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Affenpocken: Experte hat Angst, „dass sich Virus bei uns festsetzen könnte“

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Von: Judith Braun

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Die Affenpocken beschäftigen derzeit Forscher und Wissenschaftler. Virologe Gerd Sutter schätzt die Gefahr für eine Endemie ein.
Die Affenpocken beschäftigen derzeit Forscher und Wissenschaftler. Virologe Gerd Sutter schätzt die Gefahr für eine Endemie ein. (Symbolbild) © Freya Kaulbars/RKI/dpa

Steht uns mit den Affenpocken eine neue Endemie in Europa bevor? Virologe Gerd Sutter befürchtet, dass das Virus heimisch werden könnte.

München – Seit den jüngsten Ausbrüchen der Affenpocken in verschiedenen Ländern weltweit beschäftigt das Virus derzeit Virologen und Forscher. Zwar geht man davon aus, dass uns nach Corona nicht die nächste Pandemie bevorsteht, dennoch raten Experten zur Wachsamkeit. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (55, SPD) kündigt unlängst die Lieferung von 40.000 Impfdosen gegen Affenpocken an.
Trotz des im Vergleich zu Corona harmlosen Virus muss nach Einschätzung des Virologen Dr. Gerd Sutter alles dafür getan werden, damit eine große Pocken-Impfkampagne nicht notwendig wird, wie 24vita.de verrät.

Sutter ist Virologe an der Ludwig-Maximilians-Universität und kennt sich wie kein anderer mit den sogenannten Zoonosen aus: Das sind Krankheiten, die zwischen Tieren und Menschen übertragen werden. Zu den Zoonosen zählt auch das Affenpockenvirus, dessen Symptome mit denen einer Grippe leicht zu verwechseln sind. Weil er zu den Pockenviren forscht, ist er laut dem „Spiegel“ „einer der besten Pockenvirenkenner in Deutschland“. Gegenüber dem Magazin schätzt er unter anderem die Gefahr für eine Endemie ein und erklärt dabei, dass das Affenpockenvirus genauso wie die seit den 80er Jahren ausgerotteten Menschenpocken zur Gattung der Orthopockenviren gehört. Während Menschenpocken allerdings auf einen Wirt spezialisiert sind, kommen Affenpocken mit ganz vielen Wirten zurecht – einschließlich des Menschen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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