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Akupunktur bei chronischen Rückenschmerzen: Welche Behandlungen die Krankenkassen zahlen

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Von: Juliane Gutmann

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Die feinen Nadeln, die im Rahmen der Akupunktur zum Einsatz kommen, verursachen keine Schmerzen.
Die feinen Nadeln, die im Rahmen der Akupunktur zum Einsatz kommen, verursachen keine Schmerzen. © Manu Reyes/imago-images

Die Akupunktur als fernöstliche Heilbehandlung soll diverse Beschwerden lindern. Bei welchen Leiden die Kassen Kosten übernehmen, erfahren Sie hier.

Schmerzen lindern ganz ohne Nebenwirkungen, die Durchblutung fördern, Muskeln entspannen und das Immunsystem anregen: Viele Menschen schwören auf Akupunktur. Sie gilt als eine wichtige Säule der traditionellen chinesischen Medizin*. Während der Behandlung werden feinste Nadeln in bestimmte Bereiche des Körpers gesteckt mit dem Ziel, Schmerzen und andere Beschwerden zu lindern. Auch weil es sich um keine schulmedizinische Maßnahme handelt, müssen Patienten Akupunktur-Kosten häufig selbst tragen – doch nicht immer.

So informiert die Verbraucherzentrale, dass gesetzliche Krankenkassen seit 2007 bei chronischen Rückenschmerzen der Lendenwirbelsäule und des Kniegelenks die Kosten einer Akupunkturbehandlung übernehmen, wenn die Schmerzen seit mindestens sechs Monaten bestehen. Viele Kassen würden die Kosten der Behandlung auch bei anderen Erkrankungen tragen, heißt es weiter.

Akupunktur: Kostenübernahme auch durch Krankenzusatzversicherungen möglich

Vonseiten der IKK Classic heißt es: „Voraussetzung für die Kostenübernahme ist, dass Ihre chronischen Schmerzen in der Lendenwirbelsäule oder in mindestens einem Kniegelenk durch Gonarthrose vor mindestens sechs Monaten von Ihrem Arzt diagnostiziert wurden. Die Behandlung muss dann von einem Facharzt erfolgen“. Auch die Techniker Krankenkasse und die Barmer zahlen in diesen Fällen Akupunktur-Sitzungen, sofern eine ärztliche Empfehlung vorliegt. Patienten haben dabei Anspruch auf bis zu zehn Akupunktursitzungen pro Krankheitsfall, und zwar innerhalb von maximal sechs Wochen.

Ob und in welchem Umfang Ihre Krankenkasse auch weitere Akupunktur-Behandlungen zahlt oder bezuschusst, können Sie bei Ihrem zuständigen Berater erfragen. Auch Krankenzusatzversicherungen können eine Kostenübernahme beinhalten, informiert die Verbraucherzentrale. In jedem Fall sollte mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden, wie dieser den Erfolg einer Akupunktur-Behandlung einschätzt. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Weiterlesen: Überblick über Krankenzusatzversicherungen: Wer einen Abschluss plant, sollte diese Regel beherzigen.

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