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Das US-Schauspielerpaar Brad Pitt und Angelina Jolie setzt auf gute Weine - und das mit Erfolg.

Kreativ vorsorgen

Wie Prominente ihre Rente sichern

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Die eine kauft sich Weingüter, der andere investiert in Gitarren oder Bauernhöfe: Promis wie Angelina Jolie, Wolfgang Niedecken oder Reinhold Messner haben ungewöhnliche Geldanlagen für den Ruhestand aufgetan. Die besten Ideen für die Altersvorsorge.

Immer nur die selbst kreierten Unterhosen und Parfüm-Fläschchen verkaufen - das ist manchen Stars zu langweilig! Sie suchen nach kreativeren und nachhaltigen Möglichkeiten, um sich ein zweites finanziellen Standbein aufzubauen. So bleibt hoffentlich noch genug Geld übrig, wenn der Promi-Ruhm schon längst Vergangenheit ist.

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Besonders erfolgreich mit dieser Strategie sind Brad Pitt und Angelina Jolie: Das Hollywood-Traumpaar hat sich vor einiger Zeit das Weingut „Château Miraval“ in der Provence zugelegt. Ende März 2013 kamen 150.000 Flaschen ihres Miraval Rosé in den Handel, es gab Vorbestellungen ohne Ende. „Brangelina“ managen das Weingut natürlich nicht selbst, das übernimmt der renommierte französische Winzer Marc Perrin für die beiden Schauspieler. Und Perrin hat seine Arbeit offenbar gut gemacht: Der lachsfarbene Rosé vom Château Miraval wurde Ende vergangenen Jahres sogar ausgezeichnet. Der Liter-Preis liegt bei etwa 20 Euro.

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Ein kostbarer Tropfen

Auch Schauspieler Gérard Depardieu besitzt seit Ende der Achtziger eigene Weingüter, unter anderem auch auf der Krim und in Argentinien. Mittlerweile werden seine edlen Tropfen in Fachkreisen hoch gelobt, allerdings dauerte es einige Zeit, bis der Franzose ein solches Niveau erreichen konnte. Stolze Weingut-Besitzer sind unter anderem auch Moderator Günther Jauch, Popdiva Madonna, Musiker Sting und Regie-Legende Francis Ford Coppola. Pionier Coppola stiegt bereits 1975 in Kalifornien ins Weingeschäft ein und hat sich damit in der Szene einen Namen gemacht.

Lesen Sie auf den folgenden Seiten, womit Prominente noch für den Ruhestand vorsorgen.

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Burg, Bauernhöfe und Basketball

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Während viele Abenteurer nicht gern ans Alter denken, hat Bergsteiger Reinhold Messner mit 40 Jahren vorgesorgt. Allerdings schloss er keine Rentenversicherung ab, sondern kaufte zunächst einen Selbstversorger-Bauernhof. „Mittlerweile habe ich drei Bauernhöfe“, sagte Messner dem „Handelsblatt“. „Dort produziere ich alles, was ich zum Leben brauche, vom Holz bis zum Wein. Die bringen zwar momentan nichts, aber dorthin kann ich mich zurückziehen, wenn die Krise schlimmer wird.“ Als beste Investition in seinem Leben bezeichnete er aber den Kauf seiner sanierten Burg Juval. „Heute ist sie etwa 50-mal den Preis wert, den ich damals gezahlt habe.“

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Regisseur Marc Forster („World War Z“) ist stolzer Besitzer eines Luxus-Hotels in der Schweiz: Sogar eine 70 Quadratmeter große Master-Suite wurde nach ihm benannt. Von der Badewanne aus kann man direkt aufs Matterhorn schauen. Der deutsch-schweizerische Regisseur selbst will mehrmals jährlich nach Zermatt kommen, um in seinem Hotel zu entspannen.

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Auf Immobilien setzt auch Moderatorin Sonya Kraus: „Ich lege mein Geld in Immobilien an. Immer wenn ich Zeit habe, saniere ich die auch selbst - nur vom Strom lasse ich die Finger“, erklärte sie vor längerer Zeit. Ihr Einkünfte im Alter seien somit die Mieteinnahmen, erklärte Kraus der Rheinischen Post.

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Auch andere Künstler denken an übermorgen. Im Hip-Hop-Geschäft hat Shawn Knowles-Carter alias Jay-Z alles erreicht: Er ist ein erfolgreicher Produzent und Rapper. Doch das reicht dem US-Künstler nicht - er mischt künftig in der bedeutendsten Basketballliga der Welt mit. Die nordamerikanische Profiliga NBA hat ihm im vergangenen Jahr eine Lizenz als Spielerberater erteilt. Darüber hinaus designt Jay-Z Kleider für sein Label und betreibt eine Kette von Bars.

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Eine Geldanlage der anderen Art hat sich „BAP“-Sänger Wolfgang Niedecken überlegt: „Ich sammle alte Gitarren. Gute alte Gitarren, die eine Geschichte erzählen“, erzählte der Musiker im „Handelsblatt“-Interview. „Ich habe zum Beispiel eine Gibson Les Paul Goldtop aus dem ersten Jahr, in dem sie gebaut wurde, von 1952. Sie ist ein Jahr jünger als ich.“ Keine schlechte Investition, denn: „Die Dinger werden ja nicht billiger.“

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Lieber auf Nummer sicher

Ex-Topmodel Cindy Crawford riskiert lieber nichts bei Anlageprodukten: „Es würde mir mehr wehtun, mit einem Investment Geld zu verlieren, als kein Geld mit etwas zu machen. Ich werde immer damit gehänselt, dass ich wie eine alte Dame anlege“, sagte Crawford in einem Interview. Aber sie fühle sich damit einfach wohl.

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Ihren ersten großen Scheck über rund 10.000 Dollar investierte sie Mitte der 80er Jahre in Silber-Barren - eine gute Wahl. Damals kostete das Edelmetall etwa 6,50 Dollar pro Unze kostete, aktuell sind es etwas über 20 Dollar. Der Tip kam übrigens von Crawfords Eltern. Außerdem hat sie seit dem Jahr 2009 eine eigene Schuhkollektion.

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Der richtige Vorsorge-Mix

Fußballtrainer Felix Magath streut seine Anlage gerne breit, von Edelmetallen hält er aber nichts. Die Absicherung mit Gold habe bereits während der vergangenen Finanzkrise 2008 nicht funktioniert: „Denn zu der Zeit sind auch die Edelmetalle in den Keller gerauscht“, so Magath im „Handelsblatt“. Ungefähr 60 Prozent seines Vermögens habe er in Aktien gesteckt - unter anderem in die VW-Aktie - und außerdem besitze er noch ein paar Immobilien.

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Ähnlich sieht auch die Vorsorge von Moderator Markus Lanz aus: „Ich folge dem Rat meines Bankberaters und stelle die Altersvorsorge auf vier Säulen: Aktien, Immobilien, Lebensversicherung, Rentenversicherung. Das minimiert das Risiko“, sagte Lanz vor einiger Zeit in der Rhenischen Post. Sich möglichst breit aufzustellen, das empfehlen Finanzberater Anlegern immer wieder. (gs)

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