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Wer sich und seine (Patchwork-)Familie absichern will, sollte rechtzeitig aktiv werden.
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Wer sich und seine (Patchwork-)Familie absichern will, sollte rechtzeitig aktiv werden.

Von Krankheit bis Testament

Was Patchwork-Familien rechtzeitig regeln sollten

Im Alltag machen sich junge Familien oft wenig Gedanken über Patientenverfügungen, Pflegeversicherungen oder das Erbe für die Kinder. Aber es lohnt sich, rechtzeitig einige wichtige Punkte bei der Vorsorge zu klären. Das gilt insbesondere für Patchwork-Familien.

Patchwork-Familien sind heute gang und gäbe. Gerade in diesem Familien-Typus sind Vorkehrungen für die Ernstfälle des Lebens besonders wichtig. „Je präziser sie sind“, weiß Expertin Margit Winkler vom Institut GenerationenBeratung (IGB), „desto leichter wird es im Fall des Falles. Und man geht Streit von vornherein aus dem Weg.“

1. Vorsorgevollmacht schreiben

Die wichtigsten Punkte, die geregelt werden müssen, sind die Finanzen und das Thema Gesundheit, respektive schwere Krankheit. Wer diese Probleme rechtzeitig und klar regelt, vermeidet Streitereien in der Familie. Margit Winklers Tipp: ?Individualisieren Sie Ihre Vollmacht. Schreiben Sie klar auf, was und wen Sie wofür wollen.?

2. Pflegeversicherung abschließen

Bei den Finanzen ist eine klare Regelung unabdingbar. Wichtig sind zum Beispiel Pflegeversicherungen. Denn Rente oder Pension reichen für den Pflegebedürftigen und die Familie oftmals nicht aus. Ohne Versicherung müssen oft Vermögenswerte veräußert werden und wenn das immer noch nicht ausreicht, zahlen Kinder für Eltern.

3. Patientenverfügung aufsetzen

Jeder sollte eine Patientenverfügung haben. So kann man für sich selbst entscheiden, was im Fall des Falles zu tun ist. Gibt es diese Verfügung nicht, muss der Arzt mit den Angehörigen sprechen, falls der Patient selbst für sich nichts mehr regeln kann. Das hier gerade in einer Patchwork-Familie Konflikte vorprogrammiert sind, ist logisch.

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4. An Kinder, Haustiere und eigene Trauerfeier denken

Regeln Sie alles, was Sie geregelt haben möchten. Das können zum Beispiel Sorgerechtsverfügungen für minderjährige Kinder sein, Pflegeverfügungen, die die alltäglichen Lebensgewohnheiten aufzählen. Die kennt wohl jeder für sich selbst am besten. Sie können verfügen, was mit Ihren Haustieren, ob groß oder klein, geschehen soll. Auch Ihre Trauerfeier können Sie hier regeln.

Mit der Vermögenssorge kann der Erblasser bestimmen, wann der Erbe das Vermögen erhält, ob daran Bedingungen geknüpft sind und wer das Vermögen so lange verwaltet.

5. Wichtige Unterlagen bündeln   

Legen Sie alle Verfügungen und Unterlagen zusammen und verwahren diese an einem sicheren Ort. Auch das Stammbuch und eventuelle Scheidungspapiere sollten dabei sein.

6. Übersicht aller Versicherungen anfertigen 

Fertigen Sie eine Aufstellung über Vermögen und Versicherungen an. So wissen Angehörige, wie Sie vorgesorgt haben. Das ist wichtig, denn im Ernstfall müssen manche Versicherungspolicen schnell vorgelegt werden.

7. Beim Testament genauer hinschauen

Bei vielen Paaren ist das Berliner Testament erste Wahl. Da erbt zunächst der Partner, dann die Kinder. Bei Patchwork-Familien wird dann oft der Pflichtteil der leiblichen Kinder eingeklagt. Besser ist es, wenn  Kinder eine notarielle Pflichtteilsverzichtserklärung unterschreiben. Häufig erhalten sie in diesem Zusammenhang eine Schenkung. Nicht immer wird man sich einig.

Damit für einen möglichen Pflichtteilsanspruch genügend „flüssige“ finanzielle Mittel vorhanden sind, sollte man diese vorher bereitstellen oder über eine Risikolebensversicherung nachdenken. (Bearbeitung: gs)

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