Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Ehepaare können sich bei der Einkommensteuererklärung gemeinsam oder getrennt veranlagen lassen. Wer sich für die Einzelveranlagung entscheidet, kann unter Umständen trotzdem von den Vorsorgeaufwendungen des anderen profitieren. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
+
Ehepaare können sich bei der Einkommensteuererklärung gemeinsam oder getrennt veranlagen lassen. Wer sich für die Einzelveranlagung entscheidet, kann unter Umständen trotzdem von den Vorsorgeaufwendungen des anderen profitieren. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Einzelveranlagung

Steuer-Rat: Ehegatten profitieren von Partner-Ausgaben

Eheleute können trotz Einzelveranlagung von den Abzügen des Partners profitieren. Denn Vorsorgeaufwendungen werden hier geteilt. Erst dann wird geprüft, ob Höchstbetragsgrenzen überschritten wurden.

Berlin (dpa/tmn) - Eheleute können auswählen, ob sie ihre Einkommensteuererklärung gemeinsam oder einzeln abgeben wollen. Allerdings bleibt auch bei einer Einzelveranlagung der andere Ehepartner nicht gänzlich außer Betracht.

«So können auch getrennt veranlagte Partner von den Abzugsbeträgen des anderen Ehegatten profitieren», erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler.

Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) jetzt für Vorsorgeaufwendungen, also zum Beispiel Versicherungen, entschieden (Az.: III R 11/18).

Im Streitfall beantragte ein getrennt veranlagtes Ehepaar die hälftige Aufteilung ihrer Sonderausgaben. Nach der sogenannten Höchstbetragsberechnung ist für jeden Steuerzahler der Abzug der Sonderausgaben auf 2800 Euro bei Selbstständigen und 1900 Euro bei Arbeitnehmern begrenzt. Werden diese Grenzen nicht bereits durch die gezahlten Krankenversicherungsbeiträge ausgeschöpft, lassen sich so noch Ausgaben für andere Versicherungen absetzen.

Das Finanzamt rechnete zunächst die Abzugsbeträge aus und verteilte die Hälfte auf die Partner. Durch diese Rechenweise verschlechterte sich der Sonderausgabenabzug für die Ehefrau, wogegen diese klagte - und gewann. Der BFH bestätigte, dass zunächst die Ausgaben zu addieren und den Ehegatten dann zur Hälfte zuzuordnen sind. Erst danach erfolgt die Prüfung, ob die Höchstbeträge überschritten sind.

Generell gilt, dass Ehepaare mit jeder Einkommensteuererklärung prüfen können, ob sie sich gemeinsam oder getrennt veranlagen lassen wollen. Das lässt sich zum Beispiel mit der Software, die für die Erstellung der Steuererklärung genutzt wird, prüfen. Steuerliche Berater führen die Prüfung ebenfalls durch.

«Wer sich dann für die Einzelveranlagung entscheidet, kann gegebenenfalls trotzdem von den Vorsorgeaufwendungen des anderen profitieren», so Klocke. Dazu sollte der Steuerbescheid sorgfältig geprüft werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare