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Geld im Alter: Private Rentenversicherung – Achtung, Versicherer kann sich Teil einbehalten

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Von: Jasmin Farah

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Um im Ruhestand genügend Geld zur Verfügung zu haben, rückt immer mehr die private Altersvorsorge in den Vordergrund. Doch lohnt sie sich überhaupt?

Es ist paradox: Anstatt sich auf den wohlverdienten Ruhestand zu freuen, sorgt er bei einigen Deutschen für Sorgenfalten. Viele stellen sich die Frage: Reicht mir die gesetzliche Rente dann zum Leben? Wie viel Geld muss ich mir ansparen, um meinen Lebensstandard im Alter halten zu können? Durchschnittlich erhält ein Rentner hierzulande etwa 1.000 Euro im Monat. Doch es bleiben einige Kosten und Ausgaben bestehen, etwa für Strom, Lebensmittel und Hobbys.

Private Rentenversicherung: Versicherer muss nicht alles auszahlen

Eine alte Frau sitzt in einem Sessel und ein Mann, der mehrere 500-Euro-Scheine hält.
Bei der privaten Rentenversicherung kann der Versicherer den nicht garantierten Teil kürzen.  © Panthermedia/Shotshop/Imago

Wer sich also im Ruhestand nicht einschränken will, dem raten Finanzexperten, schon frühzeitig selbst aktiv zu werden. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten: Die einen investieren in Rohstoffe wie Gold oder aber in Aktien, für andere wiederum ist nur „Betongold“ das einzig Wahre. Zudem kann man auch eine betriebliche Altersvorsorge abschließen, also eine Zusatzrente über den Arbeitgeber. Im Gegensatz dazu steht die private Rentenversicherung. Um langfristig Vermögen anzusparen, raten daher manche, beides miteinander zu kombinieren.

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Es gibt bei der privaten Altersvorsorge einen kleinen Haken. Dem Kunden wird nur ein Teil der Auszahlung garantiert. Das bedeutet: Der andere Teil ist nicht garantiert, die sogenannte „Gewinnrente“, und „kann vom Versicherer, zum Beispiel abhängig von dessen Geschäftserfolg, gekürzt werden“, erklärt die Verbraucherzentrale auf ihrer Homepage. Übrigens: Die private Rentenversicherung wird in zwei Vertragsvarianten angeboten – die aufgeschobene und die sofort beginnende Rente. Das heißt, bei ersterer beginnt die Rentenzahlung erst zu einem späteren Zeitpunkt, bei letzterer erhält man sofort die monatliche Rentenzahlung. Das hat Vor- und Nachteile.

Private Rentenversicherung: Lieber sofort oder aufgeschoben? Vor- und Nachteile

Wer eine aufgeschobene Rentenversicherung abschließt, dem können bei einer vorzeitigen Kündigung große Verluste drohen. Bei einer sofort beginnenden Rente zahlen Sie einen Einmalbetrag in den Vertrag und dieser beginnt unverzüglich. Dadurch kann aber dieser nicht mehr zurückgefordert werden. Deshalb rät die Verbraucherzentrale, um auf Nummer Sicher zu gehen, nur einen Teil des Vermögens in die Sofortrente fließen zu lassen, um finanziell einen Spielraum zu haben.

Ein weiterer Tipp ist, die Beiträge jährlich zu zahlen, das spare Zuschläge. Und: Vereinbaren Sie mit dem Versicherer, dass die Beiträge zuzüglich der angesammelten Überschüsse für den Todesfall während der Ansparphase oder eine Rentengarantiezeit nach Beginn der Rentenzahlung zurückgezahlt werden. In diesem Fall erhalten Hinterbliebene oftmals noch nach dem Tod des Versicherten etwas von dem Ersparten.

Entscheiden Sie sich für die aufgeschobene private Rentenversicherung, empfiehlt die Verbraucherzentrale, unbedingt die Zusatzversicherung „Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit“ einzuschließen. Das bedeutet, dass der Versicherer Ihnen im Falle einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit den Beitrag für den gesamten Vertrag weiter zahlt. Haben Sie eine eigene Berufsunfähigkeitsversicherung bereits abgeschlossen, braucht es das nicht, solange die vereinbarte Rente so hoch ist, dass die Beiträge problemlos mitgetragen werden.

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