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Das boomende Online-Geschäft sorgt für einen Zuwachs an Briefen und Paketen. Deshalb sollte man den Versand nicht zu lange herauszögern.

Weihnachtspost

Wie Sie Pakete jetzt noch rechtzeitig verschicken

Weihnachten ohne Geschenke? Undenkbar. Damit alles auch wirklich pünktlich am Festtag unter dem Baum liegt, muss man die Pakete rechtzeitig versenden. Welche Fristen gelten, was gilt beim Expressversand, und wie sollte das Geschenk verpackt sein?

Dieses Jahr liegt Heiligabend auf einem Wochentag, genauer auf einen Donnerstag. Die Annahmestellen sind also bis kurz vor Weihnachten geöffnet: ein Vorteil. Welche Fristen Verbraucher beachten müssen – ein Überblick:

Was gilt für den Versand innerhalb Deutschlands?

„Pakete und Päckchen kommen rechtzeitig an, wenn Kunden sie zwei Tag vorher beim Paketshop oder in der Postfiliale abgeben“, sagt Elmar Müller, Sprecher des Deutschen Post-Verbandes (DVPT). Bei vielen Anbietern können Kunden auch noch einen Tag vor dem Fest Pakete innerhalb Deutschlands aufgeben – dann sei jedoch nicht garantiert, dass diese auch noch zum Fest ankommen, warnt Müller.

Für den internationalen Versand wird es vielfach schon zu knapp. „Je weiter weg, umso früher sollten Kunden das Paket verschicken“, sagt Peter Rey, Sprecher von DPD Deutschland. Innerhalb der EU empfiehlt Rey für die Abgabe einen Zeitraum zwischen dem 17. und dem 21. Dezember – je nach Land.

Die Empfehlungen variieren je nach Anbieter:

• Hermes-Kunden sollten ihre Weihnachtspakete in die Paketshops bis zum 22. Dezember um 12.00 Uhr bringen. Das gilt auch für DPD-Kunden.

• Bei der Deutschen-Post-Tochter DHL haben die Kunden dafür bis zum 22. Dezember um 18.00 Uhr Zeit, wenn sie die Geschenke in Partnerfilialen oder einem DHL-Paketshop bringen.

• Kommen Kunden in eine Postfiliale, können sie die Weihnachtspakete sogar bis zum 23. Dezember um 10.00 Uhr abgeben.

Wer keine Lust auf lange Schlangen hat, kann gegen einen Aufpreis das Paket von einem Boten an der Haustür abholen lassen. Die Fristen sind je nach Anbieter unterschiedlich:

• Hermes-Kunden müssen einen entsprechenden Auftrag etwa bis zum 21. Dezember um 20.00 Uhr stellen.

• DPD-Kunden müssen den Boten bis Sonntag, den 20. Dezember beauftragen. In beiden Fällen erfolgt die Abholung am 22. Dezember.

Müller rät generell zu einer frühen Paket-Abgabe, denn witterungsbedingt könne es immer zu Verzögerungen kommen. „Bei heftigen Schneefällen kann es sein, dass die Fahrer langsamer fahren müssen“, bestätigt auch Ingo Bertram von Hermes. Wer also auf der sicheren Seite sein will, sollte etwas mehr Zeit einplanen.

Alternativ können Kunden, die spät dran sind, auch den Express-Versand wählen – er ist durchschnittlich etwas teurer.

• Expresspakete können Kunden innerhalb Deutschlands bis zum 23. Dezember aufgegeben. Darauf macht der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) aufmerksam, der unter anderem Anbieter wie UPS, GO und TNT vertritt. Auch bei DHL ist der Expressversand möglich.

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Die Versandhändler haben sich auch für die Käufer gerüstet, die auf den allerletzten Drücker ihre Geschenke suchen. Der Standardversand ist etwa bei Amazon bis zum 21. Dezember um 23.59 Uhr möglich, der Premiumversand bis zum 23. Dezember um 12.00 Uhr, der Morning-Express sogar bis 15.00 Uhr. In einzelnen Metropolen ist es sogar möglich, noch am 24. Dezember bis 6.00 Uhr zu bestellen.

Wer später bestellt, muss aber mit Extrakosten rechnen. Auch bei anderen Versandhändlern kann noch kurz vor dem Fest bestellt werden.

Otto versichert, dass Kunden noch bis zum 23. Dezember um 13.00 Uhr bestellen können, damit das Geschenk noch unter dem Weihnachtsbaum liegt. Voraussetzung ist, dass die Artikel vorrätig sind.

Zalando bietet einen Standardversand bis zum 21. Dezember um 12.00 Uhr und einen Expressversand bis zum 23. Dezember um 13.00 Uhr an.

Wann müssen Weihnachtskarten verschickt werden?

Wer gerne Briefe und Karten zum Fest verschickt, sollte sie nach Angaben der Deutschen Post für einen Versand innerhalb Deutschlands spätestens am 22. Dezember abgeben.

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Gut verpackt und deutlich beschriftet

Sind Geschenke aufwendig verpackt, sollte man sie zum Versand in einen schlichten Karton packen. Nicht, um die Spannung zu steigern, sondern damit sie rechtzeitig ankommen. Idealerweise verschließt man sie mit Klebeband. „Kordeln, Bänder oder lockeres Geschenkpapier können in den automatischen Sortieranlagen leicht hängen bleiben“, erklärt Elmar Müller, Sprecher des Deutschen Post-Verbandes (DVPT). Die Maschinen könnten dadurch blockieren – im schlimmsten Fall verzögert sich dann die Lieferung.

Zum Verschicken eignen sich neben neue Kartons durchaus auch alte Pakete oder Päckchen-Hüllen. „Dann sollten Kunden allerdings sicher stellen, dass sich darauf kein alter Barcode oder alte Auskleber mehr befinden“, rät Ingo Bertram von Kurierdienst Hermes. Die Überbleibsel alter Postreisen auf dem Paketen können die Sortiermaschinen verwirren.

Um weiteren Missverständnissen vorzubeugen, hilft eine deutlich lesbare Schrift. „Kunden sollten neben dem Spitznamen auf den Paket-Schein auf jeden Fall auch den vollen Namen angeben“, sagt Peter Rey, Sprecher der Versandfirma Dpd Deutschland. Er rät: Wer ein Geschenk an ein Kind schicken will, sollte das Paket außerdem an die ganze Familie adressieren, damit es keine Probleme bei der Abholung im Paketshop gibt – denn dort gilt Ausweispflicht.

„Vorsicht zerbrechlich“-Aufschrift reicht nicht

Für den sicheren Transport gibt die Pakettochter der Post, DHL, auf der Unternehmeswebseite Tipps: Kunden sollten unter anderem die kleinstmögliche Verpackungsgröße wählen und Hohlräume idealerweise auspolstern. Schwere Gegenstände gehören im Paket immer nach unten. Und wer Parfüm oder Cremes verschicken will, sollte die Ware zusätzlich in einen Beutel packen. Nur so lässt sich ein Auslaufen im Paket vermeiden.

Gerade zerbrechliche Geschenke sollten Kunden mit Luftkissenmaterial einwickeln, rät der Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste (BIEK). Denn ein Hinweis mit „Vorsicht zerbrechlich“ reicht in der Regel nicht, da auch filigrane Geschenke teils mit anderen sehr schweren Paketen transportiert werden. Ein weiterer Tipp vom BIEK: Zusätzlich zur Beschriftung auf dem Paket sollte auch im Paket ein Zettel mit Angaben zu Empfänger und Absender liegen.

Grundsätzlich gilt: Innerhalb Deutschlands reicht es, die Weihnachtsgeschenke kurz vor dem Fest abzuschicken. Mit zwei bis drei Tagen im Voraus ist man auf der sicheren Seite, erklärt Elmar Müller. (gs/Agenturen)

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