Steuerlichen Abzug von Ausbildungskosten überprüfen

Berlin (tmn/dpa) - Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat sich der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes (BFH) angeschlossen. Demnach sind die Kosten für ein

Berlin (tmn/dpa) - Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat sich der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes (BFH) angeschlossen. Demnach sind die Kosten für ein Erststudium als Werbungskosten abzugsfähig, falls bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung vorliegt.

Auch ein Zweitstudium sei begünstigt. Wer beispielsweise nach erfolgreichem Bachelorabschluss den Master anschließt, kann die Studienkosten als vorweggenommene Werbungskosten absetzen. Erfolgt das Studium hingegen gleich nach dem Abitur, sind die Aufwendungen dafür dagegen nur als Sonderausgaben zu berücksichtigen. Darauf weist der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) hin. Dazu ist unter dem Aktenzeichen VI R 7/10 ein Revisionsverfahren beim BFH anhängig. Die Steuerexperten raten Betroffenen, gegebenenfalls Einspruch mit Hinweis auf das BFH-Verfahren einzulegen.

Denn der Unterschied ist relevant, so die NVL-Experten. Werbungskosten sind in der Höhe unbegrenzt abzugsfähig. Sie können unter Umständen als vorweggenommene Kosten in andere Jahre vor- oder zurückgetragen werden. Dagegen sind Sonderausgaben nur bis zu 4000 Euro absetzbar und nicht in andere Jahre übertragbar. Die Experten raten auch denjenigen, die bisher noch keine Einkommensteuererklärung eingereicht haben und hohe Ausbildungskosten hatten, eine Erklärung abzugeben.

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