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Während die Zinsen für Sparanlagen sinken, steigt die Attraktivität anderer Produkte.

Alternative Anlageprodukte:

Immobilien, ETCs, Spar-CFD

Bei der Geldanlage ist die Diversifikation, also die Streuung des Kapitals auf verschiedene Anlageprodukte, ein probates Mittel, um eine gesunde Mischung aus Rendite und Risiko zu erreichen.

Mit alternativen Anlageprodukten ist es möglich, das Portfolio diversifizierter aufzubauen und von unterschiedlichen Vorteilen zu profitieren. Wir stellen in diesem Artikel einige alternative Anlageprodukte vor.

Warum sollte ich in alternative Geldanlagen investieren?

Seit Jahren herrscht bei Sparern aufgrund der Niedrigzinspolitik in der EU Flaute. Die Zinsen auf konservative Sparanlagen wie Tagesgeld oder Festgeld sind nicht in der Lage, die Inflation zu schlagen. Die Folge ist eine Entwertung des Kapitals, so dass man sich trotz Sparens mit dem angesammelten Geld insgesamt weniger leisten kann.

Daher sind alternative Geldanlagen und Investments immer interessanter geworden. Mit Aktien, ETFs und Fonds gibt es eine Reihe von bekannten Geldanlagen, die sich größerer Beliebtheit erfreuen. Diese werden aber eher als herkömmliche Investments bezeichnet. Unter alternativen Anlageprodukten versteht man innovative Finanzprodukte, die ein anderes Renditepotential – im besten Falle ein weitaus höheres – und häufig auch eine höhere Komplexität aufweisen.

Sie können sich aber auch durch eine niedrigere Transparenz und eine geringere Liquidität auszeichnen, weshalb auch das Risiko bei solchen Investitionen größer ist. Die alternativen Anlageprodukte bieten aber dennoch eine gute Möglichkeit, um das eigene Portfolio breiter zu streuen und bisher ungenutzte Renditechancen zu nutzen. Auf die sicheren Säulen wie Tages- oder Festgeld und mit Abstrichen auch Aktien sollten Sie nicht verzichten. Eine Erweiterung des Portfolios durch alternative Investments ist aber durchaus sinnvoll. Die breite Produktpalette der Finanzmärkte lässt natürlich keine umfassende Betrachtung aller alternativen Anlageprodukte zu. Wir betrachten allerdings ein paar für Privatinvestoren interessante Varianten:

  • Indirekte Immobilienanlagen
  • Spar-CFD
  • ETCs

Mit indirekten Immobilienanlagen vom Boom profitieren

Bei einer direkten Investition in Immobilien ist für viele Privatpersonen der Erwerb eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung das Ziel. Hierfür wird allerdings eine große Menge Kapital und in der Regel eine Fremdfinanzierung nötig. Weiterhin werden solche Immobilien meist zur Eigennutzung verwendet und bringen in diesem Fall auch keine Erträge. Laufende Kosten sind ebenfalls zu bedenken.

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Als Alternative werden indirekte Immobilienanlagen immer beliebter. Hier gibt es beispielsweise folgende Investitionsmöglichkeiten:

  • Offene oder geschlossene Immobilienfonds
  • Investition in Immobiliengesellschaften
  • Investition in REITs

Mit dem Spar-CFD Zinsunterschiede ausnutzen

Der Spar-CFD wurde vom Online-Broker nextmarkets entwickelt. Es handelt sich dabei um einen speziellen Differenzkontrakt (Contract for Difference), der die Zinsunterschiede zwischen Europa und den USA ausnutzt. Die Nullzinspolitik in der EU verhindert große Sparzinsen. In den USA sind nach der Bankenpleite 2008 die Zinsen mittlerweile allerdings wieder stärker angezogen. Die Zinsen sind in den letzten Jahren in den USA kontinuierlich gestiegen und auch im letzten Jahr hat die FED die Leitzinsen bereits viermal erhöht.

CEO Manuel Heyden von nextmarkets geht auch in den nächsten Jahren von steigenden Zinsen in den US aus.

So lange die aktuellen Zinsunterschiede zwischen Europa und den USA bestehen, wird der Spar-CFD eine jährliche Rendite von 1,5 Prozent abwerfen. Erst wenn sich die Zinsen wieder annähern, sinkt auch die Rendite dieses speziellen CFDs. Wie es bei CFDs üblich ist, haben Sie jedoch jederzeit die Möglichkeit zum Verkauf. Sollte Ihnen also in Zukunft die Rendite nicht ausreichen, können Sie den Spar-CFD einfach wieder verkaufen. Weiterhin fallen während des Haltens keine Trading- oder Kontoführungsgebühren an, womit sich der Spar-CFD als sinnvolle Ergänzung für das eigene Portfolio eignet.

Mit ETCs an den Rohstoffmärkten teilhaben

Die ETCs (Exchange Traded Commodities) sind ähnlich aufgebaut wie ETFs, bei denen Sie die Qual der Wahl haben. Sie sind allerdings nicht von den Aktien und Indizes abhängig, sondern sind an die Wertentwicklung von Rohstoffen gekoppelt. Jedoch handelt es sich nicht um Investmentfonds, sondern um Schuldverschreibungen. Das sorgt für ein leicht erhöhtes Risiko, da die Gefahr eines Ausfalls des Emittenten zumindest vorhanden ist.

ETCs werden auch an den deutschen Börsen in Frankfurt und Stuttgart gehandelt, so dass auch für deutsche Anleger ein einfacher Zugriff möglich ist. Sie stellen somit eine kostengünstige und liquide Anlage auf eine breite Palette von Rohstoffen dar. Hierbei müssen Sie jedoch bedenken, dass die Schwankungen auf den Rohstoffmärkten mitunter sehr groß sind. Falls Sie bereits in Gold – als sicherer Hafen – investiert sind und weitere Rohstoffinvestitionen anstreben, stellen ETCs eine gute Ergänzung für Ihr diversifiziertes Portfolio dar.

Je nach Risikoaffinität sollten Sie den Anteil jedoch entsprechend kleiner oder größer wählen. Das gilt allerdings für alle Anlageprodukte, die Sie in Ihr Portfolio aufnehmen. Konservative Anleger entscheiden sich für höhere Anteile an Festgeld o. Ä. Risikoreiche Anleger haben einen größeren Anteil an Aktien, Rohstoffen etc. im Portfolio. Damit schaffen Sie die nötige Diversifikation bei gleichzeitiger Beachtung der Risiken.

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