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Geizige Menschen wissen: Auch Kleingeld ist Geld, mit dem an der Kasse bezahlt werden kann. Auch wenn es etwas länger dauert.

Besser wirtschaften

Mit diesen Tricks sparen geizige Menschen Geld

Geizige Menschen gehen sehr penibel mit ihrem Geld um - das kann manchmal nerven, aber wirkt Wunder auf dem Konto. Deshalb kann jeder etwas von ihnen lernen.

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Geiz ist eigentlich gar nicht so geil, auch wenn ein bekannter Werbeslogan was anderes besagt. Jeden Cent zwei Mal herumdrehen, sich selten etwas gönnen – Spaß geht irgendwie anders. 

Trotzdem kann man sich von knauserigen Menschen in puncto Sparsamkeit einiges abschauen. Denn Tatsache ist: Sie sind Meister im Geld horten und haben stets einen Überblick über ihre Finanzen. Doch wie mit vielem ist es hier auch das Maß, das gehalten werden sollte. Extrem geizigen Menschen kann es schnell passieren, andere mit ihrem peniblen Umgang mit Geld zu verärgern. Schließlich ist es arg kleinlich, die geliehenen 20 Cent vom Vortag zurück zu verlangen.

Doch wenn es nur darum geht, sich selbst ein wenig zu mäßigen, kann so manche Eigenschaft des Geizhalses als Vorbild dienen. Wir haben sie gesammelt und uns die Spartricks der Geizigen genauer angesehen.

1. Einkäufe genau planen
Geizige Menschen denken sehr genau über ihre Einkäufe nach. Deshalb lassen sie sich auch seltener zu Spontan- oder Lustkäufen verleiten. Und gerade die haben es oft in sich. Vor allem Online-Shopping verleitet dazu, Dinge zu kaufen, die man eigentlich nicht braucht. Aber auch beim Lebensmittel-Einkauf landen oft mehr Produkte im Korb, als eigentlich gewollt, gerade wenn der Einkauf nicht richtig geplant ist. Abhilfe schafft die gute alte Einkaufsliste. Das kann auch beim Online-Shopping nützen.

2. Einfach mal zusammenreißen
Hunger? Dann mal eben schnell zum Bäcker – so etwas würden geizige Menschen niemals machen. Lieber würden sie stundenlang mit Magenknurren herumlaufen, oder bei Durst aus dem Wasserhahn der öffentlichen Toilette trinken, als es teuer in der Plastikflasche zu kaufen. Denn genau diese Ausgaben für Kleinigkeiten im Alltag  läppern sich am Ende des Monats. Deshalb: Einfach mal zusammenreißen. Oder immer eine Notfall-Stulle in der Tasche haben.

3. Den Bänker in sich rauslassen
Auch wenn es um den Zins gerade nicht gut bestellt ist: Es lohnt sich trotzdem, sein Geld mit Verstand anzulegen. Wer aus Bequemlichkeit noch sein altes Sparkonto hat, sollte über einen Wechsel zu einem Tages- oder Festgeldkonto nachdenken. Denn hier sind die Zinsen so niedrig, dass es sich um keine rentable Geldanlage handelt. Geizige Menschen wissen meist sehr genau, was ihre Bank ihnen zu bieten hat. Oder sie informieren sich über Alternativen, wie Immobilien oder Gold. Wer Bescheid weiß, kann dementsprechend viel Geld sparen.

4. Nichts auf Marken geben
Geizhälse sind selten in teuren Supermärkten anzutreffen. Sie kaufen lieber in Discountern ein, wo sogar die Markenprodukte oft günstiger sind. Denn wie Tests immer wieder beweisen, sind die günstigen Alternativen zu den Marken manchmal sogar besser. Übrigens: Einer der Aldi-Begründer, Karl Albrecht, galt selbst als absoluter Geizhals. Geschadet hat es offenbar nicht. Er war mit seinem Vermögen bis zu seinem Tod angeblich der reichste Deutsche.

5. Buch führen
Wer seine Kosten stets im Blick hat, kann sich sein Budget am besten aufteilen. Allerdings scheint es für den Normal-Verbraucher und Nicht-Geizhals eine utopische Vorstellung zu sein, sich jeden Abend hinzusetzen und Buch zu führen. Dankenswerterweise gibt es heute aber Apps, in denen jeder an Ort und Stelle seine Ausgaben eintragen kann. Praktischerweise rechnen die Programme dann auch noch alles zusammen und erstellen oft Statistiken. Ein analoger Alternative: Alle Quittungen und Rechnungen aufbewahren und jeweils am Ende des Monats einmal durchrechnen.

6. Immer mit Bargeld zahlen
Zwar soll in Deutschland immer mehr auf Kartenzahlung umgestellt werden, aber eine bessere Übersicht im Portemonnaie verschafft das Bargeld. Profi-Geizhälse bezahlen ihre Einkäufe auch hin und wieder in größeren Mengen Kleingeld, damit sich dies nicht unnütz im Geldbeutel sammelt. Eine sparsame Angewohnheit ist es außerdem, sich das Geld wöchentlich einzuteilen – und damit auch bis zum Ende der Woche auszukommen.

7. Nur Zurück-, nicht Ausgeben

Geizige geben anderen selten etwas aus – außer vielleicht, sie haben selbst vorher etwas erhalten. Wer beim Essen gehen oder im Club darauf achtet, spart am Abend sicherlich mehr Geld, als wenn er großzügig einige Runden bezahlt. Ob dies allerdings der beste Weg ist, zu Sparen, muss wohl jeder für sich entscheiden. (chs)

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