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Wer den gewohnten Standard im Alter halten will, braucht etwa 80 Prozent des letzten Nettogehalts.
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Wer den gewohnten Standard im Alter halten will, braucht etwa 80 Prozent des letzten Nettogehalts.

Expertin klärt auf

Von Riester bis Zuverdienst – zehn gängige Renten-Irrtümer

Rente mit 63? Das kann jeder nach 45 Arbeitsjahren! Durch die Riester-Rente hat man später ein gutes Auskommen. – Was ist dran an solchen Annahmen über die Rente? Finanzexpertin Margit Winkler erklärt, welche Vorsorge-Irrtümer noch immer herrschen.

Wer kurz vor der Rente steht, denkt oft nur über die Dinge nach, die er nun unbedingt tun möchte. Aber für Urlaube, Haussanierungen oder ein neues Hobby braucht man Geld. Hier vertrauen zukünftige Rentner auf ihre Rente. Durch die Rentenreform hat sich jedoch einiges geändert.

So bekommt man beispielsweise nicht immer das raus, was man erwartet. „Es gibt zahlreiche Rentenlügen, die gar nicht bekannt sind“, sagt Margit Winkler vom Institut GenerationenBeratung IGB. Die Expertin hat die zehn teuersten Renten-Irrtümer aufgelistet und erklärt, wie es wirklich ist.

1. Eine längere Arbeitszeit erhöht die Rente

Manche Menschen arbeiten extra noch ein paar Monate länger, um ihre Rente aufzustocken. Nur leider gibt es für jeden zusätzlichen Monat über die Regelaltersgrenze hinaus nur 0,5 Prozent Rentenzuschlag. Wenn jemand allerdings die Rente gar nicht annimmt, die er in dieser Zeit erhalten könnte, geht viel Geld verloren. Doch denken Sie auch daran, dass Sie für dieses Jahr auf Ihre Rentenzahlungen verzichtet haben. Dabei kann es um eine monatliche Rente in Höhe von 1000 Euro gehen – im Jahr also 12.000 Euro.

2. Rente mit 63? Das kann jeder nach 45 Arbeitsjahren!

Nach 45 Jahren Berufstätigkeit möchten die meisten am liebsten mit 63 in Rente gehen. Um eine abschlagsfreie Rente mit 63 zu erhalten, muss man jedoch vor 1953 geboren sein. Für alle anderen gilt das nicht. „Hier steigt die Altersgrenze sogar stetig um zwei Monate für jeden Geburtsjahrgang“, sagt Margit Winkler vom Institut GenerationenBeratung IGB. Beispiel: Richard H.* wurde 1964 geboren. Das heißt, er kann mit 65 in Rente gehen, wenn er 45 Jahre Pflichtbeitragszeiten hat.

3. Der Rentenbescheid ist da – nun geht es mit 63 in Rente

Wer die reguläre Altersgrenze erreicht und den Rentenbescheid bekommen hat, kann seine Berufstätigkeit einstellen. Bei der neuen Rente mit 63 läuft das jedoch anders. „Entscheidet man sich für die neue Rente mit 63 Jahren, steht eine Kündigung beim Arbeitgeber oder ein Aufhebungsvertrag zur Wahl. Fällt die Entscheidung auf die erste Option, müssen Kündigungsfristen beachtet werden“, weiß die Expertin.

4. Mehr als ein Zuverdienst von 450 Euro ist als Rentner nicht drin

Nicht jede Rente reicht für ein gutes Leben. Doch wieviel kann man wirklich hinzuverdienen ohne eine Kürzung? Die Beschränkung auf einen Verdienst von 450 Euro pro Monat gilt jedenfalls für Frührentner. Wurde das reguläre Rentenalter erreicht, ist dies nicht mehr der Fall. Dann kann man reinen Gewissens so viel verdienen, wie man möchte. Ohne Rentenabzüge! Mit der neuen Flex-Rente ab 2017 gibt es hier Anpassungen.

5. Man erhält nur dann die ganze Witwenrente, wenn die eigenen Einkünfte niedrig sind

Die volle Witwenrente erhält man nur in den ersten drei Monaten nach dem Tod. Danach müssen sämtliche Einkünfte angegeben werden. Da zählen neben der eigenen Rente, Mieteinnahmen, Privatrenten, 450-Euro Jobs, einfach alles dazu. Wenn die Summe dieser Einnahmen mehr als 756 Euro (Ost) bzw. 803 Euro (West) pro Monat ergeben, gibt es eine Kürzung bis hin zur Streichung der Witwenrente.

*Person frei erfunden

Lesen Sie bitte weiter auf der nächsten Seite.

6. Arbeitende Rentner können gekündigt werden

„Ein Rentner, der erwerbstätig ist, hat die gleichen Rechte wie alle anderen Arbeitnehmer“, weiß Winkler. Dazu gehört auch das Kündigungsrecht. Außerdem hat er einen Anspruch auf Urlaub und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, sowie Krankengeld.

7. Die zusätzliche Betriebsrente bekommt man netto

Oft hoffen Versicherte mit einer zusätzlichen Betriebsrente, dass sie im Alter besser dastehen. Die volle Auszahlung der Rente würde hier besonders helfen. Doch diese Rente unterliegt der vollen Besteuerung und es müssen in voller Höhe Kranken- und Pflegeversicherung gezahlt werden. Mehr als 20 Prozent der Rente verbleiben in den staatlichen Kassen.

8. Durch die Riester-Rente hat man später ein gutes Auskommen

„Das kommt ganz darauf an, was für jeden ein gutes Auskommen ist. Muss man beispielsweise noch 30 Jahre bis zur Rente arbeiten und zahlt monatlich 100 Euro in eine Riester-Rente ein, erhält man zum Schluss eine garantierte Monatsrente von beispielsweise 148 Euro“, sagt die Expertin. Diese garantierte Monatsrente kann höher ausfallen. Tatsache ist aber: Sie wird ein Leben lang gezahlt und das ist wichtig für unsere Grundversorgung.

9. Die Rente haben wir sicher

In Deutschland leben rund 20 Millionen Rentner. Inzwischen werden zwei Rentner von drei Arbeitnehmern ernährt. Das wird sich in den nächsten Jahren verschlechtern, denn dann gehen die Babyboomer in Rente. Die staatliche Rente wird bestenfalls die Grundversorgung darstellen und es ist schon längst beschlossene Sache, dass das Rentenniveau in den nächsten Jahren weiter sinkt: bis auf 42 Prozent. Da kann sich jeder selbst die Frage stellen, ob er mit 42 Prozent seines Nettoeinkommens später über die Runden kommt! Derzeit gibt es Bestrebungen von Frau Nahles, das derzeitige Niveau dauerhaft zu halten. Das Problem ist jedoch, dies zu finanzieren.

10. Prüfe, wer sich ewig bindet

Bei Rentenantrag geht es um weitereichende Entscheidung: denn was einmal betragt ist, kann nicht verändert werden. Doch wer kennt sich im Dschungel dieser Renten aus und vertritt die Interessen des Beantragenden? Deshalb gibt es seit einiger Zeit Rentenberater, die prüfen, welche Rente wirklich die Beste der zahlreichen Varianten ist, geben ihre Empfehlung und können sogar vor Gericht vertreten. Um diesen Prozess zu vereinfachen, bietet das Institut GenerationenBeratung direkt und über die Vermittler das Gutachten von Rentenberater an.

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