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Eltern zahlen Schulden vom Kind: Kein Steuervorteil

Zahlen Eltern die Schulden ihres erwachsenen Kindes, können sie diese Kosten nicht von der Steuer abziehen. Die Eltern hatten versucht, sie als außergewöhnliche Belastungen geltend zu machen, waren damit aber vor Gericht gescheitert.

Berlin. Zahlen Eltern die Schulden ihres erwachsenen Kindes, können sie diese Kosten nicht von der Steuer abziehen. Die Eltern hatten versucht, sie als außergewöhnliche Belastungen geltend zu machen, waren damit aber vor Gericht gescheitert.

Schließlich seien sie nicht verpflichtet, für die Steuerschulden der Tochter aufzukommen, urteilte das Finanzgericht Rheinland-Pfalz (Az.: 6 K 1358/08). Darauf weisen die Familienanwälte des Deutschen Anwaltvereins in Berlin hin.

Die Eltern hatten in ihrer Einkommensteuererklärung die Zahlung von Schulden für ihre Tochter in Höhe von fast 23 000 Euro als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht. Das Finanzamt lehnte das ab, da die Belastung nicht zwangsläufig erfolgte. Diese Zwangsläufigkeit sei aber für eine Berücksichtigung als außergewöhnliche Belastung notwendig. Die Eltern klagten dagegen und begründeten das mit der finanziellen Notlage ihrer Tochter. Sie sei alleinerziehende Mutter von vier Kindern, von einer Privatinsolvenz und dem Abrutschen zu einem Sozialfall bedroht. Außerdem habe die Gefahr eines Nervenzusammenbruchs bestanden.

Die Klage hatte keinen Erfolg. Die Richter betonten, dass keine rechtliche Verpflichtung der Eltern bestanden habe, für die Schulden der volljährigen Tochter aufzukommen. Eine Zwangsläufigkeit sei auch dann nicht gegeben, wenn die Eltern sich zur Zahlung verpflichtet fühlten oder die Leistung menschlich verständlich sei. Es werde nicht erwartet, dass Eltern Schulden ihrer erwachsenen Kinder begleichen. Daher bedürfe die Übernahme der Schulden für die Tochter nicht der steuerlichen Entlastung. (dpa/tmn)

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