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Demenz-Risiko: Machen Sie selbst oder mit Ihrem Angehörigen den Online-Test – Bilder und Zahlen zeigen es

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Von: Natalie Hull-Deichsel

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Unkonzentriert oder möglicherweise doch krank – der einfache Online-Gedächtnistest zeigt, ob bei Ihnen oder Ihrem Angehörigen möglicherweise eine Vorstufe von Demenz vorliegen könnte.

Bemerken Sie an sich selbst, dass Sie sich plötzlich Dinge schlechter und nicht mehr lange merken können? Oder stellen Sie etwa bei Ihrem Angehörigen, Ihrem Vater, Ihrer Mutter oder Ihrem Partner fest, dass das Kurzzeitgedächtnis und die Merkfähigkeit gestört sind? Dinge werden dann plötzlich mehrfach gefragt und erzählt, Informationen wie Namen, Orte oder Beschreibungen schlechter behalten. Nicht in jedem Fall liegt automatisch eine Demenz vor. Es können auch Anzeichen einer natürlichen Altersvergesslichkeit sein. Möglicherweise ist es für Sie jedoch so auffällig, dass Sie daher an „Demenz“ oder „Alzheimer“ denken – ein Gedanke, der Ihnen Angst macht und Sorge für sich und die Familie aufkommen lässt. Doch es ist ein Gedanke, der in manchen Fällen nicht außer Acht gelassen werden sollte und bei dem ärztliche und psychologische Hilfe sinnvoll und wichtig ist.

Eine erste Tendenz kann Ihnen ein einfacher Test mit Bildern, Wörtern und Zahlen geben, den Sie selbst oder mit Ihrem Angehörigen zusammen nachfolgend schnell und unkompliziert online durchführen können. Achtung: Dieser Test kann den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Um eine eindeutige Diagnose stellen zu können, bedarf es weiterer Tests, die zur Diagnostik einer frühen Demenz auch als mögliche Folge von Long Covid angewendet werden.

Demenz-Risiko erkennen: Machen Sie jetzt den Gedächtnistest mit Bildern, Wörtern und Zahlen

Termine notieren – im Kalender oder auf Post-its – kann helfen, seinen Alltag besser zu organisieren. Eine anhaltende und schlechter werdende Vergesslichkeit kann ein  Hinweis auf Demenz oder Alzheimer sein und sollte mit einem Arzt besprochen werden.
Vergesslich ist jeder Mensch mal – da hilft es, sich gut zu organisieren und Termine zu notieren. Eine fortschreitende Vergesslichkeit könnte auch ein Indiz für eine Vorstufe von Demenz und Alzheimer sein. (Symbolbild) © Photojog/Imago

Mediziner und Ärzte führen als Teil einer ausführlichen Diagnostik häufig den sogenannten „Mini-Mental-Status-Test“ (MMST) durch. Er kann unter anderem Aufschluss über kognitive Fähigkeiten sowie Einschränkungen geben und Hinweise dazu liefern, ob möglicherweise nur eine gewöhnliche Vergesslichkeit oder gar eine Vorstufe von Demenz oder Alzheimer vorliegen könnte, laut Alzheimer Forschung Initiative e. V. (AFI).

Der Mini-Mental-Status-Test setzt sich aus einem Interview mit Handlungsaufgaben und praxisnahen Fragen zusammen. Dabei geht es darum, das Orientierungsvermögen (mit Fragen nach Ort und Zeit), die Merkfähigkeit von Bildern und Wörtern, Aufmerksamkeitsspanne, Rechenfähigkeit sowie Sprachverhalten zu überprüfen. Kognitiv-gesunde Menschen können auf diese Fragen und Aufgaben in der Regel ohne Probleme richtig antworten und reagieren.

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Menschen mit Verdacht auf eine Alzheimer-Erkrankung oder andere Form der Demenz, zeigen bei diesem Test häufig Schwierigkeiten. Wer ein bestimmtes Persönlichkeitsmerkmal hat, ist laut Studie besonders gefährdet, eine Demenz oder Alzheimer zu entwickeln. Eine Heilung von Alzheimer gibt es nicht, wenngleich aktuelle Studien Grund zur Hoffnung geben könnten.

Test 1 bei Demenz und Alzheimer: Bildmotive merken

Möchten Sie herausfinden, wie gut Sie sich Dinge merken können oder haben Sie bereits das Gefühl, in Ihrer Merkfähigkeit eingeschränkt zu sein? Dann können Ihnen einfache Tests Aufschluss darüber geben, wie es um Ihr Gedächtnis steht.

Sehen Sie sich folgende zehn Bilder an und versuchen Sie sich diese zu merken.

Test 2 bei Demenz und Alzheimer: Figuren erkennen und nachzeichnen

Nun versuchen Sie folgende zwei geometrische Figuren jeweils auf einem Blatt Papier nachzuzeichnen. Gelingt es Ihnen einwandfrei oder erkennen Sie von sich aus Probleme bei dieser Übung?

Menschen, die Anzeichen von Demenz und Alzheimer zeigen, haben häufig Schwierigkeiten, geometrische Figuren wie Quadrat mit Rechteck zu benennen und nachzuzeichnen.
Zur Überprüfung der sprachlichen Fähigkeiten werden im Test auch geometrische Gegenstände gezeigt, die benannt und nachgezeichnet werden müssen, beispielsweise Quadrat und Rechteck. (Symbolbild) © Ippen Digital Media GmbH
Menschen, die Anzeichen von Demenz und Alzheimer zeigen, haben häufig Schwierigkeiten, geometrische Figuren wie ein Dreieck zu benennen und nachzuzeichnen.
Zur Überprüfung der sprachlichen Fähigkeiten werden im Test auch geometrische Gegenstände gezeigt, die benannt und nachgezeichnet werden müssen, beispielsweise ein Dreieck. (Symbolbild) © Ippen Digital Media GmbH

Test 3 bei Demenz und Alzheimer: Welche Bildmotive aus Test 1 haben Sie sich gemerkt?

Nach dem Zeichnen der geometrischen Figuren prüfen Sie sich selbst, welche der Bildmotive Sie sich gemerkt haben und notieren diese schriftlich. Zum Abgleich können Sie anschließend die Bildmotive erneut ansehen.

Test 4 bei Demenz und Alzheimer: Wörter merken

Test 5 bei Demenz und Alzheimer: Rechenaufgaben lösen

Versuchen Sie folgende Additions- und Subtraktionsaufgaben zu lösen und notieren Sie sich die Ergebnisse auf einem Blatt Papier. Klappt es gut oder fällt es Ihnen eher schwer, die Rechnungen im Kopf zu lösen?

Test 6 bei Demenz und Alzheimer: Welche Wörter aus Test 4 haben Sie sich gemerkt?

Nach den Rechenaufgaben prüfen Sie sich selbst, welche der Wörter aus Test 4 Sie sich gemerkt haben und notieren diese schriftlich. Anschließend können Sie die zehn Wörter zum Abgleich erneut ansehen.

Demenz-Gedächtnistest: Wie ist Ihre Aufmerksamkeit und Merkfähigkeit?

Was ist Ihnen aufgefallen? Was konnten Sie sich merken? Machen Sie im besten Fall diese Tests im Beisein eines Angehörigen, Freundes oder des Partners, um Ihre Lösungen möglichst wahrheitsgetreu festzuhalten. Sollten Sie im Rahmen dieser Testbeispiele feststellen, dass Sie sich wiederholt weniger als jeweils fünf Wörter und Bildmotive merken können, Schwierigkeiten beim Nachzeichnen der geometrischen Figuren sowie Rechenaufgaben haben, besprechen Sie sich mit Ihrem Hausarzt.

Demenz-Gedächtnistest: Bedeutet das Ergebnis nun eine Vorstufe von Demenz oder Alzheimer?

Im Gegensatz zur gewöhnlichen oder altersbedingten Vergesslichkeit, der man in gewissem Rahmen vorbeugen kann, hat eine Alzheimer-Erkrankung und andere Formen der Demenz Auswirkungen auf das Kurzzeitgedächtnis. Das bedeutet, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit sowie Sprache sind mehr oder weniger stark beeinträchtigt. Aufgrund von Gedächtnisstörungen werden auch Schwierigkeiten in der räumlichen sowie zeitlichen Orientierung deutlich.

Diese Gedächtnistests sind Beispiele und Teil einer umfassenden medizinischen Diagnostik, die bei Betroffenen angesetzt werden kann. Sie ersetzen jedoch nicht den Besuch und die Untersuchung beim Facharzt. Psychologische Hilfe erhalten Sie bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG). Hier finden Sie auch Beratung für jüngere Menschen mit Demenz, für Angehörige sowie Betroffene speziell mit Alzheimer. „Erst jetzt werden Demenzen auch bei jüngeren Menschen regelmäßig auch als solche erkannt, während früher sehr häufig andere Erkrankungen wie eine Depression diagnostiziert wurden. Von einem tatsächlichen Anstieg der Erkrankungshäufigkeit in diesem Alter ist aber nicht auszugehen“, berichtet Professor Dr. Thyrian, Vorstandsmitglied der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz.

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