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Jede Woche an einem anderen Strand? Für "Senior Nomads" Debbie und Michael Campbell kein Problem.

"Senior Nomads"

Rentnerpaar hat alles verkauft - und ist jetzt glücklicher denn je

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Ein Rentnerpaar aus Seattle hat vor einigen Jahren so gut wie alle Besitztümer verkauft, inklusive des eigenen Hauses. Doch glücklich sind sie trotzdem.

Die einen sind glücklich, endlich in Rente gehen zu können, während andere befürchten, dass die Zeit ohne regelmäßige Arbeit schnell langweilig werden könnte. Um letzteres vorzubeugen, hat sich das US-amerikanische Paar Debbie und Michael Campbell aus Seattle vor sechs Jahren für einen drastischen Schritt entschieden: Sie haben all ihre Besitztümer, inklusive des eigenen Hauses, verkauft. Mit dem Geld erfüllen Sie sich seither einen ihrer größten Träume.

Rentnerpaar lebt als "Senior-Nomaden" - und reist durch die Welt

Einen festen Wohnort brauchen die beiden nicht, sie reisen seit Jahren durch die gesamte Welt. Für mehrere Wochen bleiben sie an einem Ort in gebuchten Airbnbs, während sie neue Orte erkunden und fremde Kulturen kennenlernen. Insgesamt haben die Campbells bereits 85 Länder und rund 400 Städte besucht.

Momentan leben der 74-Jährige und seine 63-jährige Frau in ihrem 240. Airbnb im französischen Cannes. Das Interessante daran: Die beiden Amerikaner sprechen nur Englisch, dennoch haben sie es mit Händen und Füßen geschafft, die ganze Welt zu bereisen.

Auch interessant: Diese 28-Jährige verdient 85.000 Euro im Monat - obwohl sie nur reist.

"Es war etwas, an was man sich erst gewöhnen musste. Aber jetzt sind wir froh, dass wir keine Sachen mehr besitzen." Mit dabei sind lediglich ein 23 Kilo schwerer Rucksack mit Kleidung und Computer. "Wir reisen nur mit ein paar Dingen und kaufen kaum etwas. Wir vermissen es nicht. Bevor wir auf Reisen gingen, haben wir Sachen eingelagert – heute wissen wir nicht mal mehr, was genau sich in der Lagerhalle befindet", erklärt das Paar gegenüber dem Kölner Express.

Falsche Züge, verlorene Gepäckstücke und Diebstahl - trotzdem reisen die Campbells weiter

Einziger "Luxus": Das Paar aus Seattle nimmt seine Kissen von zuhause überallhin mit. "Jedes Mal, wenn wir in einem anderen Bett schlafen, legen wir die Kissen hin und haben immer ein Stück Zuhause dabei", erklärt Debbie Campbell. Deutschland habe ihnen besonders gut gefallen, schwärmt die Seniorin weiter. Doch manchmal seien sie auch in brenzlige Situationen geraten, verrät das Paar weiter.

Erfahren Sie hier: Paar geht mit 31 Jahren als Millionäre in Rente - dann packt beide die Angst.

"Die schlimmsten Momente sind immer, wenn wir in einen Zug einsteigen, der in die falsche Richtung fährt. Oder ein Gepäckstück verloren geht. Wir schätzen uns glücklich, dass wir so gesund sind und nicht in eine Notaufnahme mussten. In Vietnam wurde Michael von Taschendieben bestohlen, das war herausfordernd." Nichtsdestotrotz wollen die Campbells noch viele Jahre weiterreisen.

Ihr ultimativer Tipp, um als "Senior Nomad" in der weiten Welt bestehen zu können? "Verreise mit einer Person, die du magst. Tue es nur für dich und nicht für andere Menschen. Lege ein Budget fest und halte dich daran – sonst geht dir das Geld aus und du kannst nie wieder verreisen", meint Debbie Campbell abschließend. "Nimm die langsame Route: Wir bevorzugen Busse und Züge, das ist besser als mit dem Flugzeug. Schau dir die lokale Kultur an und iss, was die Menschen in dem Land essen."

Video: Schockierende Zahlen - so viele deutsche Rentner leben im Ausland

Lesen Sie auch: Paar lebt in Saus und Braus - dann findet Polizei heraus, woher das Geld tatsächlich stammt.

jp

Günstige Paradiese: Wer hier lebt, muss nie wieder arbeiten gehen

Unterirdische Höhlen, malerische Klippen und türkisblaues Meer: Die portugiesische Algarve ist mehr als nur ein Touristenort.
Unterirdische Höhlen, malerische Klippen und türkisblaues Meer: Die portugiesische Algarve ist mehr als nur ein Touristenort. © pixabay
Besonders Carvoeiro verführt mit seinem milden Klima, den atemberaubenden Sonnenuntergängen und den kulinarischen Genüssen das ganze Jahr über - zu einem kleinen Preis. Seit der Eurokrise Portugals ist es für Aussteiger hier sogar noch günstiger zu leben. Für nur 1.150 Euro monatlich pro Person (Wasser und Heizung sind kostenlos) kann man sich hier die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.
Besonders Carvoeiro verführt mit seinem milden Klima, den atemberaubenden Sonnenuntergängen und den kulinarischen Genüssen das ganze Jahr über - zu einem kleinen Preis. Seit der Eurokrise Portugals ist es für Aussteiger hier sogar noch günstiger zu leben. Für nur 1.150 Euro monatlich pro Person (Wasser und Heizung sind kostenlos) kann man sich hier die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. © pixabay
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Ruhig, beschaulich und friedlich - so kann man das Leben im kleinen Örtchen Santa Familia in Cayo, Belize bezeichnen. Hier kennt und kümmert sich jeder (um) jeden und das Leben dort ist sehr einfach. Außerdem erwartet Aussteiger offenes Meer, eine frische Brise sowie ganz viel Sonne - und das für gerade mal 1.000 Euro monatlich. © pixabay
Sehr günstig, immer schönes Wetter und zahlreiche prachtvolle Tempel - das fällt einem als erstes zu Chiang Mai in Thailand ein. Wer hier leben möchte, muss nur etwa 845 Euro monatlich aufbringen.
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Es kommt nicht von ungefähr, dass viele Aussteiger in Asien leben. Schließlich sind dort die Sonnenuntergänge und die Preise unschlagbar. Das gilt auch für die kleine, beschauliche Stadt Kota Kinabalu im malaysischen Borneo. Schnorcheln, tauchen, Insel-Hopping - langweilig wird es hier sicher nicht. Und das alles für einen Lebensunterhalt von nur 700 Euro pro Monat. © pixabay
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Nicaragua ist nicht nur für Surfer oder Backpacker ein Paradies - auch Aussteiger werden in Granada ihr Glück finden. Mit seiner fast unberührten Naturkulisse, bestehend aus einem See, den Bergen und sogar einem Vulkan sowie seiner ruhigen Gangart fasziniert es Menschen weltweit mit seinen vielen Facetten. Auch hier belaufen sich die monatlichen Lebenshaltungskosten auf gerade mal 1.000 Euro.   © pixabay
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