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Mit 40 in Rente: Diese Strategie verhilft Ihnen zur Frührente

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Viel sparen, anlegen und vermehren, und möglichst früh in Rente gehen – das ist das Lebenskonzept der Frugalist:innen.
Viel sparen, anlegen und vermehren, und möglichst früh in Rente gehen – das ist das Lebenskonzept der Frugalist:innen. © Daniel Ingold/Imago

Der Frugalismus steht dafür, sparsam zu leben und möglichst früh in Rente zu gehen. Wie genau funktioniert das Prinzip?

Frankfurt – Montags das Wochenende herbeisehnen, viel Zeit in einem Job arbeiten, der keinen Spaß macht und in Rente gehen, wenn man körperlich nicht mehr ganz fit ist – mit diesem vermutlich sehr verbreiteten Lebensmodell sind viele Menschen unglücklich. Die sogenannten Frugalist:innen entscheiden sich aktiv dagegen. 

Das Wort Frugalismus leitet sich vom Wort „frugal“ ab, was auf Deutsch „einfach“, „schlicht“ oder „sparsam“ bedeutet. Frugalist:innen leben extrem sparsam, um nicht erst mit Mitte 60 in Rente gehen zu können, sondern sich selbst die Frührente zu ermöglichen. Frugalist Oliver Noelting etwa hatte den Plan, mit 40 Jahren finanziell unabhängig zu sein. Er arbeitete als Softwareentwickler, verdiente gut und verzichtete auf eine große Wohnung, teure Urlaube und materiellen Luxus. Auf seinem Blog frugalisten.de beschreibt er die Strategie und worauf Interessierte achten müssen. 

Kurz gesagt empfiehlt Noelting beispielsweise 70 Prozent des Einkommens zu sparen und trotz normalem oder gar gutem Einkommen wie ein Studierender zu leben. Das Geld wird dann in Immobilien oder an der Börse angelegt. Je nachdem, wie viel man dann bis beispielsweise 40 angespart hat, fällt die Höhe der Rente anders aus.

Rente mit 40: Für wen ist das Prinzip Frugalismus geeignet?

Frugalist:in werden kann grundsätzlich jede:r. Doch natürlich fällt der sparsame Lebensstil nicht jedem leicht und nicht alle Menschen haben ausreichend Einkommen, um überhaupt etwas zur Seite zu legen. So lebt Noelting seit der Geburt seiner Tochter zwar immer noch verhältnismäßig sparsam, doch von seinem Plan, mit 40 in Rente zu gehen, musste er sich laut stern.de verabschieden. Zu hoch waren die Kosten für Auto, Kita und Co., zu groß der Wunsch nach mehr Freizeit, solange die Tochter noch klein ist.

Auch wer besonders gering vergütete Berufe ausübt – Pflegepersonal etwa – dürfte Schwierigkeiten haben, mithilfe des Prinzips Frugalismus früher in Rente zu gehen. „Mit 40 in Rente zu gehen, ist für eine Krankenschwester nicht möglich“, gibt Frugalist Florian Wagner gegenüber businessinsider.de zu. Auch Wagner betreibt einen Blog über Finanzen namens „Geldschnurrbart“ und hat nun ein Buch über Frugalismus veröffentlicht. Der Titel: „Rente mit 40 – Finanzielle Freiheit und Glück durch Frugalismus“. Dennoch sei das Prinzip auch für Geringverdienende hilfreich: „Auf allen Einkommensniveaus ist es sinnvoll, gut mit Geld umgehen zu können. Allein schon, um weniger finanzielle Sorgen und schlaflose Nächte zu haben“, sagt er laut businessinsider.de.

Früher in Rente dank Frugalismus – das sollte man wissen
Frugalist:innen leben möglichst sparsam, um früh in Rente gehen zu können
Das Ersparte wird in Immobilien oder an der Börse angelegt, um es zu vermehren.
Von Lebenssituation und Einkommenshöhe hängt ab, ob eine frühere Rente möglich ist.
Der Name des Prinzips stammt vom Wort frugal, das auch schlicht oder sparsam bedeutet.

Frugalismus: Hoher Preis für eine frühe Rente?

„Viele haben die Befürchtung, dass Sparen etwas Negatives ist“, zitiert businessinsider.de Wagner. Er verzichte nicht auf Lebensqualität, sondern mache sich alle Ausgaben bewusster und fragt sich immer wieder, ob sie ihm das Geld wert sind. Die Antwort sei sehr subjektiv. Urlaube, Ernährung, Freizeitaktivitäten, Mode – jeder Mensch gibt sein Geld für andere Dinge aus. 

Auch das Prinzip Nachhaltigkeit helfe laut Wanger beim Sparen für seine Frührente. Auf Fleisch zu verzichten, sich ein Auto zu teilen oder ganz darauf zu verzichten und langlebigere Produkte zu kaufen schont den Geldbeutel und ist gleichzeitig gut für die Umwelt. (tk)

Die in diesem Artikel genannten Informationen stellen keine Finanz- oder Anlageberatung, Anlageempfehlung oder Aufforderung zum Anschluss bestimmter Finanzgeschäfte dar. Sie ersetzen keine individuelle Finanz- oder Anlagenberatung. Anlageprodukte sind immer mit Risiken behaftet.

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