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Darum sollten Sie auf Scherze in Bank-Überweisungen verzichten

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Witz mit Folgen: Solche Scherze im Verwendungszweck einer Überweisung bekommt nicht nur der Empfänger zu Gesicht.
Witz mit Folgen: Solche Scherze im Verwendungszweck einer Überweisung bekommt nicht nur der Empfänger zu Gesicht. © dpa

Auch wenn es lustig erscheint, in privaten Überweisungen Verwendungszwecke wie „sexuelle Gefälligkeiten“ anzugeben: Nicht alle Banken verstehen hier Spaß – es kann Ärger geben.

Bei einer privaten Überweisung mag die Versuchung groß sein, den Geldtransfer mit einem Witz zu verbinden. „Koks, Nutten und Bomben“ ist als Verwendungszweck schließlich unterhaltsamer als nur der „Frankreich-Urlaub“. So machte kürzlich ein Bild im Internet die Runde, das als Verwendungszweck „Waffenfähiges Plutonium“ zeigte. Verbraucher müssen sich aber im Klaren darüber sein, dass in diesem Fall nicht nur der Empfänger mitliest.

In einem Brief drohte die Bank ihrem Kunden mit der Kündigung des Kontos – wegen der Betreffzeile. Zwar deutete der überwiesene Betrag von 40,02 Euro auf einen Scherz hin, trotzdem müsse die Bank den Vorgang aus rechtlichen Gründen prüfen, hieß es in dem Schreiben:

Früher war alles besser. pic.twitter.com/kfkdWNJMfZ

— Zee. (@Z4PP3D)

29. September 2015

Auf bento.de erzählt ein Journalist von einem Vorfall, wo seinem Freund beinahe der Kredit gekündigt wäre. Auslöser war ein Witz des Journalisten: „Ein Kumpel hatte meinen Laptop getunt, ich wollte ihm das Geld für ein paar Hardware-Teile überweisen. In die Betreffzeile schrieb ich: 'Mac – den Witz mit dem waffenfähigen Plutonium verkneif ich mir – hihi.'“

Bald danach rief der Bankberater des Freundes bei ihm an und machte ihm klar, dass der Kredit für seine Firma in Gefahr sei: Wegen der dubiosen Überweisung, die bei der Bank eine Sicherheitsmaschinerie in Gang gesetzt hatte.

Daher rät Holzhäuser von solchen Witzen in der Überweisung ab: „Gerade wenn es in den strafrechtlichen Bereich geht, kann es schon problematisch werden.“ Wer mit der Überweisung zum Beispiel scheinbar Hinweise auf Drogenhandel oder Prostitution gibt, bekommt am Ende womöglich sogar Besuch von der Polizei.

Das Feld für den Verwendungszweck darf auch leer bleiben

Grundsätzlich rät Josephine Holzhäuser, bei „Verwendungszweck“ tatsächlich den Grund für die Zahlung einzutragen. „Das macht es einfach leichter, wenn man die Überweisung später noch einmal finden muss“, sagt sie. Bei privaten Geldtransfers spricht aber nichts dagegen, das noch mit einem Gruß oder einem Dank an den Empfänger zu verbinden.

Und grundsätzlich handelt es sich beim Überweisungszweck ohnehin um eine freiwillige Angabe. Das Feld darf also auch leer bleiben. (dpa/gs)

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