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Von diesen Dingen sind wir im Supermarkt genervt

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Gänge werden durch Plaudernde blockiert, andere drängeln sich vor, die Kassiererin scannt die Waren entweder zu schnell oder zu langsam. Und dann rückt uns noch der Hintermann viel zu dicht auf die Pelle.
Gänge werden durch Plaudernde blockiert, andere drängeln sich vor, die Kassiererin scannt die Waren entweder zu schnell oder zu langsam. Und dann rückt uns noch der Hintermann viel zu dicht auf die Pelle. © dpa

Der Einkauf im Supermarkt ist bei weitem nicht immer ein Genuss. Und es stören uns nicht nur lange Warteschlangen und die Kundin, die Cent für Cent an der Kasse das Geld abzählt, wie eine Studie zeigt.

Zu enge Gänge, zu wenig Zeit, zu lange Schlangen an der Kasse – das führt oft zu Stress im Supermarkt, zeigt eine repräsentative Befragung des Instituts myMarktforschung.de. Was uns beim Einkauf besonders auf die Palme bringt: 

Vordrängeln

Der größte Stör- und damit Stressfaktor sind Kunden, die sich an der Kasse vordrängeln. Rund 83 Prozent der Deutschen nervt dieses egoistische Verhalten.

Gänge blockieren

Drei Viertel der Deutschen fühlen sich gestört, wenn andere Kunden die Gänge für Unterhaltungen nutzen und somit blockieren. Im Vergleich zeigt sich, dass sich vor allem die Älteren darüber ärgern: Acht von zehn der 60 bis 70-Jährigen stört es, wenn andere Kunden und deren Einkaufswagen ein reibungsloses Durchkommen verhindern.

Zu viel Nähe

Die Toleranz bei zu nahem Aufrücken an der Kasse unterscheidet sich deutlich zwischen den Geschlechtern: Frauen fühlen sich grundsätzlich eher von zu dichtem Aufrücken gestört, unabhängig davon, wer ihnen zu nahekommt. Männer haben weniger Berührungsängste, sechs von zehn bleiben gelassen, wenn Frau zu dicht aufrückt. Im Bundeslandvergleich zeigen sich weitere Unterschiede: Westdeutsche pochen insgesamt stärker auf ihren persönlichen Bereich: Dabei ist es egal, ob Männer oder Frauen nicht ausreichend Abstand halten.

Schnelligkeit

Das Tempo an der Kasse ist eine Gratwanderung für die Kassierer: 47 Prozent ärgern sich darüber, wenn die Waren zu langsam gescannt werden. Fast genauso viele stört es hingegen, wenn dieser Vorgang zu schnell geht und sie mit dem Einpacken nicht hinterherkommen. 

Unhöflichkeit

Gut die Hälfte ärgert sich darüber, wenn nicht „Guten Tag“ und „Auf Wiedersehen“ gesagt wird. Dabei zeigen sich Frauen insgesamt intoleranter als Männer. Sowohl das Tempo der Kassiererin als auch die fehlende Begrüßung oder Verabschiedung finden vergleichsweise mehr Frauen ärgerlich.

Warentrenner

Erfreulich tolerant sind die Deutschen gegenüber dem Vordermann an der Supermarktkasse: Versäumt dieser es, einen Warentrenner hinter seinen Produkten zu platzieren, stören sich vergleichsweise wenige daran. Nur jedem Dritten missfällt dieses Verhalten.

(Bearbeitung: gs)

Das Institut myMarktforschung.de hat im Rahmen einer aktuellen repräsentativen Umfrage von Ende Mai bis Anfang Juni 1.058 Deutsche zwischen 18 und 70 Jahren online zu Störfaktoren im Supermarkt befragt. Dabei wurden neben allgemeinen Störfaktoren auch Unterschiede zwischen Altersgruppen und Geschlechtern untersucht.

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