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Abnehmen klappt nicht trotz Ernährungs-Umstellung und Sport? Was dahinter stecken könnte

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Von: Lea-Sophie Mollus

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Abnehmen: Eine Sache, die viele Menschen beschäftigt. Klappt es trotz Sport und gesunder Ernährung nicht, könnte es eine andere Ursache haben.

Frankfurt – Sport, gesunde Ernährung, Diät: Wer abnehmen will, kann auf verschiedene Optionen zurückgreifen – das Internet ist voll von allen möglichen Tipps und Tricks zum Gewicht verlieren. Trotzdem hilft nichts? Dann könnte es eine andere Ursache haben, dass die Kilos nicht purzeln.

Vor allem Frauen haben häufiger das Problem, dass sie trotz Sport, gesunder Ernährung oder sogar strengem Verzicht einfach nicht abnehmen. Die Ursache liegt dann meist tiefer: Häufig sind die Hormone Schuld und verhindern den Gewichtsverlust.

Abnehmen leicht gemacht: Ein einfaches Hausmittel kann dabei helfen. (Symbolbild)
Abnehmen leicht gemacht: Ein einfaches Hausmittel kann dabei helfen. (Symbolbild) © Chris Radburn

Wenn das Abnehmen schwerfällt, könnte es an einem gestörten Hormon-Haushalt liegen

Wenn die Kilos einfach nicht purzeln wollen, kann das frustrierend sein. Wie Gynäkologin und Hormonexpertin Dr. Sara Gottfried gegenüber dem Gesundheitsmagazin fitforfun.de sagt, hat Übergewicht auch etwas mit fehlgesteuerten Hormonen zu tun.

Hormone steuern als Botenstoffe sämtliche Stoffwechselprozesse, bestimmen zum Beispiel, was mit der Nahrung im Körper passiert, wo und in welcher Menge Fett gespeichert wird und wie gut unser Schlaf ist. Sie beeinflussen die Darmflora und unsere Stimmung. Da Hormone also für einige Vorgänge im Körper zuständig sind, kann ein großes Chaos entstehen, wenn das System an einer Stelle mal nicht richtig funktioniert. So auch beim Abnehmen. Glücklicherweise lassen sich die Hormone recht leicht beeinflussen – wenn man einige Dinge beachtet.

Der Schlüssel zum Abnehm-Erfolg können die Hormone sein

Zum einen ist Stress laut Dr. Gottfried ein Faktor, der den Hormonhaushalt durcheinander bringen kann. Wenn wir gestresst sind, fühlen nicht nur wir uns oft überfordert – diese Überforderung gilt auch für das Hormonsystem. Bei Stress geht der Körper – ebenso wie bei Trauer und zu wenig Schlaf – in den Überlebensmodus und lagert mehr Fett ein. Dann mit einer Diät oder Fasten entgegenwirken zu wollen, kann genau das Gegenteil bewirken.

Auch zu viel Sport ist nicht das Allheilmittel: Im Zweifel wird das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet. Bei Frauen kann zu viel Sport sogar so sehr die Hormone verändern, dass sie ihre Periode verlieren.

Wie fitforfun.de berichtet, wird Cortisol auch bei zu wenig Schlaf ausgeschüttet. Schon wer vier Nächte lang weniger als sieben Stunden schläft, hat einen erhöhten Insulin- und Ghrelinwert und dadurch mehr Hunger – zudem speichert der Körper mehr Fett.

Wer trotz Sport und gesunder Ernährung nicht abnimmt, kann es mit einer Hormon-Diät versuchen

Helfen, den Hormonspiegel wieder ins Gleichgewicht zu bringen und dadurch abzunehmen, können sogenannte Hormon-Diäten. Dr. Sara Gottfried hat dazu die „Food-First-Strategie“ entwickelt. Grundsätzlich gute Lebensmittel für die Hormone sind demnach zum Beispiel Fisch, Olivenöl, Nüsse, Salat und Gemüse. Als hinderlich haben sich dagegen unter anderem rotes Fleisch, Wurstwaren, Milchprodukte, Alkohol und Kaffee erwiesen. Einige Lebensmittel können sogar den Muskelaufbau fördern, andere Lebensmittel können hingegen das Krebsrisiko steigern.

Während der Hormon-Diät wird 21 Tage lang jeweils für drei Tage ein bestimmtes Hormon in den Blick genommen: Östrogene, Insulin, Leptin, Cortisol, Schilddrüse, Wachstumshormone und Testosteron – in dieser Reihenfolge. Dabei gilt zum Beispiel in der ersten Phase der Verzicht auf Fleisch und Alkohol, um den Östrogenspiegel zu senken, in Phase vier stehen hingegen zu viel Cortisol Kaffee und Koffein auf der Abschussliste und in der siebten und letzten Phase beschäftigt man sich mit giftigen Stoffen in Kosmetik und Verpackungen. (Lea-Sophie Mollus)

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