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Aneurysma im Gehirn: Auf diese Warnzeichen sollten Sie reagieren

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Von: Samira Müller

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Wenn ein Aneurysma im Gehirn platzt, kann das für Betroffene lebensgefährlich werden. Einige Symptome weisen auf die Krankheit hin. Worauf Sie achten sollten.

Frankfurt – Etwa 1,5 Millionen Menschen leben in Deutschland mit einem Aneurysma im Gehirn, wie die Pharmazeutische Zeitung, eine von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände herausgegebene Fachzeitschrift, berichtet. Dabei wissen viele gar nicht, dass sie ein Aneurysma haben. Oft wird es erst entdeckt, wenn der Kopf aus einem anderen Grund per Magnetresonanztomografie (MRT) untersucht wird. Es gibt allerdings einige Symptome, die auf die Krankheit hinweisen.

Bei einem Aneurysma handelt es sich um eine Schwachstelle in einem Blutgefäß des Gehirns. Dabei wölbt sich die Wand eines Blutgefäßes und bildet eine Ausbuchtung. Ein Aneurysma kann an vielen Stellen auftreten. Am häufigsten sind jedoch die Hauptschlagader (Aorta) und Schlagadern (Arterien) im Gehirn betroffen. Wenn das Aneurysma platzt, kann dies zu lebensgefährlichen Blutungen führen. Frauen sind eher betroffen als Männer.

Aneurysma im Gehirn: Welche Symptome auf die Krankheit hindeuten

Viele Aneurysmen verlaufen auch ohne Beschwerden. Wenn das Aneurysma jedoch besonders groß ist oder ungünstig liegt, kann es auf das Gehirn oder die Nerven drücken. Vor allem sehr schlimme Kopfschmerzen sind ein Anzeichen für ein mögliches Gehirnaneurysma. Aber auch Sehstörungen und Lähmungen der Augenmuskeln sind ein Anzeichen für die Krankheit, wie das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) berichtet. Seltene Symptome sind Krampfanfälle, Empfindungs-, Sprach- oder Hörstörungen.

Zu Symptomen eines Aneurysmas im Gehirn zählen auch sehr starke Kopfschmerzen (Symbolfoto).
Zu Symptomen eines Aneurysmas im Gehirn zählen auch sehr starke Kopfschmerzen (Symbolfoto). © Imago

Diese Symptome sind ein Warnzeichen für ein Aneurysma im Gehirn:

Wenn ein Aneurysma reißt, wird das Aneurysma-Ruptur genannt. Es kommt zu einer Hirnblutung, die so schnell wie möglich notärztlich behandelt werden muss. Durch die Blutung steigt der Druck im Schädel. Empfindliches Hirngewebe kann beschädigt werden. Ein Anzeichen für die Blutung sind extrem starke Kopfschmerzen. Dabei tut vor allem der Hinterkopf und der Nacken weh. Der Schmerz bereitet sich dann im ganzen Kopf aus und führt bis zum Rücken.

Das sind weitere typische Symptome einer Aneurysmablutung laut IQWiG:

Aneurysma im Gehirn: Einige Verläufe bleiben ohne Symptome

Es gibt viele Ursachen für ein Aneurysma im Gehirn. Im Laufe des Lebens entwickelt sich ein Hirnaneurysma, weil an der betroffenen Stelle die Elastizität der Gefäßwand nachlässt. Die folgenden Faktoren spielen laut Pharmazeutischer Zeitung eine große Rolle:

Wenn der Patient oder die Patientin Kopfschmerzen oder eine Sehstörung hat, kann der Arzt oder die Ärztin ein MRT oder eine Computertomografie (CT) machen. Die Aneurysmen werden bei einer digitalen Substraktionsangiografie (DSA) gut sichtbar. Die Röntgenaufnahme wird mit und ohne Kontrastmittel gemacht. Der Computer errechnet laut IQWiG ein Bild, auf dem nur noch die Blutgefäße zu sehen sind.

Wenn der Patient oder die Patientin keine Beschwerden hat und kein großes Risiko besteht, dass das Aneurysma reißt, ist nicht unbedingt eine Behandlung notwendig. Vor allem die Lage des Aneurysmas und der allgemeine Gesundheitszustand spielen bei der Entscheidung eine wichtige Rolle.

Aneurysma im Gehirn: Behandlung ist abhängig von mehreren Faktoren

Haben Personen jedoch Beschwerden und ein erhöhtes Risiko, dass das Aneurysma platzt, gibt es mehrere Möglichkeiten. Das Aneurysma kann mit einem kleinen Metall-Clip abgeklemmt werden, wie IQWiG berichtete. Mit dem Katheter-Verfahren werden feine Spiralen aus Platin durch das Blutgefäß bis in das Hirnaneurysma geschoben. Somit gerinnt das Blut im Aneurysma und es soll sich verschließen.

Die Behandlungsmethoden haben sich in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt. Mittlerweile kann heute häufig minimalinvasiv operiert werden. Dadurch muss der Schädel gar nicht geöffnet werden. Stattdessen wird laut Pharmazeutischer Zeitung mit Kathetern und modernen Geräten von den großen Blutgefäßen im Handgelenk oder der Leiste aus repariert.

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

Viele Menschen wissen außerdem nicht, wenn sie ein Bauchaortenaneurysma haben. In den meisten Fällen verläuft die Erkrankung ohne Symptome. (smü)

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