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Viele Riester-Sparer verschenken Zulagen

Drei Millionen Riester-Sparer haben einer neuen Studie zufolge ihre Zulagen für 2007 verschenkt. Rund 977 Millionen ...

Frankfurt/Main/Berlin. Drei Millionen Riester-Sparer haben einer neuen Studie zufolge ihre Zulagen für 2007 verschenkt. Rund 977 Millionen Euro an Zulagen seien im Beitragsjahr 2007 nicht abgerufen worden.

Nach einer Berechnung des Forschungszentrums Generationenverträge der Universität Freiburg im Auftrag der Fondsgesellschaft Union Investment in Frankfurt, ist der größte Teil der entgangenen Förderung darauf zurückzuführen, dass Sparer ihren Zulagenantrag nicht gestellt haben. Zulagen können noch bis zwei Jahre nach Ende des jeweiligen Beitragsjahres beantragt werden.

Die staatlichen Zulagen für 2007 sind damit Ende 2009 verfallen. Ein Viertel der Sparer, knapp drei Millionen Menschen, habe die Förderung nicht beantragt und damit 660 Millionen Euro verschenkt, ergab die Studie. Weitere 313 Millionen Euro wurden nicht ausgeschöpft, weil nur gekürzte Zulagen gewährt wurden. Zulagen werden gekürzt, wenn Sparer nicht einen gewissen Mindesteigenanteil pro Jahr in den Vertrag einzahlen. Berechnet wird dieser Eigenanteil mit Hilfe des Bruttoeinkommens im jeweiligen Vorjahr.

Sparer sollten die Möglichkeit des Dauerzulagenantrags nutzen, rät das Forschungszentrum. Einmal gestellt, übernimmt der Anbieter - die Bank, Versicherung oder Fondsgesellschaft - den jährlichen Antrag auf die Zulage. Ende 2010 läuft die Antragsfrist für 2008 ab. Wer für dieses Jahr noch keinen Antrag eingereicht hat, sollte das nachholen.

Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums in Berlin gab es zum Ende des zweiten Quartals 2010 mehr als 13,85 Millionen Riester-Verträge in Deutschland. Die Zahl hat seit Einführung der Riester-Rente 2001 stetig zugenommen. Der weitaus größte Anteil entfällt auf Versicherungen, gefolgt von Investmentfonds- und Banksparplänen. (dpa/tmn)

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