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Yves Mersch, Mitglied im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB), stellte in Frankfurt am Main die neue Zehn-Euro-Banknote vor.

Neuer Zehn-Euro-Schein

Ist der neue Zehner fälschungssicher?

Die Europäische Zentralbank hat heute den frisch gelifteten Zehn-Euro-Schein vorgestellt. Haltbarer und vor allem fälschungssicherer soll die neue Banknote sein. Probleme an Fahrkartenautomaten wird es laut EZB diesmal keine geben.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Montag (13.1.) den neuen Zehn-Euro-Schein vorgestellt. Die neue Banknote werde ab dem 23. September in Umlauf gebracht, teilte die EZB in Frankfurt am Main mit. Neben neuen Sicherheitsmerkmalen ist auf den Noten wie schon beim neuen Fünf-Euro-Schein ein kleines Porträt der griechischen Sagengestalt Europa zu sehen.

„Die Euro-Banknoten und -Münzen sind ein greifbares Symbol unserer Entschlossenheit, die Europäische Union in all ihrer Vielfalt zu unterstützen“, sagte Mersch. Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele sagte: „Mit dem neuen 10-Euro-Schein wird es für die Bevölkerung leichter, die Echtheit der Noten zu überprüfen. Für die Fälscher wird es hingegen schwieriger.“

Die Gestaltung der Note orientiert sich zu großen Teilen am Vorgänger: Die Tore und Brücken auf den Scheinen bleiben erhalten. Auf einer eigenen Seite können Verbraucher den neuen Schein und seine Sicherheitsmerkmale begutachten.

An den Sicherheitsmerkmalen der neuen „Europa-Serie“ haben Notenbankexperten seit Jahren getüftelt: Das Wasserzeichen und das Hologrammband am Rand des Scheins zeigen nun die griechische Mythenfigur Europa. Der aufgedruckte Wert ändert seine Farbe von smaragdgrün in ein tiefes Blau, wenn man den Geldschein etwas neigt. An beiden Rändern auf der Vorderseite des Scheins ist eine Art Riffelung. Und: Die Farbe der künftigen Zehner ist kräftiger.

Der neue Schein ist wie der Fünfer, der seit Mai 2013 im Umlauf ist, etwas dicker und schwerer als sein Vorgänger, weil er mit einem Speziallack überzogen ist. Das soll die Banknote, die häufig den Besitzer wechselt, strapazierfähiger machen. Dies senke die Kosten und schütze die Umwelt, betonte die EZB.

In den nächsten Jahren sollen nach und nach auch die übrigen Banknoten überarbeitet werden. Erhalten bleiben die Motive: Bauwerke, die es in Wirklichkeit nicht gibt. „Auch die neuen Euro-Noten zeigen die Einheit und die Vielfalt unsere Kontinents“, hatte EZB-Präsident Mario Draghi betont.

Verbraucher müssen sich keine Sorgen machen, irgendwann auf ihren alten Scheinen sitzenzubleiben, betonte der Bankenverband am Montag: „Die „alten“ Banknoten werden zwar nach und nach aus dem Verkehr gezogen, sie behalten aber weiter ihre Gültigkeit.“

Die EZB hatte im Mai vergangenen Jahres mit dem Fünf-Euro-Schein erstmals nach der Euro-Einführung 2002 neue Banknoten in Umlauf gebracht. Dieses Jahr folgt nun der neue Zehn-Euro-Schein, darauf in aufsteigender Reihenfolge die Noten mit den höheren Nennwerten: 20, 50, 100, 200 sowie 500 Euro.

Beim neuen Fünfer gab es einige Probleme: Etliche Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn sowie einiger regionaler Verkehrsgesellschaften akzeptierten die neuen Fünfer zunächst nicht, weil die Software der Automaten zu spät aktualisiert wurde.

Die EZB will unbedingt vermeiden, dass sich dieses Schauspiel wiederholt. Die Notenbanken haben sich vorgenommen, Hersteller und Betreiber solcher Geräte auf die neuen Zehn-Euro-Banknoten vorzubereiten um sicherstellen, dass die Automaten die neuen Scheine akzeptieren. (dpa/afp)

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