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Der Coronavirus in China hängt auch mit speziellen Delikatessen zusammen.
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Der Coronavirus in China hängt auch mit speziellen Delikatessen zusammen.

Delikatessen

Coronavirus verbreitet sich: Das haben Restaurants damit zu tun

Das Coronavirus hat Deutschland erreicht. Die Herkunft des Virus ist noch nicht abschließend geklärt, aber Restaurants könnten eine wichtige Rolle spielen.

  • Das Coronavirus soll seinen Ursprung auf einem chinesischen Wildtiermarkt haben.
  • Wildtierfleisch wird in China auch in Restaurants angeboten.
  • Es wird oft illegal gefangen und verkauft.

Seit seinem Auftauchen in Deutschland ist das Coronavirus zum zentralen Thema geworden, das viele Fragen aufwirft und einiges an Unsicherheit schürt. Eine große Unbekannte war die Herkunft des Virus.

Coronavirus durch gefährliche Delikatessen?

Mittlerweile gilt als wahrscheinlich, dass das Virus beim Verkauf von Wildtieren auf dem Huannan-Markt in Wuhan übertragen worden sei, wie Merkur.de berichtet*. Auf dem Markt werden Meeresfrüchte, aber auch exotische Wildtiere wie Füchse, Stachelschweine, Schildkröten, Krokodile, Schlangen und Pfaue an Privatleute und Restaurants verkauft.

Bis zu 112 verschiedene Arten solcher Wildtiere sollen auf dem Markt in Wuhan angeboten worden sein, wie die "South China Morning Post" berichtet. Die exotischen Tiere werden in freier Wildbahn gefangen und finden viele Abnehmer. Frittierte Vogelspinnen, Geschnetzeltes vom Affen, Elefantensteak oder Schlangendip – was europäische Mägen umdreht und höchstens noch im Dschungelcamp serviert wird, gilt für viele Chinesen immer noch als besondere Delikatesse und wird sogar in Restaurants verkauft. Die Art, wie die Tiere und ihr Fleisch auf dem Markt gelagert, geschlachtet und verkauft werden, kann leicht zu Kreuzkontaminationen führen, wie das chinesische Nachrichtenportal weiter ausführt und mit Beispielbildern belegt.

In Proben, die auf dem Markt genommen wurden, sei der Erreger nachgewiesen worden, hieß es. Chinesische Wissenschaftler haben das Coronavirus analysiert und sind zu der Erkenntnis gekommen, dass es durch Fledermäuse oder Schlangen übertragen worden sein könnte, zitiert der BR eine der beiden Studien aus dem "Journal of Medical Virology".

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Coronavirus: Verkaufsverbot von Wildtieren auf Märkten und in Restaurants

Die chinesische Regierung hat reagiert und ein temporäres Verkaufsverbot von Wildtieren auf Märkten, Online-Plattformen und in Restaurants erlassen, wie verschiedene Medien aber auch Umwelt- und Tierschutzorganisationen berichten. Aus Sicht von Daniela Schrudde ein wichtiger Schritt. Die Tierärztin und Leiterin für Tierschutzarbeit bei der Welttierschutzgesellschaft erklärt: "Unter allen bei Menschen neu aufgetretenen Krankheiten waren in den letzten 30 Jahren etwa 70 Prozent tierischen Ursprungs. Vor diesem Hintergrund können Tiermärkte, die Wildtiere für den menschlichen Verzehr verkaufen, ein enormes Gesundheitsrisiko darstellen."

Auch der SARS-Ausbruch im Jahr 2002 habe zu temporären Schließungen der Wildtiermärkte geführt, berichtet Schrudde weiter. Der Zusammenhang scheint also bekannt. Zu einem dauerhaften Verbot von Wildtierfleisch in Restaurants oder seinem Verkauf auf Märkten, geschweige denn einer Abkehr von Wildtier-Gerichten habe dies dennoch nicht geführt. Ein Fehler, den wir nun mit dem Auftauchen des Coronavirus und seinen Auswirkungen bezahlen?

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Die Verbreitung von Viren wie Sars-CoV-2 ist ein Preis der Gier.*

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Balut sind halb ausgebrütete Vogeleier - in Vietnam und auf den Philippinen gelten sie als Delikatesse. © Getty Images/iStockphoto/violettenlandungoy
Geröstete Ratte isst man in Kambodscha gern. Auch als Suppeneinlage ist sie dort beliebt. Geschmacklich soll sie Aal ähneln.
Geröstete Ratte isst man in Kambodscha gern. Auch als Suppeneinlage ist sie dort beliebt. Geschmacklich soll sie Aal ähneln. © Getty Images/iStockphoto/ElenaMirage
Sieht doch richtig lecker aus: gekochte Qualle mit Erdnusssauce. Ein leichtes und magenfreundliches Gericht aus China.
Sieht doch richtig lecker aus: gekochte Qualle mit Erdnusssauce. Ein leichtes und magenfreundliches Gericht aus China. © Getty Images/iStockphoto/armcreation
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So ein knusprig frittierter Skorpion gilt in China als leckerer Snack. Bis auf den Stachel ist er komplett genießbar. © Getty Images/iStockphoto/vovashevchuk
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Cuy oder Riesenmeerschweinchen ist im ländlichen Peru ein beliebtes Alltagsgericht. © Getty Images/iStockphoto/ThomasBauer_Reisebuch
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Lust auf frittierte Heuschrecke? Dazu müssen Sie nicht mal nach Thailand fahren: Im Internet können Sie die Tierchen verzehrfertig bestellen. © Getty Images/iStockphoto/ImPerfectLazybones
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Auch Käferlarven, Maden und Mehlwürmer liefert der Online-Handel inzwischen bequem ins Haus. Authentischer schmeckt's auf einem thailändischen Markt. © Getty Images/iStockphoto/antpkr

*fr.de und merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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