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Atze Schröder in einer Würstchen-Werbung.
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Atze Schröder in einer Würstchen-Werbung.

Ups!

Das waren die größten Werbepannen 2016

Werbung ist ein hartes Business. Mit kreativen Ideen wollen die Unternehmen möglichst viel Aufmerksamkeit erheischen, um ihre Produkte besser zu verkaufen. Das kann gut funktionieren oder ganz nach hinten los gehen.

Werbung ist ein hartes Business. Mit kreativen Ideen wollen die Unternehmen möglichst viel Aufmerksamkeit erheischen, um ihre Produkte besser zu verkaufen. Das kann gut funktionieren oder ganz nach hinten los gehen. So auch 2016. Wir haben die größten Aufreger und Lacher gesammelt.

Atze Schröder/ Wiesenhof

Jenseits des guten Geschmacks bewegte sich die Werbe-Aktion, die der Fleischfabrikant Wiesenhof mit dem Proll-Comedian Atze Schröder startete. In einem Werbe-Clip hält Schröder eine Wurst in die Kamera und preist sie als die „größte Wurst des Sommers“ an und schiebt hinterher, dass „Gina und Lisa danach erstmal in die Traumatherapie“ müssten.

Damit spielte der Schauspieler ganz offensichtlich auf das Model Gina-Lisa Lohfink an, die in diesem Jahr wegen eines Vergewaltigungs-Prozesses in den Medien stand. Allerdings wurde der Clip schon vor dem Prozess produziert. Nachdem die Kritik an dem Werbefilm immer lauter geworden war, entschuldigten sich Schröder und das Unternehmen öffentlich und löschten den Clip.

Edeka und die vermeintlichen Nazi-Symbole

Im letzten Jahr hat Edeka viel Zuspruch für seinen rührenden Weihnachts-Werbespot erhalten – und wollte auch 2016 mit einem ähnlichen Konzept überzeugen. In dem Clip #Zeitschenken werden Eltern gezeigt, die wegen der stressigen Vorweihnachtszeit die Bedürfnisse ihrer Kinder vernachlässigen. Edeka möchte daran erinnern, dass die Zeit mit den Kindern allerdings wichtiger ist als Geschenke zu kaufen oder das Haus zu schmücken. Eine schöne Idee, allerdings enthält der Clip einige Stellen, in denen vermeintliche Nazi-Symbole gezeigt werden.

So fährt ein Auto mit dem Kennzeichen „MU-SS 420“ vor, das von Kritikern als Assoziation zur Nazi-Zeit gewertet wird: SS ist die Abkürzung von Hitlers grausamer „Schutzstaffel“ und auch die 420 ist ein Nazi-Code, der in rechten Kreisen als Abkürzung für Hitlers Geburtstag gesehen wird. Auch ein zweites Nummernschild im Werbeclip („SO-LL 3849“, 0:32 Min.) kann laut Kritikern als Nazi-Zeichen verstanden werden. Die Zahl „84“ – entsprechend der Buchstabenabfolge im Alphabet – steht in rechten Kreisen für „Heil Deutschland“, die „39“ für „Christliche Identität“ oder „Christian Identity“.

Cathy Hummels mit falscher Flagge

Die Moderation und Spielerfrau Cathy Hummels hat passend zur Fussball-EM in diesem Jahr im Zuge einer Werbeaktion einer Make-Up-Marke Schminktipps für die EM-Party gegeben. Unter dem Hashtag #EMforgirls zeigte die Münchnerin neben der Anleitung für den perfekten Deutschland-Look (ohne Schwarz-Rot-Gold-Streifen) auch Make-Up für die drei Gruppengegner Ukraine, Polen und Nordirland. Allerdings hat sie sich bei der Abbildung der polnischen Nationalflagge vertan – sie hat die Farben verdreht.

True Fruits regt mit anzüglichen Slogans auf

Der Bonner-Smoothie-Hersteller „True Fruits“ hat in diesem Jahr mit seiner Werbung so ein Aufsehen erregt, dass die Plakate angeblich sogar in Stuttgart und München verboten wurden. Grund dafür sind die anzüglichen Wortspiele wie „Samenstau“ oder „Oralverzehr“, mit denen das kleine Unternehmen wirbt. Allerdings ist nicht klar, ob es sich bei der Mitteilung über das Verbot seitens des Unternehmens nicht nur um einen PR-Trick handelt. Was jedoch wahr ist, sind die vielen Beschwerden, die beim Deutschen Werberat wegen der Aktion eingereicht worden sind – sie werfen dem Unternehmen vor allem Sexismus vor.

Damit auch alle in München und Stuttgart in den Samengenuss unserer Plakate kommen. t.co/BA06Q277G2 pic.twitter.com/t9isnR3DCB

— true fruits (@truefruits)

31. August 2016

Adidas schreibt Kolumbien falsch

Adidas ist seit 2011 Hauptsponsor der kolumbianischen Fußball-Nationalmannschaft. In diesem Jahr ist dem Sportartikel-Hersteller ein unglaublich peinlicher Fehler bei einer Werbekampagne unterlaufen: Die Verantwortlichen haben den Namen des Landes falsch geschrieben. In großen Buchstaben warb Adidas für „Columbia“ – richtig ist aber im Englischen „Colombia“. Die Panne hat weltweit für Lacher gesorgt.

Seriously, @adidasfootball - IT'S COLOMBIA, not Columbia! Colossal mistake for such a brand. Unacceptable @adidasCO pic.twitter.com/Xvapv2i2RD

— Eña Ossa-Eslait (@EnaOssaEs)

7. Juni 2016

Lidl: Die Wahl du hast

Dem Lebensmittel-Discounter Lidl ist ein Werbe-Fehler unterlaufen, der sich ausnahmsweise mal positiv ausgewirkt hat: Ein zweiteiliges Plakat wurde falsch herum geklebt, so dass der Slogan „Du hast die Wahl“ sich in das Star-Wars-Zitat „Die Wahl du hast“ umgekehrt hat.

Richtig aufkleben du musst. pic.twitter.com/rUn1duLxBF

— Faint Young (@body_fever)

24. September 2016

Die Panne wurde über einen Twitter-User bekannt, seitdem wurde es tausende Male retweetet und geliked. Auch viele Medien berichteten über den Fauxpas. Das Social-Media-Team von Lidl reagierte humorig und entwarf ein neues Plakat, das mit dem ebenfalls an die Yedi-Kultur angelehnten Spruch wirbt „Viel zu lernen du noch hast“ auffährt.

Shitstorm für Kreißsaal-Beauty-Tipps von DM

Für einen Shitstorm sorgte die Drogeriekette DM in Österreich mit einem Artikel über die Geburtsvorbereitung. Auf der unternehmenseigenen Website fragten die PR-Redakteure: „Wie schön müssen Mamis im Kreißssal sein?“ und gaben Tipps für die richtige Beauty-Vorbereitung für die Geburt. Dabei ging es unter anderem um die Enthaarung der Beine und des Intimbereiches oder der letzten Pediküre vor der Geburt. Im Netz wüteten Mütter über die Grenzen Österreichs hinaus über den Text – er würde den Eindruck erwecken, Mütter müssten bei der Geburt auf ihr Äußeres achten. So hat sich die Drogerie-Kette bei seiner Zielgruppe ziemlich ins Abseits geschossen. (chs)

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