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Ausgemustert: Der klassische Desktop-PC ist vom Aussterben bedroht - schließlich leisten die handlichen und mobilen Tablets mittlerweile gute Dienste.

Technik-Dinosaurier

Dinge, die man nicht mehr kaufen muss

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Ob Navigationsgerät, Kabelfernsehen oder DVD-Player - für viele Produkte gibt es einen guten und oft auch günstigeren Ersatz. Wir listen zehn Anschaffungen auf, die Sie sich künftig sparen sollten: ob zu Hause oder auf Reisen.

Wer braucht heutzutage noch einen Wecker, wenn er das Handy klingeln lassen kann? Oder eine mobile Spielkonsole, wenn das iPhone kostenlosen Spielspaß bietet? Nicht wenige Geräte wurden bereits vom Smartphone verdrängt - andere sind einfach technisch überholt und vom Aussterben bedroht. Wir zeigen, auf welche Verträge und Anschaffungen Sie 2014 verzichten sollten - und damit auch Ihren Geldbeutel schonen.

DVD-Player

Die DVD-Verkäufe sinken rapide, und immer weniger Menschen gehen in die Videothek. Kein Wunder, dass auch weniger DVD-Player gekauft werden. Zunehmend schauen wir Filme und Serien online, streamen diese im Internet. Wer eine Spielkonsole wie die Xbox One oder die PlayStation4 hat, kann auch damit DVDs abspielen. Möchte man trotzdem unbedingt noch ein neues Abspielgerät für die DVD-Sammlung kaufen, empfiehlt sich eher der Blu-ray-Player. „Das ist einfach zukunftssicherer“, erklärt Jürgen Nadler von der Stiftung Warentest. Die Geräte spielen alle DVDs ohne Probleme ab - und die Bildqualität ist meist besser.

Navigationsgeräte

Bis vor wenigen Jahren galten Navis noch als „Must-have“ für Autofahrer - aber die Zeiten haben sich geändert. Natürlich möchte man weiterhin ohne Umwege und sicher ans Ziel kommen, aber das geht auch deutlich günstiger. Anstatt 100 bis 200 Euro für ein neues GPS-Gerät auszugeben, das zudem laufend aktualisiert werden muss, nutzen immer mehr Fahrer lieber eine kostenlose Smartphone-App. Wer möchte, kann zum Beispiel noch einen Premium-Staudienst hinzubuchen.

Außerdem haben viele neue Autos mittlerweile ein eingebautes Navigationssystem, 49 Prozent der Modelle aus 2013 sind standardmäßig damit ausgerüstet, berichtet das Auto-Portal Edmunds.com. Vor allem Vielfahrer mit höchsten Ansprüchen an die Bedienung und die Tonqualität bzw. Lautstärke werden das „alte“ Navi auch weiterhin nicht missen wollen.

So sparen Sie rund ums Telefon

Festnetzanschluss

Anfang 2013 hatten 93 Prozent der rund 40 Millionen privaten Haushalte in Deutschland mindestens ein Mobiltelefon. Hingegen besaßen nur 90 Prozent ein Festnetztelefon, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Vor allem ärmere Haushalte verzichten zunehmend auf einen Festnetzanschluss. Viele nutzen stattdessen lieber das (Prepaid-)Handy, chatten im Internet und kommunizieren zum Beispiel kostenlos via Skype.

Handy-Verträge über zwei Jahre

Mit einem über zwei Jahre abgeschlossenen Handy-Vertrag machen Verbraucher in der Regel Verluste. Ideal ist natürlich gar keine oder eine möglichst kurze Laufzeit: So kann der Verbraucher schneller reagieren, wenn sich sein Nutzungsverhalten ändert oder bessere Angebote auf den Markt kommen. Der kleine Guthabenbonus oder das Gratis-Smartphone beim Vertragsabschluss zahlen sich nicht immer aus - langlaufende teure Verträge können den Gewinn am Ende zunichte machen.

Dabei gibt es für Handy-Nutzer mehrere Alternativen: Prepaid-Anbieter geben zwar in der Regel kein günstiges Smartphone dazu, dafür ist man flexibel, kann je nach Bedarf Pakete dazubuchen und spart oft auf Dauer bei den monatlichen Gebühren. Wer wechselt, sollte grob einordnen können, wie gut die Tarife sind. „Das günstigste Angebot liegt bei einem Minutenpreis von 5 Cent und 10 Cent für die SMS“, sagt Bettina Seute von „Teltarif.de“. Ein anderer per Einheit abgerechneter Tarif kostet etwa 6 Cent pro Minute und SMS. Und um die 8 Euro monatlich gibt es Pakettarife mit 300 Minuten oder SMS und 300 Megabyte (MB). Allnet-Flats mit 500 MB sind bereits unter 20 Euro zu haben - immer öfter auch mit eingeschlossener SMS-Flat.

Verzichten Sie auf Technik-Dinosaurier

Digitalkameras

Lange Zeit waren die kleinen und praktischen Digitalkameras angesagt, doch der Absatz geht seit einigen Jahren zurück. Lagen die Verkaufszahlen 2011 noch bei 8,2 Millionen Geräten, waren es 2013 nur noch rund 6 Millionen, berichtet der IT-Verband Bitkom. Die Digicam leidet unter einer Identitätskrise: Fotografen, die eine bessere Fotoqualität wünschen, greifen zur größeren Spiegelreflexkamera. Andere bevorzugen das handliche Smartphone und knipsen damit Urlaubsbilder oder Momentaufnahmen.

Und auch die vielseitige und schnelle GoPro-Kamera ist bei Outdoor-Fans und Sportlern auf dem Vormarsch: Sie wird zum Beispiel am Helm befestigt und besonders gerne beim Tauchen, Klettern oder Mountainbiken eingesetzt - eben überall da, wo es Action gibt.

Desktop-PCs und Laptops

Es gibt auch kaum noch Gründe, einen Desktop-Rechner oder einen Laptop zu kaufen. Tablets erfüllen dieselben Funktionen - Musik abspielen, Fotos ansehen und teilen, im Web surfen. Und genau das sind die Dinge, die Menschen am häufigsten am Computer tun. Vorteile der kleinen Tablets: Sie sind günstiger, und man kann sie überallhin mitnehmen.

Natürlich gibt es Menschen, die weiterhin einen Desktop-PC brauchen: Grafikdesigner benötigen zum Beispiel große Bildschirme für ihre Arbeit. Aber die Statistik zeigt, dass traditionelle Computer immer seltener gelauft werden: Die Notebook-Verkaufszahlen in Westeuropa gaben laut Gartner im zweiten Quartal 2013 um fast 24 Prozent nach, bei den Desktop-Rechnern verzeichneten die Marktforscher ein Minus von 12,2 Prozent.

Kabelfernsehen

Auch die große Zeit des Kabelanschlusses ist vorbei. Seit 2004 geht die Anzahl der Haushalte mit Kabel zurück, Experten zufolge ist kein Ende in Sicht. Ein Grund ist, dass viele Zuschauer mittlerweile via Internet fernsehen - laut Bitkom sind über 14 Millionen TV- und Videogeräte online. Wer nicht auf altbackene TV-Shows und ständige Werbeunterbrechungen steht, sieht sich lieber Serien und Filme direkt am PC an.

Das internetbasierte Fernsehen IPTV wird von Telekommunikationsfirmen in der Regel nur im Rahmen von Telefon- und Internetverträgen angeboten. Die Monatsbeiträge liegen bei mindestens 10 bis 15 Euro, hochauflösendes Fernsehen (HDTV) kostet mehr. Für den Empfang von IPTV braucht es außerdem spezielle Hardware, die der Anbieter - meist gegen Miete - zur Verfügung stellt.

Kostengünstiger ist das digitale Antennenfernsehen (DVB-T): Erstens fällt keine Gebühr an, zweitens sind „die einmaligen Anschaffungskosten für die notwendigen Empfangsgeräte sehr überschaubar“, sagt Mathias Gerlach. Günstige Zimmerantennen gebe es schon ab 10 Euro, erklärt der Redakteur von „Chip Test & Kauf“. Ein DVB-T-Stick kann außerdem Notebooks und Tablets mit USB-Eingang in einen mobilen Fernseher verwandeln.

Das ist auf Reisen überflüssig

Hotelzimmer

Die Kosten für Hotelzimmer steigen seit Jahren, und es ist kein Ende in Sicht, berichtet die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers. Doch es gibt günstige Alternativen: Reisende können Wohnungen oder ganze Häuser billiger mieten - und haben so auch mehr Platz zur Verfügung. Mehrere Anbieter, zum Beispiel Airbnb und Vacation Rentals by Owner, machen diesen Service möglich - oft gibt es eine breite Auswahl an Unterkünften. Einige Anbieter offerieren auch einen Bring- und Abholservice am Flughafen.

Vor allem für größere Reisegruppen oder Familien mit kleinen Kindern kann sich das lohnen - sie haben mehr Betten, mehr Privatssphäre als im Hotel und können zum Beispiel auch mal gemeinsam kochen.

Mehr Beinfreiheit an Bord

In den vergangenen Jahren haben viele Fluggesellschaften, darunter etwa American Airlines oder Delta Airlines, den Passagieren für mehr Beinfreiheit im Flieger Extra-Geld berechnet. Häufig befinden sich diese teureren Sitze in der ersten Reihe der Economy-Klasse.

Doch für einen ähnlichen Aufpreis können Reisende auch gleich die Business Class buchen, wo alle Sitze viel bequemer sind und auch der Service besser ist. Viele Airlines bieten das Upgrade auch noch beim Check-In oder am Gate an.

Kreditkarten mit Bonuspunkten oder Meilen

Sammeln und Rabatte abgreifen, was das Zeug hält - mit speziellen Bonusprogrammen locken Anbieter von Kreditkarten gerne neue Kunden an. Allerdings fällt für viele dieser Karten (früher oder später) eine höhere Jahresgebühr an. Mit den gewährten Rabatten wird diese höhere Gebühr in der Regel nicht ausgeglichen. Zudem lohnen sich Bonusprogramme meist nur, wenn Sie häufig bei einem bestimmten Händler einkaufen.

Sinnvoller kann für manche eine Kreditkarte mit „Cashback“-Programm sein. Damit bekommen Kunden 1 bis 5 Prozent Umsatzbonus zurück, wenn sie hohe Umsätze auf der Kreditkartenabrechnung verzeichnen. Die Gutschrift gibt es an allen Akzeptanzstellen der Kreditkarte. Kostenlose Kreditkarten mit Cashback sind jedoch kaum zu finden. (gs)

Alle Empfehlungen stammen vom Business-Portal MarketWatch.

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