten die Gesundheitsexperten auch werdenden Müttern ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel zur Impfung. Schwangere, die bereits an einer Grunderkrankung leiden, können sich nach Absprache mit dem Arzt auch schon früher pieksen lassen. © dpa
Erwachsene und Kinder, die an einer chronischen Erkrankung wie beispielsweise Asthma leiden, gehören ebenfalls zu den Risikogruppen. © fkn, Mundipharma
Auch Menschen mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Bluthochdruck wird die Grippe-Impfung nahe gelegt. © dpa
Kinder dürfen frühestens ab einem Alter von sechs Monaten gegen die Grippe geimpft werden. © dpa
Wer an chronischen Stoffwechsel-Erkrankungen wie Zucker (Diabetes Mellitus), an chronischen Nierenerkrankungen, Blutarmut (Anämie), an angeborenen oder erworbenen Immunstörungen wie Abwehrschwäche nach Organtransplantationen, bei Chemotherapien oder HIV-Infektionen leidet, sollte sich die Grippe-Impfung nicht entgehen lassen. © dpa
Ebenso Menschen mit chronisch neurologischen Krankheiten wie beispielsweise Multipler Sklerose gehören zu den Risikogruppen. © dpa
Mitarbeiter in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Arztpraxen oder Angestellte in Einrichtungen mit erhöhtem Publikumsverkehr laufen Gefahr, durch ihre Arbeit sich selbst oder andere anzustecken - die Grippe-Impfung ist daher eigentlich Pflicht. © dpa
Die Bewohner von Pflege- und Altenheimen sind ebenfalls besonders gefährdet. © dpa
Urlauber ab 60 Jahren oder chronisch Kranke, die verreisen wollen, sollten sich spätestens zwei Wochen vor der Abreise pieksen lassen. © dpa
Menschen, die häufig mit Geflügel, auch mit Wildvögeln in Berührung kommen, zählen auch als Risikogruppe. © dpa
NICHT impfen lassen dürfen sich Menschen, die allergisch reagieren auf Hühnereiweiß. Der Impfstoff wird in Hühnereiern gezüchtet. Wer aktuell unter Fieber leidet, sollte mit der Imfpung warten, bis die Erkrankung abgeklungen ist.
Die meisten Krankenkassen in Deutschland übernehmen freiwillig die Kosten für die saisonale Grippeimpfung. Über-60-Jährige und chronisch Kranke müssen in der Regel nichts bezahlen. © dpa

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