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Haiti-Spenden möglicherweise ohne Quittung absetzbar

Spenden zum Beispiel für die Hilfe auf Haiti können bei der Steuer geltend gemacht werden. Darauf weist der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine in Berlin hin.

Berlin. Spenden zum Beispiel für die Hilfe auf Haiti können bei der Steuer geltend gemacht werden. Darauf weist der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine in Berlin hin.

Denn Spenden gelten im Steuerrecht als Sonderausgaben, wenn sie freiwillig und ohne Gegenleistung erfolgen, für steuerbegünstigte Zwecke an steuerbegünstigte Organisationen geleistet werden und mit einer "Zuwendungsbestätigung" nachgewiesen werden. Für Katastrophenfälle könne die Pflicht für die Spendenbescheinigung ausgesetzt werden.

"Eine solche Ausnahmeregelung wird derzeit für die Haiti-Hilfe zwischen Bund und Ländern abgestimmt", sagte Geschäftsführer Erich Nöll. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Ausnahmeregelung kommt." Bisher habe es eine solche Vereinfachung in zwei Fällen - Tsunami und Oderflut - gegeben. Der Einfachheit halber werden dann auch der Bareinzahlungsbeleg oder der Lastschriftbeleg anerkannt, wenn in einem bestimmten Zeitraum ein für den speziellen Katastrophenfall eingerichtetes Sonderkonto von Wohlfahrtsorganisationen genutzt wurde.

Eine Spendenquittung ist laut Nöll immer dann erforderlich, wenn die Spende 200 Euro überschreitet. "Bis 200 Euro reicht der Überweisungsträger." Wer an eine große Hilfsorganisation spendet, erhält laut Nöll außerdem ohnehin automatisch eine Spendenquittung. Es geht für die meisten also nur darum, ob sie diese als Steuerzahler aufheben und einreichen müssen oder ob sie von dieser Pflicht befreit sind.

Grundsätzlich seien Spenden nicht unbegrenzt absetzbar - nur Beträge bis zu einer Höhe von 20 Prozent des Gesamtbetrags der eigenen Einkünfte sind abzugsfähig. Außerdem profitiert nicht jeder Spender steuerlich, aber wohl die meisten: Der Pauschbetrag für Sonderausgaben beträgt laut Nöll 36 Euro für Ledige und 72 Euro für Verheiratete. Wer nur 20 Euro spendet, hat also steuerlich keinen Vorteil, wenn er nicht in der Kirche ist. "Wer in der Kirche ist, hat den Sonderausgabenpauschbetrag schon mit seiner Kirchensteuer überschritten", erklärte Nöll. Und dann zähle jeder Spendeneuro auch wieder bei der Steuer. (dpa/tmn)

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