Werbungskosten für Bücher: Nur bei beruflicher Nutzung

Lehrer können die Kosten von Büchern und Zeitschriften als Werbungskosten bei der Steuer geltend machen. Voraussetzung ...

München. Lehrer können die Kosten von Büchern und Zeitschriften als Werbungskosten bei der Steuer geltend machen. Voraussetzung dafür ist, dass die Literatur überwiegend beruflich genutzt wird, wie der Bundesfinanzhof in München in einem Urteil erläutert hat.

Geklagt hatte ein Realschullehrer, dem das Finanzamt zunächst nur die Hälfte der Bücherausgaben erstattet hatte (Aktenzeichen: VI R 53/09). Der Bundesfinanzhof entschied jetzt, dass das Finanzamt bei überwiegend beruflich genutzten Büchern die gesamten Kosten erstatten muss. Dafür müsse bei jedem Buch einzeln untersucht werden, ob es nur für den Unterricht oder auch aus privatem Interesse angeschafft wurde.

Der Lehrer müsse allerdings nicht exakt nachweisen können, in welcher Stunde er welchen Teil des Buches genau verwendet habe. Wenn ein Buch zum Beispiel zur Unterrichtsvorbereitung genutzt wird, gilt das bereits als berufliche Verwendung. (dpa/tmn)

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