1. Startseite
  2. Ratgeber
  3. Geld

Neue Gesetze und Regeln ab 1. April, die Verbraucher kennen sollten

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Gesa Schölgens

Kommentare

Billiger werden soll ab April das Telefonieren und Surfen im europäischen Ausland.
Billiger werden soll ab April das Telefonieren und Surfen im europäischen Ausland. © dpa

KfW-Förderung, Schlichtungsstellen, Telefonieren und Surfen im Ausland: Ab 1. April 2016 treten wieder einige neue Regelungen in Kraft. Über diese Änderungen sollte man Bescheid wissen.

Kostenpflichtige Plastiktüten, billigeres Telefonieren und neue Schlichtungen – das ändert sich im April für Verbraucher:

Nachhaltig bauen 

Die staatliche Förderbank KfW erhöht zum 1. April den Kreditrahmen für energieeffiziente Neubauten. Bauherren, deren Bauvorhaben die KfW-Kriterien einhalten, können künftig einen Kredit von bis zu 100.000 Euro bekommen (bisher: 50.000 Euro). Gleichzeitig werden die energetischen Anforderungen verschärft. Vergünstigte Darlehen gibt es ab dann nur noch für Neubauten, deren Gesamtenergiebedarf bei maximal 55 Prozent der bis Ende 2015 zulässigen Werte liegt (KfW-Effizienzhaus-55).

Schlichtung 

Bei Streit mit Firmen um mangelhafte Produkte oder Dienstleistungen sollen Verbraucher es künftig leichter haben, diesen außergerichtlich beizulegen. Ab April können sie sich an unabhängige Verbraucherschlichtungsstellen wenden, die dann zwischen ihnen und dem Unternehmen vermitteln. Die Schlichtung ist für Verbraucher kostenlos. Für Unternehmen ist die Teilnahme jedoch freiwillig.

Spotify 

Die Deutsche Telekom wird ihren Kunden ab 28. April auch den Musik-Streaming-Dienst Spotify drosseln, wenn sie das im Tarif enthaltene Übertragungsvolumen ausgeschöpft haben. Sämtlicher Datenverkehr soll dann auf 64 Kbit/s im Download und 16 Kbit/s im Upload verlangsamt werden. Bisher war Spotify von der Drosselung komplett ausgenommen, da zwischen dem Provider und dem schwedischen Unternehmen eine Partnerschaft bestand.

Telefonieren 

Ab 30. April 2016 wird das Telefonieren und Surfen im europäischen Ausland billiger. Es treten EU-Vorschriften in Kraft, welche die Höhe der Roaming-Gebühren begrenzen. Anbieter dürfen für Verbindungen aus dem EU-Ausland nach Deutschland zusätzlich zum Heimtarif höchstens fünf Cent pro Minute bei Telefonaten sowie zwei Cent pro SMS fordern. Beim Surfen im Internet ist der Roaming-Aufschlag auf fünf Cent pro Megabyte begrenzt. Hinzu kommt jeweils noch die Mehrwertsteuer. 

Maut 

In Belgien müssen vor allem Fernfahrer ab dem 1. April 2016 in die Tasche greifen: Lkw über 3,5 Tonnen Gewicht sind ab dann auf zahlreichen Strecken mautpflichtig.

Plastiktüten 

Im Supermarkt müssen Kunden schon lange einige Cent für Plastiktüten zahlen. Ab 1. April sollten Tragetaschen eigentlich auch in vielen weiteren Geschäften nicht mehr gratis sein. Doch der Zeitplan für die freiwillige Vereinbarung der Händler scheint jetzt zu wackeln: Denn der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks will sich nicht daran beteiligen, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, und auch der Zentralverband des Tankstellengewerbes und die Bundesvereinigung der Deutschen Apothekerverbände reagierten zurückhaltend.

Nach Angaben des Handelsverbands Deutschland (HDE) sollten durch die Vereinbarung ursprünglich 60 Prozent der Plastiktüten in deutschen Geschäften etwas kosten, nun wird sich der Einführungstermin wohl noch etwas verzögern. Hintergrund ist eine EU-Richtlinie: der Verbrauch von Kunststofftüten soll bis 2019 auf 90 Tüten und bis 2025 auf 40 Tüten pro Einwohner im Jahr reduziert werden.

Auch interessant

Kommentare