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Gesund altern: Flüssigkeitszufuhr und Trinkmenge sind entscheidend

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Von: Judith Braun

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Wer viel Flüssigkeit aufnimmt, kann nicht nur den Alterungsprozess aufhalten. Es hilft auch, das Risiko für chronische Krankheiten zu reduzieren.

Beim ewigen Jungbrunnen handelt es sich eigentlich um eine volkstümliche Vorstellung: Das Wasser einer Quelle soll demjenigen, der es trinkt, Verjüngung und ewige Jugend verheißen. Wenn es denn so einfach wäre, wird sich der ein oder andere wohl denken. Dabei scheint dieses Bild der Realität weniger fern zu sein, als man glauben mag. Denn neben der richtigen Ernährung gegen Altern und beispielsweise schnellem Gehen mit lebensverlängernder Wirkung kann auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr den Alterungsprozess bremsen. So erkannten Wissenschaftler aus den USA in ihrer Beobachtungsstudie den Anti-Aging-Effekt einer ausreichenden Trinkmenge, zum Beispiel an Wasser.

Altern bremsen mit Wasser: Studie zeigt, welche Trinkmenge entscheidend ist

Älteres Paar trinkt gemeinsam Wasser
Eine gute Flüssigkeitszufuhr bereits in mittleren Jahren könnte den Alterungsprozess verlangsamen und ein Leben ohne Krankheit verlängern. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie. © Cavan Images/IMAGO

„Gute Flüssigkeitszufuhr in mittleren Jahren könnte den Alterungsprozess verlangsamen und das krankheitsfreie Leben verlängern“, heißt es in einem Bericht des Teams um Dr. Natalia Dmitrieva vom Laboratory of Cardiovascular Regenerative Medicine am National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI) in Bethesda im US-Staat Maryland. Für ihre auf dem Fachportal eBioMedicine veröffentlichte Studie werteten die Wissenschaftler Gesundheitsdaten von 11.255 Erwachsenen aus. Die Daten stammten aus der „Atherosclerosis Risk in Communities study“ und überblicken einen Zeitraum von 25 Jahren. In dieser Zeit wurden die Teilnehmer insgesamt fünfmal untersucht (im Alter von 50 bis 59 Jahren und im Alter von 70 bis 90 Jahren). Dabei zeigte sich, dass nicht nur ältere Menschen zu einer ausreichenden Trinkmenge motiviert werden sollten.

Anhand der Natriumwerte ermittelten die Forscher die im Schnitt aufgenommene Flüssigkeit. Denn je weniger eine Person trinkt, desto mehr Natrium hat sie im Blut. Dabei zeigte sich bereits, dass über die Hälfte der Studien-Teilnehmer die in den USA empfohlene Trinkmenge (täglich 1,5-2,2 Liter Flüssigkeit für erwachsene Frauen und 2-3 Liter für Männer) nicht erreichten. Die Natriumwerte (laut den Wissenschaftlern gelten Natriumwerte von 135-146 milliequivalents per liter (mEq/L) als normal) wurden in Korrelation mit dem Alterungsprozess gebracht. Dieser wurde mithilfe von verschiedenen Markern wie Cholesterinwerte, Blutzucker und Blutdruck beurteilt. Anhand der Daten untersuchten sie die Auswirkungen auf das Altern, das Risiko für einen frühen Tod und das Risiko für chronische Krankheiten und kamen zu folgenden Ergebnissen:

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Trinken gegen Altern: Menschen mit hohen Natriumwerten können von Studie profitieren

Ob und wie viel Trinken wirklich ein gesundes Altern fördern, müsse in weiteren Kontrollstudien erst noch erforscht werden, da die Ergebnisse der Untersuchung keine kausalen Folgerungen zulassen würden, so die Forscher. Dennoch könnten Personen mit Natriumwerten ab 142 mEq/L ihre Trinkgewohnheiten analysieren und so von der Studie profitieren. Laut Studienautorin Dmitrieva sei es einfach, sich mehr Flüssigkeit etwa mit Wasser, Säften oder auch mit saftigem Gemüse und Früchten zuzuführen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren und Redakteurinnen leider nicht beantwortet werden.

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